Khachapuri – Georgische Käsebrotschiffchen

Nicht jeder Hype im Internet ist unbedingt automatisch schlecht. Wenn es um geschmolzenen Käse mit Ei und Brot geht, zählt bei mir plötzlich mit Anlauf nichts anderes mehr, als im Trend zu liegen. In den letzten Wochen poppen an allen Ecken Khachapuri (auch Hachapuri, ხაჭაპური) auf, ein schiffchenförmiges Käsebrot aus Georgien mit einem weichen Ei in der Mitte. Ich meine .. Käse. Brot. Eigelb. Butter. Was soll man dazu noch mehr sagen? Ich weiß nicht, wie man dafür noch Werbung machen soll. Einer dieser Eimer ist übrigens deutlich zu viel für mich gewesen. Man suche sich also einen Freund .. zwecks Verzehr .. und weil Freundschaft.

Ich habe mir einige Teigrezepte angeschaut und dann einen No Knead Teig daraus konzipiert:
Mehlmenge 140g = 130g 405er Weizenmehl, 7g Dinkel Vollkorn, 3g inaktives Backmalz; 4% Salz, 0,2% Trockenhefe (IDY), 45% Buttermilch, 25% Wasser. Vermischen und bei Raumtemperatur 18-24h gehen lassen, dann rundschleifen und erneut 1-2h gehen lassen.

Traditionell wird Sulguni als Käse verwendet, aber erstens bekomme ich den hier nicht und zweitens schwant mir, dass es eher das ist, was in Georgien zur Hand ist, nicht unbedingt das beste für den Job. Ich habe jeweils 80g Feta, mittelalten Gouda und halbfeuchten geriebenen Mozzarella genommen. Ich glaube, eine sehr gute Idee wäre hier auch ein Brie oder Camembert (von Speckwürfeln gar nicht zu sprechen…). Der Käse wird grob gerieben und mit einer Prise Pimenton vermischt. Den Teig ungefähr auf Größe eines DIN A4 Blattes eckig ausrollen, dann werden zwei Rollen aus jeweils einem Drittel des Käses entlang der langen Seiten verteilt und diese eingerollt. Wenn man jetzt die Enden kräftig zusammen drückt und verschließt, sollte man ein Schiffchen vor sich haben. Der restliche Käse wird dann in der Mitte untergebracht und das ganze auf einem eingeölten Backblech oder Backpapier (in letzterem Fall am besten direkt auf dem Backpapier bauen) bei 250°C O/U für ca. 15 Minuten gebacken.

Dann den Käse in der Mitte mit einem Esslöffel herunter drücken und ein Ei hinein schlagen. Noch einmal für drei Minuten in den Ofen stellen – das wichtigste ist, das Ei nicht zu überkochen, es sollte noch deutlich wabbeln, wenn es aus dem Ofen kommt. Bis man das Khachapuri schließlich isst, kocht die Restwärme in dem Brot das Ei noch ein ganzes Stück weiter. Zwei Schnitten Butter im Ei versenken und das ganze mit Salz und Pfeffer bestreuen. Und dann wird das eine in das andere gedippt, dass die Endorphine nur so Partsa tanzen. .. Das ist ein georgischer Tanz. Glauben Sie mir. Ich habe nachgeguckt.

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