Archiv für Januar, 2011

Getestet – Severin MW 9675

Posted in Getestet on 12. Januar 2011 by hoegi

Seit gut einem halben Jahr wohne ich nun alleine und das einzige was meine Wohnung bislang missen ließ, war eine Mikrowelle. Als leidenschaftlicher Koch (der gerne auch mal „etwas“ zu viel zubereitet) war diese Anschaffung sogar als eher dringend einzustufen. Aufgrund von Platzmangel und völliger Unentschlossenheit was eine Mikrowelle für mich denn können muss schob ich die Anschaffung eine ganze Weile vor mir her. Vor wenigen Tagen sah ich dann ein nur allzu verlockendes Angebot von einem Elektro-Discounter der die Severin MW 9675 für günstige 77€ anbot (vgl. Amazon momentan 87€, zwischenzeitlich aber auch teurer). Das Angebot war scheinbar so gut, dass mir nichts anderes übrig blieb als das Ausstellungsstück zu kaufen; der Rest war in der betreffenden Filiale und sämtlichen Filialen im Umkreis vergriffen. Spoiler: Den Kauf sollte ich nicht bereuen!
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Review – Squier SA-105 – Die funktionierende Gitarre für 58€

Posted in Getestet, smile and look alive on 12. Januar 2011 by Herr Grau

Wenn man mich vor fünf Jahren gefragt hätte, ob es für 50€ eine vernünftige Gitarre zu kaufen gibt, dann hätte ich mit einer Mischung aus Verwirrung, Wut und Trauer reagiert. Man sprach in Gitarristenkreisen sogar bei den furchtbar zusammengeschusterten Machwerken, die kaum als Deko taugten, von „Chinakrachern“, vermutlich weil beim Blasen in den Gurtpin gerne mal der Hals abfiel und dann mit Berühren des Bodens in einem jämmerlichen Schwelbrand verging. Es wäre fast an mir vorbeigegangen, dass namhafte Firmen sich diesem Umstand angenommen haben. Der Chinese braucht offensichtlich einen dicken, peitschenbewehrten Amerikaner, der ihm einen Plan gibt und sagt, an welchen Ecken die Qualität welches Niveau nicht unterschreiten darf, damit er so funktioniert, dass er glücklich macht. Ob Blackheart- oder Harley Benton-Amps, t.bone-Mikrophone oder auch diese Squier-Gitarre, wenn man einmal mehr als sonst überprüft, was man da kauft, kann man mit Chinaprodukten heute einen sehr guten Schnitt machen. Nein, ich bin kein Haleluja-Schreier und ich bin auch kein Fan von China. Und entsprechend misstrauisch war ich, als unser Leser bic_mac freudestrahlend verkündete, er habe sich eine Gitarre für 60€ bestellt. Als ich das Instrument dann aber in Händen hielt, änderte sich meine Stimmung. Was Fender da via Thomann an den Mann gebracht hatte, war kein Müll.

Tatsächlich überzeugte mich das Klampfophon des Kollegen so sehr, dass ich mir selbst eines anschaffte. Denn eine hochwertige Gitarre ist gut und schön, aber sie verlangt schon ein wenig gute Behandlung und dazu gehört nun dezidierterweise eben nicht, sie im Gigbag durch die kalte Winternacht zu einer Party mitzunehmen und dort jedem Heiopei in die Hand zu drücken. Genau danach gelüstet es mich aber von Zeit zu Zeit. Nach der kurzen Überlegung, dass diese Gitarre etwa so viel wie vier meiner normal benutzten Saitensätze (Elixir) kostet, erwarb ich sie im Thomann-Bundle, das einem für 11€ mehr noch einen Rockbag (Warwick! Qualität! Wahnsinn!..), einen Gurt, einen Satz Saiten und Plektren hinterher schmeißt.

Die Gitarre besitzt eine laminierte Fichtendecke und Zargen und Boden aus laminiertem Nato. Ja, Brotbaumholz. Man kann daraus Gitarren bauen und nein, fragt besser nicht… Während die Decke in Natur, Sunburst oder Schwarz zu haben ist, kommen Zargen, Boden, Hals und Kopfplatte immer mit tadelloser schwarzer Hochglanzlackierung daher. Brücke und Griffbrett sollen angeblich aus Palisander sein. Wenn dem so ist, handelt es sich um das dunkelste Palisander, das ich je gesehen habe. Ich weiß, dass andere Leute aus solche Hölzern nicht mal Zigarrenkisten für sich akzeptieren würden, aber wie wir ja von Volker Pispers wissen: Wichtig ist, was hinten raus muss.

Und im Ergebnissegment kann sich die Gitarre sehen lassen. Sie ist von Werk aus hervorragend eingestellt, da könnte sich mancher große Hersteller noch eine Scheibe von abschneiden. Ja, Gibson, Takamine, ich rede mit euch! Stellt euch lieber einen von diesen Chinesen zum Einpendeln eurer Klampfen ein, die können das besser. Der Klang ist natürlich kein Anlass für auditiv ausgelöstes Glücksstöhnen, aber durchaus ausgewogen, voll und nicht unschön.
Dazu gibt es zwei Soundfiles, die ich flott und ohne viel Einstellboheo aufgenommen habe (2x EV Cardinal, eins auf 12ten Bund, eins auf Steg, ~30cm Abstand):

