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Mixed Feelings – White Russian

Posted in Mixed Feelings on 21. Juli 2009 by Herr Grau

„Careful man, there’s a beverage here!“

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Immerhin ein Cocktail, den jedes Mitglied der Popkultur kennt. Es ist schon fast langweilig zu erwähnen, dass die Cohenbrüder mit der Einführung dieses Drinks als Grundnahrungsmittel des Dudes im ewigen Big Lebowski einen dankenswerten Beitrag zur Trinkkultur geleistet haben. Nicht ganz so trivial ist die Entstehung dieses Gesöffs. Tatsächlich entsprang er nämlich, so ist bei Wondrich nachzulesen, zwei Drinks, dem Barbara und dem Russian Bear. Ersterer gewann Sahne, letzterer Kahlúa, und schließlich umschlangen und durchdrangen sich die beiden Konzepte in einem wunderbaren Tanz der Geschmäcker und bildeten so eine solide Grundlage für jeden Sonntagvormittag. Oder jede andere Zeit an jedem anderen Tag.

Nachdem der Caucasian durch Jeff Bridges erheblich an Popularität gewonnen hatte, fiel er auch sehr schnell im öffentlichen Ansehen wieder, da kaum eine Bar in der Lage scheint, ihn richtig zu machen. Forscht man im Netz nach Rezepten, wird schnell klar, woher die bescheuerten Ideen kommen. Jedem erwachsenen Mann sollten folgende Dinge eigentlich klar sein: Wir halten Kaffeebohnen aus der kostbaren Beverage und wir wollen nicht nur ein bisschen Sahne für die Optik in Fusel tröpfeln (und wir trinken – for that matter – unserer White Russian nie „frisch gezapft“).

Sahne ist zwar sehr lecker, aber es sollte einem bewusst sein, dass zwölf Caucasians mindestens den Nährwert von zwei Scheiben Brot und einer aufgeblasenen Erbse haben. Oder so. Auch hier ist es weise, zu seiner Dudeness zu gucken: Halb&Halb Milch und Sahne ist eine tolle Idee, auf diese Weise kann man gewissenlos doppelt so viele in der selben Zeit trinken. The Dude abides.

How To White Russian:

1. Je gleiche Teile Vodka, Kahlúa, Sahne und Milch in einen Shakerbecher geben

2. Eis hinzufügen

3. Mächtig schütteln

4. In ein eisgefülltes Rocksglas strainen

5. Drink. Repeat.

Genusspotential:

Diese Suppe ist eine geniale Erfindung. Ob am Abend zwischen zwei völlig anderen Cocktails oder als Monokultur für einen gediegen relachsten Urlaubstag, ob im Winter oder Sommer, fehl am Platze ist er irgendwie nie, schmecken tut er irgendwie immer. Und die Tatsache, dass in 100ml Drink 500 kcal stecken, können wir auch voll und ganz toll finden. So spart man sich das lästige Beschaffen von Essen und baut körperlich schon mal vor – falls der Russe kommt.

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At least one Cocktail every member of the so called pop culture knows. It’s almost boring to repeat that by making this drink the basic nutriant for the Dude in the ever present Big Lebowski the Cohen brothers realy made a worthy contribution to drinking culture. Not as trivial is the genesis of the Cocktail. It actualy originated – so says Wondrich – from two different drinks, the Barbara and the Russian Bear. The first one gained cream, the second one Kahlúa and finaly they embraced and percended each other in wonderful dance of tastes, forming the solid base for a sunday forenoon. Or every other time of every other day.

After the Caucasians gained massive popularity through Jeff Bridges, it almost instantly decreased again because nearby no bar seams to be capable of mixing it decently. As soon as you begin searching the net for recipes, you realize where these stupiditys come from. Every adult man should know these things by nature: We keep coffee beans out of the precious beverage and we don’t only want to dripple in some cream for optics.

Cream is very delicious indeed, but you should be aware that twelve Caucasians have the nutrient content of two slices of bread and one oversized pee. Or something. Here – too – it is wise to look over to his Dudeness: Half&Half Milk and Cream is a great idea, this way you can guiltlessly drink twice as many in the same amount of time. The Dude abides.

How To White Russian:

1.  Pour equal parts of vodka, Kahlúa, cream and milk in your shaker tin

2. Add ice

3. Shake well

4. Strain into an ice filled rocks glass

5. Drink. Repeat.

Enjoyabilitential:

The soup is one hell of an invention. Whether you drink it in the evening between two different cocktails or use it monocultural on a relaxed day off, whether winters or summers, there is no wrong place for it and it somehow always tastes good. And the fact that 100ml (3 oz) of this drink contain about 500 kcal cannot bother us, we think it’s great! At least it cuts out the necessity of organizing food and prepares your body very well – for when the Russian comes.

Mixed Feelings – Elephant Joe

Posted in Mixed Feelings on 16. Juli 2009 by Herr Grau

In meiner Suche nach dem ultimativen erfrischenden Drink bin ich einen Schritt weiter. Hier ist, was ich „Das Daquirí-Problem“ nenne:

Für einen frischen Geschmack braucht es Zitrussäfte. Um diese auszubalancieren, braucht es Zucker. Der dabei entstehende Sour Mix hat einen guten Geschmack, aber ein sirupartiges, substanzielles Mund- und Rachengefühl, es schmeckt einfach zu schwer und klebrig. Dieses Problem findet sich vor allem im Daiquirí, der gemeinhin eigentlich als sehr erfrischender Drink gilt. Ein bisschen besser macht es der nahe Verwandte des Daiquirís, der Mojito. Der Drink wird mit Wasser verdünnt und nutzt gemuddlete Minze, um noch eine zusätzliche Frischekategorie hinzuzufügen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber ich war noch nicht wirklich zufrieden mit dem Mojito. Erst einmal ist er mir normalerweise viel zu minzig. Wenn ich ihn selber mache, kann ich die Minze reduzieren, aber in jedem anderen Fall bekomme ich etwas, was mehr an die Füllung eines After Eights als an einen erfrischenden Drink erinnert. Außerdem wird der Drink zwar mit Wasser verdünnt, aber es reichte nicht, um das Konsistenzgefühlproblem zu lösen. Würde man allerdings noch mehr Wasser zugeben, dann erhielte man ab einem gewissen Punkt einfach nur eine verwässerte, geschmacklose Suppe. Die Grenzen sind eng gesteckt.

