
Rindfleisch sehr scharf anbraten, sodass es außen schön braun und innen sehr roh ist. Danach hacken und würzen wie Steak Tatare . Dazu natürlich selbstgebacken Brot. Ganz ausgezeichnet.

Rindfleisch sehr scharf anbraten, sodass es außen schön braun und innen sehr roh ist. Danach hacken und würzen wie Steak Tatare . Dazu natürlich selbstgebacken Brot. Ganz ausgezeichnet.
Über den perfekten Burger wurde schon der ein oder andere Buchstabe gequält, mitunter auch von ihrem konkurrenzlosen Lieblingsblog. Manchmal ist aber auch einfach nur lecker Abendessen. Kein Stress, keine Kompromisse – keine billigen Werbezitate.
Selbstgemachte Buns (Rezept von Okraschote), Rindfleisch aus der westfälischen Umgebung – natürlich schön medium rare -, Rucola, selbstgemachte Guacamole, frisch gemachten Röstzwiebeln und Gruyere. Es fehlte eigentlich nur der Bacon, ansonsten ein ausgezeichneter Burger. Guacamole und Röstzwiebeln passen bombig zusammen.

Ich wusste nicht so recht, was ich kochen wollte und bin einfach mal in den Rewe reingestolpert. Die hatten gut aussehende Kalbschnitzel im Angebot – das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Dazu gab es eine Sauce Espagniole und einen ganz einfachen Feldsalat mit Cherrytomaten.

Inzwischen entstanden noch ein weiteres Mal Schnitzel mit Feldsalat – da es für einen Herrenabend war, fielen die Portionen dezent größer aus.
Schnitzel, das, n., wurde in diesem Blog schon einmal umfassend expliziert. Daher hier nur in Kurzform: Schnitzel auf 4mm Dicke ausklopfen, salzen, pfeffern, in Mehl wenden und mit Semmelbröseln vom Bäcker panieren. In extrem heißem Butterschmalz oder temperaturbeständigem Öl schwimmend ausbacken.
Für die Sauce einen TL Tomatenmark mit einer halben Tasse Kalbsfond und einem Schuss Sahne runterkochen. Mit kalter Butter montieren, heißt: sehr kalte Butter in kleinen Stücken zugeben und kräftig schwenken oder schlagen, bis die Butter aufgelöst ist. Die Sauce sollte dadurch eine ordentliche Bindung bekommen. S+P.
Für das Dressing ein Eigelb, 1 TL Löwensenf, einen Schuss Zitronensaft, etwas Honig, S+P, etwas Petersilie und Schnittlauch, ein paar gehackte Kapern und zwei gehackte Sardellen mit etwas Öl verschlagen. Dann vorgehen wir wie auf der Coppa Cabana an der Angebeteten – liebevoll in den Salat massieren. Fertich is das Gartenhaus.
Diese Art von Fleischklopfer ist übrigens völlig bescheuert. Ich werde mir einen gezahnten Hammer kaufen.
Von meiner Ravioli-Aktion hatte ich noch jede Menge Mangold-Stiele übrig. Was nun damit tun? Ich habe sie erstmal kleingeschnitten kurz gekocht, dann in Butter angeschwitzt und in einem Glas in den Kühlschrank gestellt. Einfach warm machen und wie Wurzelgemüse essen war mir etwas zu blöd. Also ein paar mehlige Kartoffeln eingestochen und auf ein bisschen grobem Salz in den Ofen getan und bei 180° gegart .. schlagt mich, ich hab keine Ahnung, wie lange. Bis sie durch waren, ne? Im Ofen verlieren die Kartoffeln viel mehr Wasser als wenn man sie kocht, was sehr vorteilhaft ist, wenn man Dinge wie Gnocchi oder Kroketten machen will. Die Kartoffeln werden danach grob gestampft (ich hatte keine Kartoffelpresse da – die wäre die deutlich bessere Wahl gewesen), etwa 1:1 mit Mangold vermischt, mit ordentlich Schnittlauch und Petersilie, viel Muskatnuss, etwas Pimenton, S+P gewürzt und dann mit einem Ei, ein bisschen Mehl und gut Semmelbrösel gebunden. Dabei arbeitet man nach und nach so viel Semmelbrösel ein, bis die Masse die richtige Konsistenz hat. Zu feucht oder zu trocken und die Bindung hält nicht. Danach werden die Bollen vorsichtig mehliert, durch Ei gezogen und in einer 50:50-Mischung aus Semmelbrösel und geriebenem Parmesan paniert. In Butterschmalz bei mittelniedriger bis mittlerer Hitze ausbacken, sodass sie rundum schön goldenbraun und innen durch werden. Serviert mit einer Sauce aus Schalotten, Kalbsfond und Rahm. Richtig lecker, die Dinger.