Der Diskant ist bisweilen ein bisschen viel, aber sei’s drum. Zu der sehr guten Bespielbarkeit und dem passabelen Klang gesellt sich eine völlig erträgliche Verarbeitung. Das Griffbrett wurde ein bisschen an den Rändern mitpoliert, wenn man durch das Schallloch schaut, kann man ein wenig unversäuberte Leimungen erkennen. Die Schalllochkante hat leichte Fehlerstellen. Alles Details, die für die Funktion unwichtig sind und deren Wegignorieren sich bei dem Preis von selbst versteht. Die Gitarre hält ihre Stimmung und scheint bundrein. Es zeigt sich eine minimale Okatavunreinheit, aber die fällt in der Praxis nicht auf. Sie reagiert allerdings auf unterschiedlichen Druck auf die Saite sehr stark, was beizeiten den Eindruck erweckt, sie wäre verstimmt. Tatsächlich ist man aber selbst der Übeltäter, man muss sich hier ein wenig Griffdisziplin angewöhnen. So gesehen bringt einem das Brett sogar noch was bei. Guck an, Pädagogik eingebaut.

Ergo censeo: Als Zweitgitarre (Party-, Wander- und Wegwerfgitarre) oder für den Anfänger ein absolut empfehlenswertes Instrument und für den Preis ein absoluter Kracher.

Review – Traditional Rainwear Trenchcoat – oder: Die Jagd nach dem leeren Mantel

Posted in Getestet, smile and look alive on 9. Januar 2011 by Herr Grau

Relativ lange wollte ich jetzt schon einen Trenchcoat haben. Es war für mich klar, dass ich keinen Kurzmantel haben wollte, denn – bei allem Respekt – das ist einfach nichts. Beige ist auch nicht so meine Farbe. Man sollte meinen, dass ein Kleidungsstück, das zu aberhunderttausenden für militärische Zwecke gefertigt wurde und das im Prinzip jeden zweiten Mantel, den man auf der Straße sieht, massiv geprägt hat, irgendwie zu bekommen wäre. Selten habe ich einen größeren Fehlschluss getan. Manufaktum hat seine Linie gecancelt, übrig bleibt nur Burberry. Und für ein Stück Stoff 1500+€ auszugeben, kam für mich nicht in Frage. Ich will gar nicht wissen, wie viel von den Kosten nur auf das Namensschild entfällt.

Ich recherchierte Woche um Woche. Das Internet blieb stumm. Ich war enttäuscht, fast entrüstet, selten hat es mich so im Stich gelassen. Erst durch einen Hinweis in einem kleinen Forum kam ich endlich auf die Lösung meines Problems: Eine Firma in Manchester, die scheinbar auch schon länger für Burberry die Trenchcoats herstellt und auch für etliche andere große Namen Zulieferer spielt, bietet Trenchcoats in Maßkonfektion an. Es handelt sich um Traditional Rainwear Ltd.

Hier ist allein der Link und das Wissen Gold wert. Die kompromisslos klassischen Trenchs können in kurz, mittel und lang gehabt werden, in schwarz, navy, beige oder stone, mit oder ohne herausnehmbarem Innenfutter aus Wolle, in zwei verschiedenen Stoffen und natürlich in jeder Größe. Ein Mantel für Männer kommt dabei für 275£, einer für Frauen für 235£, unabhängig von der Auswahl der Zusammenstellung. Der Versand nach Deutschland kommt mit gerade mal 5£ sehr günstig. Ich musste allerdings eine Kreditkarte organisieren, da man leider nicht per Paypal zahlen kann.

Es dauerte ein paar Wochen, bis das Paket bei mir ankam. Ich will es kurz machen: Die Verarbeitung meines Mantels ist makellos. Er passt hervorragend. Der Stoff ist etwas gröber und starrer, als der eines exakt gleichen Burberrymantels, aber es kann sein, dass der andere angebotene Stoff, das Polycotton, diesem entspricht. Er verfügt aber ebenfalls über die berühmten wasserabweisenden Fähigkeiten der Garbadine-Bindung, ohne beschichtet zu sein.

Mein im Folgenden abgebildeter und freundlicherweise von der adonischen Figur des Autorenkollegen The Tool zur Schau getragener Mantel entspricht den Spezifikationen long, navy, 100% cotton, chest size 44 (was meinem wohlmeinenden Manequin offenbar etwas zu groß ist). Ich habe ein wollenes Futter mitbestellt, das gerade jetzt im Winter schon gute Dienste geleistet hat. Da es heraustrennbar ist, sehe ich nicht, warum man dies nicht tun sollte.

Alles in allem bin ich hoch zufrieden und kann die Firma und ihre Produte nur wärmstens empfehlen.

Traditional Rainwear Limited
1 Harding Street Pendleton
Salford
United Kingdom M6 6WE

E-mail: admin@traditionalrainwear.co.uk
Website: www.traditionalrainwear.co.uk

Probleme des Lebens #12

Posted in Probleme des Lebens on 5. Januar 2011 by Herr Grau

Gefunden in der Zitatesektion der P.M.:

Wenn „Karnevalist“ deine zweitwichtigste Qualifikation ist, hast Du schon sehr gewonnen.
Ich höre schon den Aufschrei der Handwerkskammer. „Hallodri“ wird sofort zum Ausbildungsberuf. Mit Innung.

Neujahrsgruß – „Anlage 1“

Posted in smile and look alive on 1. Januar 2011 by Herr Grau

Als Neujahrsgruß mit eingebauter Prädiktion gibt es ein kleines Stück aus meiner Wenigkeit Feder. Es handelt sich um eine Letterate für zwölf Phnaguffen in pdf-Moll.

Der Titel: “Anlage 1

Worte und Dinge #4

Posted in smile and look alive on 1. Januar 2011 by Herr Grau

Panik ist eine unbegrenzte Ressource.