Während ich mich nichtsahnend in die Welt der Fizze hinein trank, stolperte ich vollkommen zufällig über eine Lösung, auf die ich aus dünnen Luft heraus wohl nicht gekommen wäre: Eiweiß.

Der Silver Fizz und mein besonderer Lieblinksdrink, der Ramos Gin Fizz, enthalten Eiweiß, das einen wunderbaren Effekt hat. Es eliminiert die gesamte sirupartige Textur und reduziert in einem Waschgang auch noch den Alkoholgeschmack, sodass nur die floralen und herbalen Noten des Gins übrig bleiben. Irgendwie kommt dabei ein großartiger Drink rum, fluffig, leicht und faszinierend einfach zu trinken.

So. Ein Collins ist ein Fizz auf Eis. Was ist dann ein Silver Fizz mit Eis? Dieser Drink ist ein Bastard zwischen einem Mojito und einem Silver Fizz, der Collins spielt. Klar soweit?

How to summon the Elephant Joe:

1. 30ml frisch gepressten Zitronensaft und 40ml simple Syrup in das Mixglas geben

2. 45ml Gin dazu geben (Plymouth funktioniert besonders gut)

3. Ein Eiweiß dazu

4. ~ 2 Minzblätter hinein werfen

5. Shaken, Eis zufügen, noch einmal sehr kräftig shaken

6. In ein eisgefülltes 0,4L-Glas feinstrainen und mit hoch carboniertem Mineralwasser toppen.

Ich muddle die Minze nicht. Wir sind hier nicht auf der Suche nach der superextremen, grenzerfahrungsmäßigen Minzexplosion. Wir wollen lediglich einen subtilen Minzgeschmack, in etwa genauso intensiv wie alle anderen Geschmacksnoten auch. Also gebe ich einfach ein paar Minzblätter mit in den Shaker und shake sie mit. Wenn man sehr gute, intensive Minze hat, braucht man vermutlich nur zwei Blätter oder so was. Meine Supermarktminze ist allerdings nicht so intensiv.

Genusspotential:

In tendiere dazu, es mit Jay Hepburn von OhGosh! zu halten und die Kreation neuer Cocktails eher den Profis zu überlassen. Und sollte ich mal etwas selber mixen, dann ist mein Urteil über meine eigene Arbeit relativ hart. Dieser Drink ist wirklich gut. Es ist keine Neuerfindung des Rades, nicht furchtbar kompliziert und im Prinzip nur eine Fusion von drei Grundkonzepten, aber ich suche nach einem guten Drink, nicht nach einem möglichst großen Haufen prätentiöser Scheiße. Bis ich über den nächsten Schritt auf dem Weg zum perfekten erfrischenden Drink stolpere, ist dieser meine Lege Artis Lösung™ für das Daiquirí-Problem.

P.S. Bitte fragt mich nicht, wie ich auf den Namen gekommen bin. Es war spät in der Nacht und ich hatte schon vier Cocktails drin. Ich kann mich an den Wortfindungsprozess nicht mehr erinnern. Aber es klingt definitiv besser als Silver-Collins-Fizzjito. Ich mag den Namen. Punkt.

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I have progressed one step in my search for the ultimate refreshing drink. Here is the issue, which I call „The Daiquirí Problem“:

For a fresh flavor you need citrus juices. To balance those out you need sugar. The resulting sour mix has a nice taste, but a certain sirupy, substancial mouth- and throat feel that is just too heavy and sticky. This is a problem for example found in the Daiquirí, which is commonly referred to as a very refreshing drink. A little better is the close relative of the Daiquirí, the Mojito. It dilutes the drink further with water and uses muddled mint to add another fresh category to it. It is a step in the right direction, but somehow I wasn’t perfectly pleased with the Mojito. Firstoff it usualy is too minty for me. Making the drink myself, I can reduce the amount of mint, but in any other case I get a drink that feels more than the filling of an After Eight than a refresher. In addition to that, although it was diluted further, I still wasn’t happy with the consistency feeling. But: If you add more water, the drink at some point becomes a watery, flavorless mess. There is just so much you can do.

Exploring the world of the Fizzes, I stumbled over a solution by accident, of which I would have never thought of on my own: Egg white.

The Silver Fizz and specificly my pet drink, the Ramos Gin Fizz, feature egg white, which does an amazing thing. It takes away all the sirupy texture and it reduces the alcoholic taste just leaving you with the floral and herbal component of the gin. This somehow creates an awesome drink, making it floffy, light and fascinatingly easy to drink.

Now, a Collins is a Fizz with ice in it. But what is a Silver Fizz with ice? This drink is a bastard somewhere in between a Mojito and a Silver Fizz, that playes Collins. Comprehende?

How to summon the Elephant Joe:

1. Pour 1 oz freshly sqeezed lemon juice and a 1 ¼ oz simple syrup in your mixing glass

2. Add 1 ½ oz gin (Plymouth works especially well)

3. Add one egg white

4. Put in ~ 2 mint leaves

5. Shake dry, put ice in, shake very well

6. Fine strain into a ice filled 14 oz collins glass, top off with seltzer water

I do not muddle the mint. We don’t search for the overwhelming, life changing seas-roar-and-mountains-crumble mint explosion. I only want a realy subtle layer of flavor, being about as intensive as every other one of the flavors. So I just put a few mint leaves in the shaker and shake it with the mixture. If you have a very intense, good mint, you might only need two leaves or so. Our super market mint isn’t that intense whatsoever.

Enojyabilitential:

I tend to agree with Jay Hepburn of OhGosh! in leaving the creation of new drinks mostly to the professionals and if I make something myself, I’m quite hard on my own creations. This drink is realy good. It is nothing too inventiorous and complicated, just melting together three basic concepts, but I want a good drink, not pretencious shit. Untill I come up with another step in making a drink more refreshing, this is my Lege Artis Solution™ for the Daiquiri Problem.

P.S. Please don’t ask me how I came up with the name. It was late night and I had drunk four cocktails. It is totaly beside me, I cannot recall it. But it’s easier on the ears than Silver-Collins-Fizzjito. I like the name. Period.

