Archive for the smile and look alive Category

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Posted in smile and look alive on 6. Juli 2009 by The Tool

So. Nach einer den anderen Schreiberlingen sicherlich unverschämt lang anmutenden Zeit, habe ich es nun auch geschafft mich hier anzumelden.
Ich werde es in nächster Zeit wohl eher nicht schaffen dieses Blog mit erhellenden Erkenntnissen über Fastfoodketten, wertige Alkoholii oder Kritik am hiesigen Bildungssystem zu füllen.
Auch an dem mehr oder weniger gut verbrämten Penislängenvergleich in Form naturwissenschaftlicher Prosa zwischen dem Ingenieur und dem Dr. werde ich wohl nicht teilnehmen.

Für die nächsten 3 Wochen muss das hier ausreichen:

1.) Die Mensa der Uni Köln macht Fastfood überflüssig
2.) Jever und Budweiser abwechselnd
4.) „Es ist kein Studium, wenn es nicht wehtut.“ (G. F.)
3.) Mines bigger.

Probleme des Lebens #3

Posted in Probleme des Lebens on 6. Juli 2009 by hoegi

Apropos Hebelarm:
Wenn ein Arschloch am längeren Hebel sitzt, kannst du drücken wie du willst. Du wirst vom Leben gefickt.

Probleme des Lebens #2

Posted in Probleme des Lebens on 5. Juli 2009 by hoegi

Ich habe neulich 75 Minuten auf einen Bus gewartet.
Er fährt im 15-Minuten-Takt.

Probleme des Lebens #1

Posted in Probleme des Lebens on 5. Juli 2009 by Herr Grau

Ich gehe in die Kneipe und bestelle „Einen Halben Jever“ und bekomme ein halbes Glas Jever.

Interventions

Posted in smile and look alive on 5. Juli 2009 by hoegi

Als bekennender US-Serienjunkie lerne ich viele Eigenarten unserer transatlantischen Freunde kennen, die ich hier des Öfteren misse.
Bei der letzten Folge Weeds, die mir vergönnt war zu sehen, wurde mir schmerzlich bewusst was wir hier wirklich brauchen und was absolut fehlt: Interventions.
Für alle, die es nicht kennen, kommt hier eine Kurzbeschreibung:
Interventions sind zu vergleichen mit Überraschungspartys. Man kommt nach Hause und urplötzlich stehen die besten Freunde oder gar die Familie versammelt in einem Raum und schauen einen vorwurfsvoll an. In diesem Moment bleiben wenige Möglichkeiten um sich klarzuwerden, was denn hier abgeht.
Erstens: Habe ich meinen Geburtstag vergessen? Unmöglich.
Zweitens: Ist jemand gestorben? Warum sollten sie dann alle so vorwurfsvoll gucken?
Drittens: (Der Blick schweift über die Ansammlung von Menschen) Kacke. Eine Intervention. Tough shit.
Von diesem Moment an wird es dann nur noch peinlich oder gar erniedrigend. Die anderen Personen verlesen nun nacheinander selbstgeschriebene Texte, die meist die Beziehung zu einem beschreiben bzw. wie sich diese Beziehung in näherer Vergangenheit verändert hat, sei es ob Drogenkonsum, Spielsucht, Überarbeitung, Selbstsucht oder was auch immer. Kurzum: Deine Freunde oder deine Familie (oder im schlimmsten Fall alle) wollen, dass du dich änderst.
Nun sollte jeder wissen, worum es hier geht.

