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Paderborner Pilsener

Posted in ... weiter nichts als Bier on 15. Februar 2010 by hoegi

Art:
Pilsener, 4,8% Alc. Vol.

Geschmack (85%): 4 Punkte
Das Bier zeichnet sich durch eine nicht definierbare aber unangenehme Herbe aus. Der Geschmack verflacht extrem schnell, ein Nachgeschmack ist kaum merklich vorhanden. Paderborner ist keinesfalls süffig. Wenn man so will kann man es auch „unsüffig“ nennen.

Preis (10%): 10 Punkte
In Deutschland gibt es kaum/keine günstigere/n Biere als Paderborner. Erfahrung hat gezeigt, dass jeder Edeka dieses Bier führt. Meist zu einem Kurs von 5€ die Kiste, wenn es hochkommt auch mal 6€. Man kann sich also für den Preis einer normalen Kiste Bier mit Paderborner locker doppelt betrinken. Wenns denn schmeckt.

Flasche (5%): 3 Punkte
Die Flasche ist eine herkömmliche Mehrwegflasche wie man sie an deutschen Pennertreffpunkten millionenfach antrifft. Das Etikettendesign lässt auch eher zu wünschen übrig. Wahrscheinlich gebe ich auch nur 3 Punkte, weil Paderborner einen großen Teil meiner Jugend ausgemacht hat (das Geld…) und ich etwas in Nostalgie schwelge.

Fazit: 4,55 Punkte
Da hat der Preis das Gesamtergebnis ja noch wenigstens etwas aufgehübscht. In diesem Preissegment, nennen wir es „Billigbiersegment“ ist Paderborner schon eine recht gute Wahl. Es gibt deutlich unschmackhaftere Biere zu dem Preis. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass übermäßger Konsum von Paderborner zu extremem Schädel führt. Aber wer an der falschen Stelle spart, hats auch nicht anders verdient 😉

Gambrinus Premiumbier

Posted in ... weiter nichts als Bier on 15. Februar 2010 by hoegi

Art: Gambrinus wird in Pilsen gebraut und ist demnach auch ein echtes Pilsener, jedoch wird es auf der Flasche eben nicht „Pils“ genannt. Angesichts der Inhaltsstoffe verwunderlich. Aber das tut dem Bier keinen Abbruch.

Geschmack (85%): 7 Punkte
Ich würde mehr geben, wenn ich nicht wüsste, dass da noch Luft nach oben ist in der Skala. Das Bier ist sehr gut trinkbar, mit einer leckeren Hopfennote.. süffig… allerdings hinterlässt es bei mir mittelfristig einen leicht blechernen Nachgeschmack der mir nicht so ganz gefällt.

Preis (10%): 7 Punkte
Ich habe das Bier jetzt zu einem Sonderpreis von 35 Cent erstanden, im Regelfall kostet eine Kiste aber schon über 10€. Von den gängigen tschechischen Bieren ist es aber definitiv eines der Günstigeren. Im Vergleich mit normalen „Premiumbieren“ im Regelfall aber günstiger, daher 7 Punkte.

Flasche (5%): 7 Punkte
Das Bier kommt in einer braunen Flasche, was ich schonmal präferiere, jedoch stört besonders beim direkten Genuss aus der Flasche diese Goldfolie am Kronkorken. Das kann auch das recht gelungene Design des Etikettes nicht wettmachen.

Fazit: 7 Punkte
Beim einarmigen Banditen hätte das Bier jetzt voll abgeräumt; hier reichts nur für einen Platz im gehobenen Mittelfeld. Ich würde das Bier allerdings jederzeit den typischen deutschen „Premiumbieren“ wie Krombacher, Veltins, Bitburger etc. vorziehen wenn ich denn die Wahl hätte. Leider bekommt man das Bier längst nicht überall. Für Neulinge ein guter Einstieg in die tschechischen Biere. Pilstrinker werden das Bier definitiv mögen. Kaufempfehlung definitiv erteilt.

Hacker-Pschorr Sternweiße

Posted in ... weiter nichts als Bier on 15. Februar 2010 by Herr Grau

Art:

Weizenbier zwischen hell und dunkel, 5,5% Alkohol, 12% Stammwürze

Geschmack (85%): 9 Punkte

Malzig, ganz leicht süßlich, subtile Noten von säuerlicher Fruchtigkeit, samtig, umfänglich, aber nicht zu gehaltvoll. Ein hochgradig leckeres Bier.

Preis (10%): 5 Punkte

0,74€ pro Flasche / 14,70€ pro Kasten – schon teuer, aber für das Geleistete nicht zu viel

Flasche (5%): 5 Punkte

Bügelverschlussflaschen sind super, das Etikett dagegen wirklich furchtbar. Aber das ist zum Glück nicht allzu wichtig.