Mixed Feelings – Martini

Posted in Mixed Feelings on 13. Juli 2009 by Herr Grau

„Right now my man-servant Trapper is mixing me a Martini. He makes them beautifully. He made me an especally dry one last night, but it blew away. Your recipe is four to one, is it not?“

„Five to one actualy. Five parts gin and one moment silence for the vermouth.“

„Thank you. I’m sure our listeners found that boring without actualy being interesting at all.“

„No trouble.“

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Diese schöne Szene entstammt M.A.S.H. und ist nur eine von vielen der Filmgeschichte über diesen Cocktail. Er war zwischenzeitlich so ubiquitär, dass das Cocktailglas, in dem er neben vielen anderen Drinks serviert wurde, bei Vielen nur noch „Martini-Glas“ heißt. Inzwischen ist die Gemeinde der tatsächlich Martini-Trinkenden rapide geschrumpft und von dem Drink hauptsächlich der Mythos übrig. Es handelt sich um ein sehr einfaches Konzept und gerade deswegen ist es so ein Problem.

Da stellema uns janz dumm und fraren: Wat issene Martini?

Ne Martini is ne jroooße, eisjefüllte Rührglasss. In de eine Loch jeht Wermut und Gin rein, und ausde selbe Loch kommt de Martini wieder raus. Allet Weitere lernema später.

Das und nichts anderes ist ein Martini. Ein Dry Martini mit französischem (hellem) Wermut, ein Sweet Martini mit italienischem (rotem) Wermut, jeweils gemischt mit einem Dry Gin und idealerweise abgebunden mit einem Dash Orange Bitters.

Bond hat gleich zweierlei Dummheiten in diese Welt eingeführt: Vodka und Schütteln. Ein so genannter „Vodka-Martini“ ist nichts als sau kalter Vodka. Wermut ist darin nicht mal erwünscht. Jetzt mal ehrlich, kalter Vodka ist kein Cocktail, sondern kalter Vodka. Wer das will, soll die Eier haben, das so zu bestellen und sich nicht hinter einer Martini-Perversion verstecken. Das Schütteln ist einfach unangebracht, da die Suppe dadurch milchig wird und dadurch das optische Erlebnis zerstört. Schütteln kann man alle Drinks, deren Zutaten sie sowieso undurchsichtig machen.

Ein anderer Aberglaube ist, dass der Martini besser ist, je weniger Wermut er enthält. Unser Zitat steht ganz in der Tradition Churchills, für den laut eigenen Angaben in die Martiniherstellung nur noch der sporadischen Blick zur Wermutflasche gehörte. Wenn überhaupt. Das Konzept, ihn In&Out (das Glas bzw. Eis wird mit Wermut benetzt und der dann ausgegossen) zu ordern ist immer noch recht gängig und das Verhältnis von 4 oder 5 zu 1 ist im Moment Konsens. Erst neuerlich kommt wieder etwas Bewegung in die Sache: Audrey Saunders vom Pegu Club serviert 1:1-Mischungen, David Wondrich vom Esquire ist angetan. Ob das genug ist, um die Fangemeinde, nur noch klein und hart in ihren Ansichten, zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass man sich bei der Auswahl des Verhältnisses nicht an Klischees orientieren sollte, vielmehr steht der persönliche Geschmack im Vordergrund. Vom In&Out über das gängige 5:1 und 4:1 bis zum 2:1 und schließlich 1:1 sollte man alle mal probieren, um mal selber festzustellen, wo beim Ziegenbock der Honig hängt.

Wir haben also festgestellt: Gin. Wermut. Mit Eis rühren. Mit Orange Bitters abbinden. Verhältnis geschmackssache.

Damit ist auch alles gesagt, was zu dem Thema zu sagen ist.

Bis auf drei kleine Tipps:

1. Cocktailglas vorkühlen. Der Drink lebt von seiner Kälte. Also entweder das Glas frosten oder als allererstes vor dem Mixen einige Eiswürfel hineingeben und mit Wasser auffüllen. Natürlich muss der Kram wieder raus, bevor der Drink da rein kann.

2. Rührglas kaltrühren. Ein warmes Mixglas erzeugt mehr Schmelzwasser als gewünscht, ohne dabei den Drink zu kühlen. Also Mixglas mit Eiswürfeln füllen und etwa zehn Sekunden rühren. Überschüssiges Wasser ausgießen.

3. Das Schmelzwasser ist eine wichtige Zutat des Martinis! Gin und Wermut sollten daher Raumtemperatur haben und das Rühren sollte weder zu kurz noch zu lang passieren. Zwanzig Sekunden sind ein guter Richtwert, wie ich denke.

Ich? Ich trinke meinen gerne als 2:1 Sweet Martini with a Twist, also mit einer Zitronenzeste. Aber jeder nach seiner Façon.

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This nice quote originates from M.A.S.H. and is only one of many in cineastic history concerning this cocktail. At some point the drink was so ubiquitary that the cocktail glass, in which it was served besides many other cocktails, is only known as the „Martini Glass“ with some people. Over the years the community of the actualy Martini drinking people decreased rapidly, leaving mostly nothing but the myth behind. It is a very simple concept actualy and it seems that it is why there are so many problems.

Now what exactly is a Martini?

A Martini is nothing but vermouth and dry gin. French (white) vermouth for a Dry Martini, Italian (red) vermouth for a sweet one. Ideally finished of with a dash of Orange Bitters.

Bond has introduced two stupiditys to this world at once: Vodka and shaking. A so called „Vodka-Martini“ is nothing but stunningly cold vodka. Vermouth is not even desired. Truth to be told, cold vodka is not a cocktail, it’s cold vodka for crying out loud. If you want that, have the guts to ask for it, don’t hide behind a Martini-perversion. The shaking is inadequate since it’s making the liquid cloudy thereby destroying the nice look of the drink. You can shake every drink which ingrediants already make it untransparent.