Mein Vitello müsste eigentlich Maiale Tonnato heißen, mache ich den Braten doch fast immer aus einem Schweinlachs. Das letzte mal hatte ich Schweinelachs bestellt, dann war aber doch die Kette noch dran. Etliches davon musste ich dann doch abparieren, das am Braten nicht schön aussah. Der Verschnitt bot sich geradezu an, ihn zu hacken. Also das Messer gewetzt und kleingehackt, gewürzt mit zerstoßenen Fenchel- und Senfsamen, Pimenton de la Vera, Thymian, Salz, Pfeffer, frischer Petersilie und einem Schuss Rotwein. Fleisch angebraten, mit Rotwein abgelöscht, reduziert, etwas Kalbsfond und etwas Tomatenpüree dazu und einkochen. Derweil die brandguten Fusili di Pisa von Martelli gekocht. In der Sauce mit frischer Petersilie und einer halben Kelle Pastawasser zuende gekocht und mit frisch geriebenem Parmesan serviert.
Wir wissen ja nu alle schon länger, dass die Güte eines Gerichts nicht daran hängt, dass es achthundert Herstellungsschritte durchlaufen, zwölf Äonen gedauert und das Produktionskraftäquivalent der Errichtung eines durchschnittlichen Assuan-Staudamms verschlungen hat. Im Gegenteil: Die italienische Küche demonstriert immer wieder, dass es völlig ausreicht, zwei oder drei richtig gute Zutaten zu kombinieren. Und je weniger man daran herummacht, desto geringer ist auch die Chance, sie zu zertrotteln. Cacio e Pepe ist sicherlich eines der leuchtendsten Beispiele für dieses Credo. Wenn man weiß, wie es geht, ist die Sache ruckezucke fertig und schmeckt einfach nur herzzerreißend. Ich will an dieser Stelle mal etwas apodiktisch werden und sagen, dass man dieses Gericht genau so macht, wie ich es im Folgenden beschreibe – alles andere würde der Römer vermutlich als eine Sünde gegen Gott sehen und das nicht ganz zu Unrecht.
Also. Wir setzen als allererstes unsere Pasta auf. Ausnahmensweise sind Spaghetti tatsächlich eine klassische Nudelwahl hierfür, bei mir unweigerlich die recht kräftig gesottenen Spaghetti von Martelli. Wir lassen eine Pfanne heiß werden und emulgieren darin dann mittels lebhaftem Schwenken in ca. einer Kelle Pastawasser pro Person etwas Butter, pro Person vielleicht einen guten Esslöffel. Dazu kommt noch viel schwarzer Pfeffer. Wenn die Nudeln drei Minuten von der auf der Packung diktierten Kochzeit entfernt sind, werden sie in die Pfanne gegeben und das Ganze von der Hitze genommen. Jetzt geben wir großzügig geriebenen Pecorino Romano darüber, vielleicht 40 bis 50g pro Person, und rühren und schwenken das Ganze durch. Während die Nudeln noch heiß sind, wird mit mehr oder weniger Pastawasser die Sämigkeit der Sauce eingestellt. Nur wenige Minuten später finden wir uns verblüfft vor einem leeren Teller wieder und gieren nach mehr. Es lohnt sich also, direkt ordentlich Pecorino anzuschaffen und sich schon mal vorsorglich in kardiologische Betreuung zu begeben.
Ich persönlich gebe übrigens dann doch gerne am End noch etwas geschnittene Petersilie oder Schnittlauch dazu, aber das darf man wirklich wirklich niemandem erzählen…

Ich mache nicht mehr allzu oft Ravioli, hauptsächlich weil mir die Zeit dazu fehlt. Dabei mag ich sie extrem gerne und manchmal fällt der Stich ins Ego, schon wieder fertige Ravioli kaufen zu müssen, mit frischem Mangold beim Gemüsehändler zusammen. Also ein Herz gepackt und in die Hände gespuckt.
Nudelteig machen: ~100g Mehl pro Ei und etwas geriebene Zitronenschale so wenig wie möglich kneten, sodass der Teig gerade Bindung hat, und in Frischhaltefolie gepackt beiseite stellen.
Ricotta machen: Frische Milch aufkochen und mit dem Saft einer halben Zitrone versetzen. Kurz weiter auf der Hitze lassen, dann durch ein feines Sieb oder Baumwolltuch geben. Einige Minuten abtropfen lassen.
Füllung: Mangold von den Stämmen trennen, etwas kleinhacken und mit etwas Wasser in die Pfanne geben, bis die Blätter zusammen gefallen sind. In kaltem Wasser abschrecken. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Knoblauch, Petersilie und Schnittlauch sowie dem Ricotta, etwa einer gleichen Menge geriebenem Parmesan, etwas Frischkäse und gutem Olivenöl vermischen, bis die Masse ordentlich aussieht.
Pasta mit der Nudelmaschine ausrollen, dabei auf der ersten Stufe so oft wieder falten, bis der Teig seidig ist. Ich höre bei der zweitdünnsten Einstellung auf:

Eine Rolle aus Füllung auf die eine Hälfte legen, entlang der Kante feucht abpinseln, dann die andere Seite überschlagen und dann so luftleer wie möglich mit dem Stiel des Holzlöffels Raviolini abdrücken. Mit dem Messer trennen.

