Home Improvement, Eisbären und Upcycling

Die Erde schmilzt, die Pole brennen und die Eisbären wissen schon seit Längerem nicht mehr wo Norden ist. Kurzum: alles geht allmählich den Bach runter.
Was können ich/du/er/sie/es/wir/ihr/sie*innen dagegen tun?
Die enttäuschende Antwort: leider herzlich wenig, aber es gibt hie und da doch solche Kleinigkeiten, die einem zumindest das Gefühl geben, man wäre mal nicht ganz so verschwenderisch mit den uns gegebenen (oder von uns genommenen) Ressourcen umgegangen, wie man es sonst in seiner kleinbürgerlichen toitschen Existenz ist.
Eine dieser Kleinigkeiten, die man unter dem Begriff des „Upcyclings“ einordnen könnte, möchte ich hier vorstellen.

Content Warning: unter folgendem Klick befinden sich Bilder aus meiner Werkstatt, Möbelstücke und möglicherweise schwerwiegende Enttäuschungen an die Erwartungen der Leser*innen*außen*überall.

Ich möchte eure Geduld nicht überstrapazieren und die (ohnehin schon niedrigen Erwartungen) nicht enttäuschen, daher schnell der Abriss:
Wie aus einem ungeliebten Holzstuhl eine praktische Garderobe wird in XX lustigen Sammelbildchen.

Und Gott sprach: „Am Anfang soll der Stuhl sein. Denn von Stuhl kommen wir und zu Stuhl werden wir.“
Irgendwie so habe ich den Anfang von Grimms Märchen (oder der Bibel?) in Erinnerung. Kann auch ganz anders gewesen sein. Diesen Stuhl habe ich für einen schlanken Kurs (umsonst.) bei eBay Kleinanzeigen bekommen. Langweilig, Weichholz, Sitzmöbel.

Mit grobem Augenmaß und über den linken der drei Daumen gepeilt habe ich entschieden, die Sitzfläche etwa dort zu zersägen, wo auf dem Bild die imaginäre Trennkante zwischen „Sitzfläche vorhanden“ und „keine Sitzfläche vorhanden“ verläuft.

Auch der Rest des ehemaligen Stuhlkörpers muss dieser gedachten Linie unweigerlich folgen. Es fühlt sich falsch an. Auf diesen Stuhl möchte ich mich jetzt nicht mehr so unbedingt setzen.

Um den Stuhl zur Wandmontage zu zwingen sind kleinere Erweiterungen an der bis dato nicht vorhandenen Wandbefestigung erforderlich. Zwei Winkel betreten den Raum.

Die ebenfalls nicht vorhandene Farbe des ehemaligen Sitzmöbels bornierte mich, also wurde das Teil passend zum Rest seines künftigen Wohnortes gestrichen. In diesem Fall einfarbig, einlagig und weiß. Auch nicht viel spannender, oder?
Denkbar sind natürlich auch andere Farben. Signalschwarz, umbra-ocker, neontaupe oder kristalldunkel. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Zu guter Letzt wird das umgewidmete Möbelstück noch an die dafür eigens errichtete Zimmerwand gedübelt und fertig ist die Laube.

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