Another superstition is that a Martini would be better the lesser vermouth you use. Our quote is right in line with Churchill, who was known to say that his making of a Martini only consisted looking at a bottle of vermouth across the room. If at all. The concept of ordering it In&Out (only coating the glass or the ice with the vermouth and disposing of the rest) is still well established and the common consensus calls for a ratio of 4 or 5 to 1. It is only very recently that a little fresh wind has been blown in: Audrey Saunders of the Pegu Club serves 1:1-mixtures, David Wondrich of Esquire approves. If this is enough to shake up the little and hard thinking fan base of the Martini seems unlikely, we’re yet to wait and see. It’s a fact though that you shouldn’t depend your choice on clichés but on your personal taste. From the In&Out over 5:1 and 4:1 to 2:1 and at last even 1:1 you should try out everything to discover what makes your guts roar best.

Well, we established as follows: Gin. Vermouth. Stirr with ice. Add a dash of Orange Bitters. Ratio is up to you.

That is everything there is to say on this matter.

Everthing but three little tipps:

1. Prechill the glass. The drinks lives of it’s coolness. Either you frost the glass or you put in some ice cubes and water in the glass beforehand. Naturaly, you have to remove this before straining in the drink.

2. Stirr your mixing glass cold. A warm mixing glass creates more melting water without cooling the drink. So you put your ice in the glass and stirr dry for about ten seconds. Then you dispose the melting water.

3. The melting water is actualy an imporant ingrediant! Gin and Vermouth should therefore have room temperature and the stirring should be neither too short nore to long. 20 seconds is a good guideline, I think.

Me? Oh, I like to drink mine as a 2:1 Sweet Martini with a twist, means a lemon zest. But like ol‘ King Friedrich II. said: „Jeder nach seiner Façon.“, means: Everyone as he pleases.

Mixed Feelings – Gimlet

Posted in Mixed Feelings on 10. Juli 2009 by Herr Grau

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Der Gimlet ist ein sehr alter Drink, er wurde wohl von Matrosen der englischen Marine entwickelt, die ihre Ginration mit Limettensaft kombinierten, vermutlich um das Leben und den Gin gleichermaßen erträglicher zu machen.

Es gibt verschiene Rezepte. Klassischerweise wird wohl Limettensaft zu Gin 1:1 gemischt. Ebenfalls wird er in einem Cocktailglas serviert und auch nicht auf crushed Ice, sondern ganz ohne Eis im Glas. Viele schreien nach Rose’s Limejuice in dem Rezept.

Ich habe mich bei der von mir getesteten Variante auf den Cocktailnerd und seine Version zurückgezogen, da sie großen Zuspruch erhalten hat und ich nicht denke, dass in den Gimlet Zucker gehört, denn das würde ihn zu einem Gin-Daiquirí machen.

How To Gimlet:

1. 3 Teile Gin und 2 Teile Limettensaft in ein Rocks-Glas geben

2. Umrühren und mit crushed Ice auffüllen

3. Ein paar mal rühren, dann ein paar Minuten stehen lassen

4. Strohhalm rein und trinken

Genusspotential:

Die einschlägigen Verdächtigen überschlugen sich in ihren Elogen über diesen Cocktail nur so. Ich habe dazu eine Sache zu sagen:

Es ist Gin mit Limettensaft. Saurer Gin. Grandios.

Das hat nicht die Schönheit der Simplizität, das ist nicht erfrischend, das ist einfach nur sauer und alles in allem eine vollends beschränkte Idee. Ich hab nach dem halben Ding das ganze mit simple syrup zu einem Daiquirí umgeschraubt, damit der Apparat nicht verkommen musste, im Wissen, dass Rose’s Lime Juice ebenfalls stark gesüßt ist.  Weißer Rum macht sich allerding zugegebenermaßen immer noch ein ganzes Stück besser in diesem Konzept.

Nicht zu empfehlen.

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The gimlet is a pretty old drink, apparently invented by sailors of the British navy who combined their gin rations with lime juice, supposably to make the gin as much as life more bearable.

There are a lot of recipes out there. Classicly gin is mixed with lime juice in a 1:1 ratio. It too would be served in a cocktail glass and not on crushed ice, but without ice in the glass at all. Many people demand the use of rose’s lime juice in this specific recipe.

In my variant I totally relied on Cocktailnerd and his recipe, because it got a lot of good feedback. I too don’t think that there should be sugar in the gimlet, because that would make it a Gin-Daquirí.

How To Gimlet:

1. Pour 3 Parts gin to 2 parts lime juice in a rocks glass

2. Stir, fill up with crushed ice

3. Stir a few times and let it sit for a couple of minutes

4. Put a straw in and drink

Enjoyabilitential:

The common subjects can’t get enough praising this drink. I have only one thing to say in this matter:

It’s a gin with lime juice. Sour gin. Awesome.

This has nothing to do with the aesthetics of simplicity, it’s not refreshing, this is plain and simply sour and all in all just a dumb idea. After making it halfway through the drink, I saved the rest by measuring in simple syrup, reconstructing it to a Daiquirí, knowing that Rose’s Lime Juice is actualy very sweet. By the way, white rum still works a whole lot better in this concept.

Not recommended.

Mixed Feelings – Daiquirí

Posted in Mixed Feelings on 9. Juli 2009 by Herr Grau

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Der Daiquirí ist neben dem Magarita der Drink, der am meisten durch „Frozen“-Varianten bastardisiert worden ist. Bekannt geworden ist auch dieser Drink durch Ernest Hemingways unstillbaren Durst, den er im El Floridita in Havanna auszuleben geruhte. Barhüterich Constantino Ribalaigua baute so schmackhafte Cocktails, dass unserem Lieblingsliteraturnobelpreisträger gar nichts anderes überig blieb, als sich dort wochenlang mit dem schmackhaften Stöffchen zu befüllen. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass andere bereits vorher die hiesigen Zutaten Zucken, Limette und Rum gemischt haben und der Drink nicht im El Floritida erfunden wurde.

Ich habe mein Rezept von Angus Winchester und halte es unter inzwischen einigen probierten für das am besten ausbalancierte.

Das Originalrezept ist natürlich mit cubanischem Rum (z.B. Havanna Club 3 Jahre) und crushed Ice. Ich nehme inzwischen Appleton White und normales Eis, da hier das crushed Ice den Prozess nur beschleunigt und dieser Zeitgewinn geht durch das Crushen wieder flöten.