Neidisch blicke ich also in die Staaten und sehe in diversen Serien (bislang „How I met your mother“ und „Weeds“), dass Interventions stattfinden und ich muss mich fragen, warum es sich hier noch nicht etabliert hat. Scheinbar gibt es dort sogar anerkannte „Intervention Specialists“, also Menschen, deren Beruf es ist, anderen Menschen bei Interventions zu helfen oder sie dabei zu unterstützen. Man kann damit also sogar Geld machen.
Die Tatsache, dass Interventions gesellschaftlich anerkannt sind, macht die ganze Angelegenheit für die Initiatioren einer eben solchen sehr einfach. Ich vermute, dass es sich so zuträgt: Freund 1 redet mit Freund 2: „Hey, der Damian hat sich total verändert seitdem er mit der Marianne zusammen ist!“ – „Jep, das ist mir auch schon aufgefallen. Geht gar nicht.“. Freund 2 geht also zu Freund 3: „Ist dir mal aufgefallen, dass Damian seit Kurzem anders ist?“ – „Ja, das wollte ich auch schon gesagt haben.“ Und so weiter und so fort. So rotten sich also 4-5 Freunde zusammen und beschließen eine Intervention zu starten. Durch die gesellschaftliche Akzeptanz angespornt vereinbaren sie also einen Überraschungstermin… Den Rest der Geschichte kann man sich denken.
Wie würdest DU reagieren, wenn DEINE Freunde oder DEINE Familie plötzlich vor dir steht und jeder eine kleine Rede vorliest, wie sehr du dich verändert hast und blaa?
Du würdest doch alle für bescheuert erklären, diese Art der Zusammenkunft als New-Age-Shit abtun und einfach wieder gehen. Das liegt daran, dass du Deutschland bist. Wir machen sowas nicht. Hier behält jeder seine Meinung für sich und wenn er jemanden hasst oder verachtet behält er das für sich, oder attackiert die Person gegebenenfalls subversiv. Hier sagt niemand: „Du bist scheiße!“. In Deutschland wird sowas einfach totgeschwiegen und gewartet, dass sich das Problem von selbst löst. Sollte es dennoch mal ausarten, wird es irgendwann in einer Straftat gipfeln und der Staat nimmt sich dem Problem an. Problem gelöst.
Warum hat in diesem Lande niemand die Eier um einfach mal eine Intervention zu starten? Es gibt so viele Bedürftige, denen man einfach nur mal ins Gesicht sagen muss, dass sie totale Flaschen sind. Dass sie scheiße sind. Dass sie Scheiße bauen. Dass sie mal ganz anders waren.
Zu hoffen bleibt, dass das Phänomen „Interventions“ wie so Vieles irgendwann aus den USA zu uns rüberwandert und Millionen von Menschen mal die Meinung gesagt kriegen. Es kann nur besser werden.

There is no such thing as Solidarität

Posted in smile and look alive on 30. Juni 2009 by Herr Grau

Für mich hieß Solidarität bis jetzt 50Cent-Ablasssurrogat-Buttons am Revers, die einem bei einem bestimmten Menschenschlag einen zusätzlichen Profilierungspunkt eingebracht haben. Für Deutschland hieß Solidarität bis dato, dass man viel Geld auf den Tisch haut, um geographisch begrenzt blühende Landschaften zu schaffen oder dass wir immer noch Abends eine Kerze für Elsass-Lothringen ins Fenster stellen.

Frau Merkel teilte uns medienbreit nach dem 11. September mit: „Solidarität heißt, im Zweifel zu allem bereit zu sein.“  Eine Definition, bei der Schillers

„Daß er sein bös Gelüsten nicht vollbracht,
Hat Gott und meine gute Axt verhütet.“

einem direkt als Aufforderung erscheinen mag.

Aber nichts überstürzen: Worum geht es mir hier eigentlich?

Es fängt damit an, dass einige Landesregierungen beschließen, 500€ sei pro Semester ja nun wirklich nicht zu viel verlangt, und damit de facto die Zugangsfreiheit der Bildung vernichten.

Das Argument, wer wirklich wolle, könne das schon irgendwie bestreiten, schmeckt zumindest an dem Abend ein bisschen fahl, wo man das erste mal vom Strich wiederkommt, um sein Studium bezahlen zu können. Meine Universität befand die Situation für günstig, direkt auch noch von allen ca. 30.000 Studenten einen Verwaltungskostenaufschlag von 75€ zu erheben. Das viele Geld muss ja verwaltet werden. Das kennt man von zuhause: Wenn  einem jemand 15 Millionen Euro schenkt, dann kann man sich davon nicht einen einzigen Tretroller kaufen, bevor man nicht 2,25 Millionen Euro Verwaltungsgebühr bekommen hat.

So weit, so nachvollziehbar.

Da gab es aber eine weitere Position, die mich ein wenig stutzig machte. Bei 500€ Bruttosemesterbeitrag werden tatsächlich 694,29€ von meinem unter der Belastung knarzenden Konto abgebucht. Eine große Position ist das Semesterticket, das verpflichtend ist.

Wer hier studieren will, der muss pro Semester 62,29€ an eine dubiose Organisation bezahlen, die sich aus Gründen von höherer Natur für mich verantwortlich fühlt, um am Ende nicht mal den öffentlichen Personennahverkehr nutzen zu dürfen. Das stieß mir dann doch etwas sauer auf und ich habe mal recherchiert, ob ich mir das tatsächlich gefallen lassen muss, denn das macht mal fast 1000€, die ich für eine Leistung bezahle, die ich nicht nutze.