Fazit: 8,4 Punkte

Hinter einer Flasche, die mehr nach dem Behältnis für das von einem outgesourcten sowjetischen Zulieferer produzierte Öl der Enterprise als nach Bier aussieht, versteckt sich eine Schönheit, die im bernsteinfarbenen Kleid auf das Verlangen des Trinkers wartet. Der Geschmack überzeugt umfänglich, die Kombination aus hellem und dunklem Malz ergibt im beschwingten Tanz mit dem Braugeschick Hacker-Pschorrs eines meiner Lieblingsbiere. Wie jedes wirklich gute Weizen ist es nicht allzu günstig, aber ich bin völlig überzeugt, dass das Bier diesen Preis wert ist.

Unbedingte Empfehlung.

„Ich will nur Bier, Bier, Bier, weiter nichts als Bier, Bier, Bier…“

Posted in ... weiter nichts als Bier on 15. Februar 2010 by hoegi

Freunde der gepflegten Gerstenkaltschale und Alle, die es mal werden wollen!
Ihr kennt das: Ihr geht zum Getränkefachhändler eures Vertrauens, um euch mit diversen Behältnissen Bier einzudecken. Oft steht man vor der mannigfaltigen Auswahl und bei einigen Geschäften wird man förmlich von der Biervielfalt erschlagen. Doch was tun? Einfach mal auf Verdacht ein Bier zu kaufen geht in 70% der Fälle schief (ich verweise auf bekannte Studien aus dem Jahre 2006, genauer gesagt aus dem Jahresbericht der Grauland Industries Inc.). Alle Biere zu kaufen und zu verkosten bedarf Ausdauer, unbändigen Willen, sowie viel Geld. Fällt für den Einzelnen also auch flach. Konventionell bliebe noch eine Möglichkeit: Verlass dich auf Empfehlungen von Bekannten, Verwandten, oder geübten Hobbyalkoholikern (letzteres muss kein Ausschlusskriterium für die ersten beiden Möglichkeiten sein). Doch nicht Jeder hat die Möglichkeit einen Biertrinker seines Vertrauens um Rat zu bitten.
Hier kommen wir (Herr Grau sowie meine Wenigkeit) nun ins Spiel.
Wir werden in unregelmäßigen und völlig willkürlichen Abständen „zufällige“ Biere verkosten und die Testergebnisse hier zum Besten geben.
Der Testschlüssel wurde in einer hitzigen, langen, qualvollen Diskussion erarbeitet und ergibt sich zu

85% Geschmack
Unbestritten der wichtigste Aspekt des Bierkonsums (neben den gewünschten Nebenwirkungen versteht sich). Natürlich ist Geschmack eine sehr subjektive Angelegenheit, doch sollten sich Strittigkeiten um die Bewertung eines Bieres ergeben werden wir möglicherweise auch 2 Bewertungen zu einem Bier publizieren um eine möglichst große Bandbreite an Eindrücken zu schildern. Oft sind Biere aber einfach unbestritten widerlich oder unbestritten lecker. Zur allgemeinen Orientierung: Unsere geschmackliche Herkunft ist Westfalen. „Biere“ wie Kölsch oder Alt liegen eher an den äußeren Grenzen unseres Geschmacksempfindens und werden daher eher nicht bewertet werden. Hauptaugenmerk werden wir auf Pils, Weizen sowie Land- oder Spezialbiere legen.
In der Bewertung des Geschmacks findet sich unter Umständen auch der Geruch wieder. Sollte dieser extrem gut oder schlecht sein beeinflusst das den Genuss ungemein und sollte nicht unerwähnt bleiben

10% Preis
Der Preis macht nur ein Zehntel der Gesamtnote aus? Man mag denken, dass das wenig ist, aaaber: Für ein sehr leckeres Bier muss man gegebenenfalls halt auch mal tiefer in die Tasche greifen. Das darf nicht das ausschlaggebende Kriterium sein.

5% Design/Haptik/Verarbeitung
Ähnlich wie schon unter „Geschmack“ beschrieben macht das „Gefühl“ der Flasche einen kleinen Anteil am Gesamtbild aus. Es ist wie mit Menschen: Man sagt, es zählen nur die inneren Werte. Aber mal ehrlich: Wer achtet nicht auf die Verpackung?

Pro Kategorie gibt es 10 Punkte, die Punkte werden über das arithmetische Mittel berechnet, heißt also (Geschmackspunkte*0,85+Preispunkte*0,1+Sonstige Punkte*0,05 = Ergebnis). Um Störfaktoren zu beseitigen werden wir die Biere aus Gläsern trinken.

Sodann, zum Wohle!