How To Daiquirí:

1. Ein Cocktailglas mit Eis und Wasser vorkühlen

2. 30ml frisch gepressten Limettensaft in den Shakerbecher pressen und eine ausgepresste Limettenhälfte auch hineinwerfen

3. 30ml simple Syrup dazu

4. 60ml weißen Rum hinzugeben

5. Viel Eis dazu

6. Kräftig shaken

7. Glas ausleeren und Drink hinein feinstrainen

8. Trinken

Genusspotential:

Der Daiquirí ist fraglos ein sehr leckerer Cocktail, aber er hat so seine Probleme. Seine unverdünnte, sirupartige Textur macht es für mich immer nötig, ein Glas Wasser nebenbei zu trinken, um meinen Rachen wieder frei zu bekommen. Ich werde in einem späteren Artikel auf diese von mir nach diesem Drink „Daiquirí-Problem“ genannte Zwickmühle umfassender eingehen. Der Daiquirí ist und bleibt aber ein Klassiker, der nicht zuletzt seiner puristischen Schönheit wegen nie eine schlechte Idee ist.

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The Daiquirí is besides the Magarita the one cocktail that has suffered most by being bastardized to „frozen“ versions. The drink too got famous due to Ernest Hemingsways insatiable thirst which he used to live out in the El Floridita of Havanna, Cuba. Barkeep Constantino Ribalaigua is said to have made so delicious cocktails that our favourite Nobel Price winner basicaly had no other choice than filling himself up with the good soup for weeks. Thou mayeth consider it given though that the drink was not invented in that etablissment, because somebody will definitly have mixed the local goods sugar, lime and rum before.

I’ve gotten my recipe from Angus Winchester and consider it – after some good testing – to be the on which is balanced best.

The original recipe of course calls for cuban rum (z.B. Havanna Club 3 Anos) and crushed ice. I’ve come to use Appleton White again. And I use usual full ice cubes, because the crushed ice only speeds up the process and this saved time annulates itself due to the time the crushing needs.

How To Daiquirí:

1. Prechill a cocktail glass with ice and water

2. Freshly squeeze 1 oz of lime juice into your shaker tin and throw in one of the lime hulls

3. Add 1 oz of simple syrup

4. 2 oz of white rum go in there, too

5. Add lots of ice

6. Shake strongly

7. Empty the glass and fine strain the drink in

8. Drink

Enjoyabilitential:

Without question the Daiquirí is a very delicious cocktail. But. It has it’s issues. It’s undiluted, syrupy texture makes it necessary for me to always have a glass of water to drink aside to clear up my throat. In a later article I will specifialy write about this, which I have christened „The Daiquirí Problem“. Nevertheless the Daiquirí is a classic, which is always a good idea and not only due to it’s simplicistic beauty.

Mixed Feelings – Rum and Coco

Posted in Mixed Feelings on 8. Juli 2009 by Herr Grau

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David Wondrich, Autor von Imbibe! und Fachkraft Ressort Alkohol des Esquire Magazine, empfahl mit großer Begeisterung ein lokales karibisches Getränk aus Rum und Kokoswasser. Kokoswasser ist der Inhalt der noch grünen, s.g. Trinkkokosnuss. Es ist im Gegensatz zur Kokusmilch durchsichtig, wässerig und schmeckt nur etwas substanzieller als Wasser, leicht nussig und mit einem Hauch von Säure. Im Normalfall hat der Herr Wondrich einen ziemlich guten Geschmack, also hab ich mir vom Teegut eine Trinkkokosnuss besorgt, aufgemeißelt und habe losgelegt.

How To Rum&Coco:

1. Collinsglas mit Eiswürfeln füllen.

2. 1 Teil Rum zu 2 Teilen Kokoswasser eingießen

3. Rühren

4. Trinken

Genusspotential:

Ich war baff. Der Drink schmeckt echt mies. Der zarte Geschmack des Kokoswassers geht, im Nachhinein irgendwie verständlich, vollkommen im Rum unter. Was am Ende übrig bleibt, ist kalter, verdünnter Rum.

Nicht zu empfehlen.

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David Wondrich, author of Imbibe! and writer on Mixology for Esquire Magazine, enthusiasticaly recommended a local caribbean beverage consisting of rum and coconut water. Coconut water is the content of the green, so called drinking coconut. In contrast to coconut milk, it is clear, watery and just marginally more substancial than water, providing a light nutty flavour and a very slight tartness. Usually Mister Wondrich has got a realy good taste, so I organized myself a green coconut and got it going.

How to Rum&Coco:

1. Fill collins glass with ice

2. Pour in one part rum to two parts coconut water

3. Stir

4. Drink

Enjoyabilitential:

I was supprised. The drink really sucks. The delicate flavor of the coconut water, pretty obviously in retrovision, get completely lost under the rum. What you end up with is cold, diluted rum.

No recommendation.

Mixed Feelings – Mojito

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Ach ja, der Mojito. Dem Ernst Hemmweg sein ganz persönlicher Lieblingscocktail. Neben dem Daiquirí natürlich. An und für sich sind sich die beiden Cocktailien auch recht ähnlich, doch während der Daiquirí sich mehr auf das Aroma der Limetten konzentriert, baut der Mojito mehr in Richtung leicht und frisch, indem er Minze implementiert und das ganze mit Mineralwasser verdünnt.

Es gibt eine Bewegung unter Cocktailbloggern, die dazu aufruft, nicht in einer geschäftigen Bar einen Mojito zu bestellen. Ich finde das Blödsinn. Ich möchte die Säfte für meine Cocktails am liebsten frisch gepresst sehen, ich will ihn gescheit kalt geshakt oder gerührt haben, da ist das 10 Sekunden Minze ausdrücken auch keine Überforderung, oder kurz: Ein Mojito braucht nicht kürzer oder länger, als jeder andere sorgfältig zubereitete Cocktail auch. Mit Ausnahme des Ramos Gin Fizz vielleicht… Ich halte es hier wie mit dem Restaurant, in dem das Essen zu lange braucht, „weil so viel los ist“. Wenn man mich mit solchem Bockmist konfrontiert, kann selbst ich friedlicher Mensch auch mal etwas zänkisch werden. Wenn ein Restaurant eine bestimmte Anzahl Menschen nicht in angemessener Zeit abfertigen kann, dann muss es sich mit weniger Kunden zufriedengeben und weniger Gedecke legen. So und nicht anders. Das selbe gilt für eine Bar.