Die Antwort war interessant:

Ja, ich muss. „Warum?“ könnte man da fragen, „Was interessiert es mich, ob irgendwelche Leute, die nur in der selben Stadt wie ich vielleicht Arboristik studieren, kostenlos an die Nordsee fahren können?“ Man könnte es mit dem großen Percival Cox halten „I’m so sorry, I set fire to a big pile of money just this morning!”

Seit wann schert sich denn hier irgendwer um die Studenten?

Es ist gut zu erfahren, dass es das wunderbare bayrische Landesgericht gibt, das entschieden hat: 60€ pro Semester sind ein angemessener, üblicher Solidarbeitrag für einen Studenten und daher nicht anfechtbar.

Ich habe lange über diesen wunderbaren Term nachgedacht. Ein „angemessener Solidarbeitrag“. Ein „üblicher Solidarbeitrag“. Ich habe über das Wort „Solidarität“ meditiert und bin zu dem Schluss gekommen:

There is no such thing.

Solidarität bezeichnet laut Duden den unbedingten Zusammenhalt in Anbetracht eines gemeinsamen Ziels. Bei der Solidarität handelt sich daher um einen sozialen Wert, einen persönlichen Wert, nicht aber um eine Pflicht. Unsere Pflicht ist, sicherzustellen, dass keiner auf offener Straße von einem Klavier überfahren wird. Dass wenn jemandem der Arm abfällt, dass er nicht verhungern muss. Das ist unsere Pflicht. Nicht unsere Pflicht ist, in die selbe Richtung zu gucken, auf das selbe Ziel zu streben. Ich laufe doch nur mit meinen Kommilitonen in eine Richtung, schneller sogar als jene, damit ich irgendwann wieder hinter ihnen auftauchen und sie jagen kann (frei nach Pispers). Ich habe bei Leibe nicht das selbe Ziel.

Es gibt keinen „üblichen“ Solidarbeitrag, denn es gibt nichts derartiges und damit keinen Vergleich für „Üblichkeit“. Ich werde nirgendwo sonst gezwungen, habe nicht mal die Möglichkeit, für meine sozial benachteiligten Mitstudenten Geld anzubringen.

Und sind 120€ im Jahr wirklich als „angemessen“ zu bezeichnen? Ich kenne Leute, für die ist 120€ im Jahr das Gesamtkapital für Freizeitausgaben, ohne den ihre Selbstverwirklichung durch Kaufrausch einfach nicht funktioniert.

Nein, es ist doch hinten und vorne Blödsinn, der Gedanke hinkt genau wie die Definition. Es sind alles vorgeschobene Gründe, um dies zu kaschieren:

Wir müssen sicherstellen, dass nach wie vor alle Studenten kostenlos zum Strich kommen können, damit sie ihr Studiengebühren bezahlen können, sonst bricht letztendlich unser gesamtes Bildungskonzept in sich zusammen.

Look Alive Contest

Posted in smile and look alive on 29. Juni 2009 by lookalivecontest

Nach einer exzeptionell langen Denk- und Entwicklungszeit ist es jetzt endlich da:

Das „Look Alive Contest“ genannte Blog, in dem wir die Gunst der Stunde – Web 2.0-und-so, sowie unsere geradezu überbordende Menge Freizeit – nutzen wollen, um unsere tagtäglich anfallenden Weltbeobachtungen in eine weniger ephemere Form zu gießen, als nur „ahhhh-guck-mal“. Die Idee ist, dass uns eine Plattform zur Verfügung steht, in die ein jeder von uns alles hineinschwallen kann, was er für festhaltungswürdig hält oder aus verborgenen Motiven heraus im Internet sehen will.

Wer sind nun „wir“?

Nun, ein Medizin-, ein Jura- und ein Ingenieursstudent. Diese illustre Versammlung der alten akademischen Schule ist zustande gekommen, um Abwechselungsreichtum in den Posts, sowie vor allem eine ausreichende Postfrequenz zu gewährleisten. Die einzelnen Autoren werden sich sicher beizeiten noch persönlich vorstellen, und sei es durch ihr Geschreibsel.

Wir bitten an letzter Stelle den Leser um Nachsicht: Das Studium an „Eliteuniversitäten“ (das Rattern im Hintergrund ist die Euphemismustretmühle…) genannten Irrenhäusern führt zu einem latenten Verlust von Lese-, Rechen- und auch Schreibfähigkeiten, häufig gefolgt von vollständigem Hirnversagen. Sollte unser Stil also an den eines Dreijährigen erinnern, so sollten wir alle froh sein und dankbar jubilieren, denn das erhebt uns schon signifikant über den Großteil unserer uns bekannten Kommilitanten Kommilitonen.