Eigentlich wird der Mojito mit braunem Zucker zubereitet und teilweise wird crushed Ice verwendet. Ich finde beides unnötig. Crushed Ice zerstört die Carbonierung des Wassers (große Oberflächen und so), der kristalline Zucker macht nur das verhasste Knuspern im Mund.

How To Mojito:

1. 30ml simple Syrup in ein Collinsglas gießen

2. 30ml Limettensaft pressen und dazu schütten

3.  Nach Geschmack Minzeblätter hinein geben

4. Feinfühlig mit einem runden Holzstab (bitte keine gezackten Muddler) die Minze ausdrücken. Wir wollen sie nicht passieren, nur leicht drücken.

5. Mit Eiswürfeln auffüllen

6. Weißen Rum dazugeben, etwa 2/3 des Glases vollmachen

7. Kräftig rühren

8. Mit stark carboniertem Mineralwasser auffüllen

9. Trinken

Genusspotential:

Der Mojito ist lecker und erfrischend, vorrausgesetzt man mag Minze. Ich mache ihn eher mit sehr wenig Minze, sodass es nicht schmeckt, als lutschte man gerade das Innere eines After Eights aus. Aber suum cuique. Korrekt zubereitet handelt es sich um einen guten Drink für jede Gelegenheit, der entgegen der landläufigen Meinung flott gemacht ist und einem vor allem im Sommer viel Freude bereitet.

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Ah, well, the Mojito. Ernest Hemingway’s own personal super-favourite drink. Besides the Daiquirí of course. The two cocktails are actually very much alike, but whilst the Daiquirí focusses more on the lime flavour, the Mojito goes more down the light and fresh road, using mint and diluting everything with seltzer water.

There is a movement in the cocktail blogger scene which demands that you shouldn’t order a Mojito in a busy bar. I think that is stupid. I’d like the juices for my drink freshly squeezed, I want it shaken or stirred until properly cold, so the additional 10 seconds for muddling the mint aren’t that big a deal nomore. Short & dirty: A Mojito doesn’t take shorter or longer than every other decently prepared cocktail. Excluding the Ramos Gin Fizz, I suppose… I am thinking of this in the same way as of the restaurant in which the food takes too long „because it’s so busy“. If you confront me with such horse crap, even I, being a very peaceful guy, can get a little crancy. If a restaurant can’t cope with that amount of customers, they have to reduce their tables. It’s that easy. The same goes for a bar.

The Mojito is usually prepared using brown sugar and crushed Ice. I believe both of it to be unnecessary. Crushed Ice destroyes the carbonation (great border surface…) and crystal sugar just gives you the possibilty of the special „crunsh factor“ that we all like so much. Not.

How To Mojito:

1. Pour 1 oz simple syrup into a Collins glass

2. Add 1 oz of freshly squeezed lime juice

3.  Put in your mint leaves, as much as you like

4. Gently squeeze the mint with a round wooden muddler. Please don’t use jagged muddlers. We don’t want to make a paste here! Be gentle, it doesn’t take long.

5. Fill up with ice cubes

6. Fill the glass two thirds of the way up with white rum

7. Stir well

8. Top of with highly carbonated water

9. Drink

Enjoyabilitential:

The Mojito is tasty and refreshing, given that you like mint. I make mine with very little mint, so it doesn’t taste like sucking out an After Eight. But suum cuique. Correctly prepared it is a great drink for every opportunity, which is, other than common talk suggests, made very quickly and a lot of fun, especially in the summer time.

Mixed Feelings – Ramos Gin Fizz

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Aus dem New Orleans der vorletzten Jahrhundertwende stammt dieser von Henry Ramos entwickelte Drink. Bis zur amerikanischen Prohibition war das Rezept ein wohl gehütetes Geheimnis und ein wahrer Kassenschlager. Die Geschichte, dass der Barbesitzer zum Carneval 1913 zweiunddreißig „Shakerboys“ (damals noch kein gay getünchtes Wortgut) engagierte und trotzdem mit den Cocktails nicht nachkam, ist unter den Liebhabern des Drinks wohl bekannt. Die Zauberformel wurde von dem vernünftigen Ramos nach dem Alkoholverbot veröffentlicht, auf dass es nicht verloren ginge. Man kann diese Idee nur als großartig und humanistisch bezeichnen. Trotzdem geriet der Drink mehr und mehr in Vergessenheit und wurde erst in den letzten Jahren von den umtriebigen Cocktailenthusiasten wiederentdeckt.

Ich habe mein Rezept von Chris McMillan des Ritz-Carlton New Orleans übernommen. Viele im Internet kursierende Rezepte sind quatsch, zu sauer oder enthalten zu wenig Sahne. Damit der Drink nicht nur durchschnittlich, sondern großartig wird, muss die Zubereitung sehr genau stimmen. Salmonellen werden übrigens durch den Alkohol zuverlässig abgetötet. Ursprünglich verlangt das Rezept 12 Minuten shaken. Ich shake etwa eine Minute vor, nach der Eiszugabe shake ich so lange, bis das Shakerglas zu kalt zum Halten wird. Den Metallteil greife ich durch ein Küchenhandtuch. Eine Zugabe einiger Tropfen Vanilleextrakt, wie es Herr McMillan praktiziert, steht bei mir in Ermangelung des Substrats noch aus.

How To RamosGinFizz:

1. 45ml Gin in einen Shakerbecher gießen

2. Ein Eiweiß hinzugeben

3. 15ml Limettensaft und 15ml Zitronensaft frisch pressen und zugeben

4. 30ml simple Syrup dazu (ich nehme etwas mehr, 35-40ml)

5. 2 bis 3 Tropfen Orangenblütenwasser zugeben

6. 60ml Sahne dazu gießen

7. Kräftig shaken

8. Eis zugeben

9. Noch viel kräftiger shaken

10. In ein großes Collins-Glas strainen und mit sehr stark carboniertem Sprudel auffüllen

11.  Vorsichtig kurz umrühren

12. Trinken

Genusspotential:

Na, das ist mal ein unglaublich leckerer Trunk. Fluffig, samtig, weich, leicht citrussig-süßlich mit leckeren Gin-Noten, ohne dabei alkoholisch oder zu wacholderig zu schmecken. Und trotz einiger Sahne leicht und erfrischend. Kurz: Einer meiner absoluten Lieblingsdrinks. Interessanterweise mag ich nicht unbedingt mehrere nacheinander.  Ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Aber einer? Immer.

Der Aufwand ist recht hoch, aber der fleißige Arbeiter wird mit einem der weltbesten Cocktails belohnt.

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This drink hails from the New Orleans of the next to last turn of century. It was a well protected secret of it’s inventor Henry Ramos until the prohibition and it was a real blockbuster. The story, that for the carnival 1913 Ramos hired thirtytwo “shakerboys” (in these days it hadn’t had gay connotations yet) and still couldn’t keep up with the demand, is well known with those, who love this drink. The magic formula was published by the wise Mr. Ramos when prohibition hit so it wouldn’t get lost. You only can appreciate this move with all your heart, call it grand and humanistic. Nevertheless the popularity of the drink decreased dramatically over the years and has just very recently been rediscovered by cocktail enthusiasts.

I got me my recipe from Chris McMillan of the Ritz-Carlton New Orleans. Many recipes published in the internet are plain wrong, too tart or contain to little cream. To redeem the drink from being average and sublimate it into being totally awesome, the preparation and measures have to be very precise. Salmonella, by the way, are killed reliably by the alcohol. Originaly the recipe calls for 12 mintutes of shaking. I shake the mixture dry for about a minute and continue shaking after adding the ice until the glass is too cold to touch. The metal part of the shaker I grab through a kitchen towel. Mr. McMillan adds a few drops of vanilla extract, which I’m definitely going to try, but I currently lack of the desired substract.

How To RamosGinFizz:

1. Pour 1 ½ oz gin into shaker

2. Add one egg white

3. ½ oz lime- and ½ oz lemonjuice – freshly squeezed! – go in there too

4. Add 1 oz of simple syrup (I use a hint more, about 1 ¼ oz)

5. Put in 2 or 3 drops orange flower water

6. Get 2 oz of heavy cream in there

7. Shake viciously

8. Add ice

9. Shake even stronger

10. Strain into a collins glass and top off with a bit of highly carbonated seltzer water

11. Stir briefly and careful

12. Drink

Enjoyabilitential:

Well, if this isn’t an incredibly tasty beverage! Fluffy, velvety, soft, with a light citrus-sweet touch and yummy gin flavor without tasting alcoholic or having the juniper taking over. And despite the cream it’s very light and refreshing. In short form: One of my favourite drinks. Quite interesting that I don’t necessarily like too many of them in a row. I can’t quite put my finger on it why. But one? Always.

The effort is quite high, but the brave little worker will be rewarded with one of the world’s best cocktails.

Mixed Feelings – The French 75

Posted in Mixed Feelings on 6. Juli 2009 by Herr Grau

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French 75 war die amerikanische Bezeichnung für das leichte französische Feldgeschütz Canon de 75 modèle 1897, das vor allem während des ersten Weltkriegs Verwendung fand und die französische Antwort auf die sich stark verändernde Kriegsführung und Waffentechnik war. Unter Oberstleutnant Deport wurde 1892 von den fortschrittsscheuen Franzosen also endlich ein – hier besann man sich vermutlich älterer französischer Traditionen – Hinterlader konstruiert, der technisch erstaunlich innovativ war und womit sie am Ende auch den ersten Weltkrieg bestreiten mussten.

Der French 75 ist gleichsam die französische Antwort auf die geänderte Getränkeführung der amerikanischen Bars und damit eine der wenigen Kontributionen dieser Nation zu der modernen Trinkkultur, die nach 1900 entstand. Eingeführt wurde der Drink in den USA durch die New Orleans Bar Arnaud’s.

Es handelt sich um einen ginbasierten Champagnercocktail. Interessant. Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Mir fehlt das gesamte Champagner-Fixbesteck. Weder Schampusflöte, noch ein Fläschchen von dem champagne-ardennischen Edelblubbernass nenne ich mein eigen. Also mussten ein Weinglas und ein Piccolo Henkell Trocken herhalten. Ich bin selten so deppert angeguckt worden, wie mit diesem Piccolo an der Kasse vom Teegut.

How To French75:

1. 45ml Gin in den Shaker gießen

2. 30ml simple Syrup dazu geben

3. 25ml frisch gepressten Zitronensaft beischütten

4. Eis dazu und shaken

5. In eine Champagnerflöte (oder eben ein Tetrapackvinoveredelungsäquivalent) strainen

6. Mit Champagner oder einem passenden Surrogat auffüllen

7. Lieblos eine Zitronenspirale hineinwerfen

8. Trinken

Genusspotential:

Ich war noch nie der große Schaumweinliebhaber, und sei er natürlichst champagnisch hergestellt. Ich habe zwar den teuersten Sekt gekauft, der in einem akzeptablen Gebinde käuflich war (ernsthaft, ich kann nicht alleine in der Klausurenvorbereitung eine 0,7er Bouteille wegseideln), aber dennoch war es nicht so der wahre Jakob. Vermutlich erfährt das Ding durch richtigen Bobbele und vielleicht einen guten Cognac statt Gin (wie er bei Arnaud’s immer noch klassisch serviert wird) eine Verbesserung, aber so schnell werde ich das nicht herausfinden. Trotzdem: Ich habe schon Schlechteres getrunken. Und die Frage meiner Freundin „Ist da eigentlich Alkohol drin?“ sagt alles Weitere.

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French 75 was the American nickname for the light French field gun Canon de 75 modèle 1987 which was mainly used during World War I and which was the French response to evolved warfare and weapon technology. Lead by Commandant Deport the modernisation opposed French finally constructed a – probably recollecting older French traditions – breechloader which actually was very innovative and with which they had to fight the first World War.

The French 75 was equally the French answer to evolved American barfare and therefore one of the only contributions of this nation to the international drinking culture after 1900. The drink was introduced to the US by New Orleans’s bar Arnaud’s.

It’s a gin based champagne cocktail. Interesting. I don’t feel there is more to say.

I’m lacking the complete fix. I don’t own no champagne flute nore a bottle of this champagne-ardennian noble bubble water. So I had to help myself with a piccolo of Henkell Dry sparkling wine and a wine glass. I’ve actually never been looked at as stupid as when I bought this piccolo.

How To French75:

1. Pour 1 ½ oz gin in your shaker

2. Add 1 oz simple syrup

3. Squeeze ¾ oz fresh lemon juice and add too

4. Put in ice and shake

5. Strain into a champagne flute (or a cheap-box-wine-improvement-equivalent)

6. Top off with champagne or a adequate surrogate

7. Lovelessly throw in a lemon peel spiral

8. Drink

Enjoyabilitential:

I’ve never been the big fan of sparkling wines, even if it come from the most natural Champagne. I’ve bought the most expensive substitute I could get in a little bottle (seriously, I cannot bang away a 0,7L bottle all on my own in the middle of the semester exams), but still it wasn’t the real thing. It probably profits from the use of actual champagne and perhaps cognac instead of gin (the classical way Arnaud’s still serves it), but I won’t know all too soon. Nevertheless: I’ve drunken much worse. And the question of my girlfriend “Is there alcohol in it?” answers all remaining questions.

Mixed Feelings – The Old Fashioned

Posted in Mixed Feelings on 5. Juli 2009 by Herr Grau

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Nach der ältesten bekannten Definition ist ein Cocktail:

Jeglicher Fusel, Wasser, Zucker, Bitter

Alle anderen Mischgetränke hatten damals noch klar definierte andere Namen. Die einzigen beiden Drinks, die dieser Definition noch entsprechen, sind der Sazerac und eben der Old Fashioned.  Irgendwann ist wohl mal jemand in eine Bar gegangen und hat, über diese ganzen Fizzes und Fruitcups der anderen Barinhabitanten die Nase rümpfend,  einen „Whiskey Cocktail, old fashioned“ bestellt. Der Name blieb dann irgendwie haften. Klingt ja auch doll.

How To Oldfashion:

1. In ein Old Fashioned-Glas eine 5Mark-Stück große Pfütze einfachen Zuckersirup geben

2. Ein paar anständige Schüsse Bitter dazu

3. Die größten Eiswürfel im Haus finden und ein paar hineingeben

4. Kurz rühren

5.  Mit Bourbon oder Rye nach Gusto auffüllen

6. Mehr Eis zugeben und gescheit kaltrühren

7. Ein gediegenes Stück Orangenschale abschälen, darüber ausdrücken und ins Glas geben

8. Drink. Repeat.

Ein paar Worte dazu: Klassischerweise wird der Cocktail mit einem Zuckerwürfel zubereitet. Aber bis auf die zusätzliche Arbeit und das Potential für unerwünschte ungelöste Zuckerkristalle sehe ich darin keinen Vorteil und benutze daher Simple Syrup. Die Aromatic Bitters sind absolut essentiell. Man sollte nicht denken, dass man sie der geringen Menge wegen weglassen darf. Es wird bei Bitters gerne vom „Salz in der Suppe“ geredet. Man merkt sie nicht, wenn sie da sind, aber sie würden fehlen, wenn .. sie fehlten eben, ne? Die Orangenschale ist nicht klassischerweise Teil eines Cocktails, aber sie fügt dem ganzen eine schöne zusätzliche Dimension hinzu und ist deshalb inzwischen fast üblich. Unbedingt vom Auffüllen mit Wasser und vom zerstampfen von Früchten im Cocktail absehen!

Gefallenspotential:

Der Old Fashioned lebt von gutem Whiskey, dem er gekonnt den Biss nimmt. Es ist ein Cocktail mit eigenwilligem, aber gefälligem Charakter, der meiner Ansicht nach zum langsamen Trinken gemacht ist. Wenn ich mal länger sitzen bleiben will, während ich etwas tue (schreiben, Musik hören), ist er ideal. Außerdem ist er mit einer Minimalausstattung herzustellen. Alles in allem ein Klassiker, den ich zwar nicht regelmäßig, aber von Zeit zu Zeit doch sehr gerne trinke. Er hat so seine Momente, die nämlich, wo jeder andere Drink unangemessen scheint.

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The oldest known definition of a cocktail states, that it’s made from

Spirits of any kind, Water, Sugar, Bitters

All the other mixed drinks had other pretty precisely defined names. The only two drinks still made by this definition are the Sazerac and .. well, you’ve already guessed it, the Old Fashioned. Someone probably walked into a bar over a hundred years ago and ordered, disgustedly glancing over the fancy Fizzes and Fruit Cups of the other bar inhabitants, a “whiskey cocktail, old fashioned”. The name stuck. Because it sounds good.

How To Oldfashion:

1. Pour simple syrup into in old fashioned glass, so it forms about an inch calibered drop at the bottom.

2. Add some good dashes of aromatic bitters

3. Find the biggest ice cubes in the house and add a few

4. Stir briefly

5.  Fill up with the desired amount of good Bourbon or Rye

6. Add more ice and stir very well

7. Skin off a nice big piece of orange peel, twist it over the top of the drink and drop it in.

8. Drink. Repeat.

Just a few connotations: The drink is classicly prepared using a sugar cube. But others then the additional work and the potential for undissolved sugar crystals, I don’t see the upside of this and that’s why I use simple syrup. The aromatic bitters are essential. You should never think that you could leave them out just because it’s such a small amount. Bitters are often referred to as “the salt in the soup”. You don’t realize it if they’re there, but if they’re not there, something necessary is missing. The orange peel wasn’t there in the original version, but it adds a nice flavour dimension and therefore is well established. You must under no circumstances fill the drink up with soda or muddle fruit in it.

Enjoyabilitential:

The Old Fashioned lives of good whiskey being used, which he takes the edge of skilfully. It’s a cocktail with a distinct and opinionated, but enjoyable character, which in my opinion longs for slow drinking. If I want to stay seated for a longer time while I’m doing something (writing, listening to music), it is ideal. All in all a classic, which I don’t drink regularly but do enjoy very much from time to time. It just has it’s moments, namely those when every other drink just seems inadequate.