Für Ravioli wird die Füllung getrennt auf die Nudelbahn gesetzt, die Klebezonen befeuchtet und die Ravioli so luftleer wie möglich geschlossen. Mit dem Messer trennen.

In einer Dokumentation über Michael White habe ich einen der Klassiker des Restaurants San Domenico gesehen, den er dort zeigt. Inspiriert von dieser Idee habe ich ein zwei Tortellone gemacht. Diese wurden mit Salbeibutter, Parmesan und Balsamico traditizionale direkt verspiesen. Der Trick ist, die Kochzeit so zu treffen, dass alles durch und warm ist und das Eigelb genau perfekt gegart ist. Nicht unbedingt einfach…





Aus den Teigresten habe ich Cavatelli gemacht. Dazu den Teig in eine Rolle formen und dünne Scheiben davon herunterschneiden. Diese kräftig über die Gabel drücken, sodass sie in der Mitte dünner sind und ordentliche Rillen kriegen. Die wurden am nächsten Tag mit Rauke, Sardellen und Tomaten zubereitet, wovon ich keine Bilder habe.


Vielleicht haben wir hier das unspektakulärste Bild aller Zeiten – diese Suppe ist aber eine der leckersten Sachen, die ich im letzten Jahr überhaupt gegessen habe. Kein Witz, das Zeug ist Crack. Indische Linsensuppe hat überhaupt nichts mit deutscher Speck-Toffel-und-nachher-nen-Korn-Linsensuppe zu tun. Nicht, dass die nicht auch allerhand für sich hätte. Der Geschmack einer Dal ist aber ist eine andere Welt und hat mich direkt bei meinem ersten Besuch im Maharadscha in Göttingen so gefangen genommen, dass ich die Suppe jedes mal esse, wenn mich der Wind des Schicksal dort durch die Tür schleudert. Nach einigen mittelmäßig erfolgreichen Versuchen bin ich endlich auf dieses Rezept gestoßen, das dem vom Inder feilgebotenen Lentalambrosia zum Verwechseln ähnlich ist.
100g rote oder gelbe Linsen, gewaschen
2 EL Butter
1-2 TL Kurkumapulver und 1-2 TL Kreuzkümmelpulver (Cumin)
1 gehackte Zwiebel, 1 gehackte Knoblauchzehe, 1 TL gehackter Ingwer, 1 gehackte mittelscharfe Chili
650ml Gemüsebrühe
Salz + Pfeffer
Schuss Sahne
Zitronenspalten und gehacktes frisches Koriandergrün zum Servieren
Butter erhitzen, Kreuzkümmel- und Kurkumapulver kurz anbraten, dann Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chili und eine Prise Salz hinzufügen. Kurz anbraten. Mit Brühe aufgießen und Linsen hinzufügen. Aufkochen, dann auf kleiner Flamme weich kochen, ca. 30 Minuten. Sahne unterrühren. Kurz den Pürierstab reinhalten, aber nicht glatt pürieren.
Jede Portion mit einer Zitronenspalte und frischem Koriander servieren. Ich mag die Suppe mit sehr viel Zitrone, obwohl ich die Idee am Anfang ziemlich komisch fand. Es passt wunderbar zusammen.

Sehr leckere Sache, wenn die Freundin einen großen Topf Rauke im Kühlschrank gelassen hat und man keine Lust auf Hecke essen hat. Alternativ kann man das ganze auch statt mit Fleisch mit Sardellen machen, weiter sind Pinienkerne optional. Salsicca fresca anbraten (Schweinehack nach Salsicca-Art würzen: Salz, Pfeffer, zerstoßenen Fenchelsamen und zerstoßenen Senfsamen sowie gehackter Petersilie und ein Schuss Rotwein), mit etwas Fond ablöschen, etwas kalte Butter einschwenken. Knapp unterkochte Nudeln mit Nudelwasser dazu geben und zwei große Hände Rauke dazu. Wie zB Spinat auch fällt die kräftig zusammen, man braucht mehr als man denkt. Durchschwenken und Rauke zusammenfallen lassen. Mit S+P würzen. Mit viel Parmesan servieren.
Eine ungeschriebene Regel der Kaufberatung besagt, möglichst nur Empfehlungen zu Messern abzugeben, die man selber kennt, daher haben wir beschlossen, in unregelmäßigen Abständen untereinander Kochmesser zu verleihen, um nicht jedes Messer von Interesse kaufen zu müssen. Wie hier angekündigt, gibt es fünf Meinungen zu einem Messer, von Amateuren als auch von Profiköchen.

Kanetsugu bietet mit dem Pro M eine sehr bezahlbare (85€ inkl. Versand und MwSt für das 21er Gyuto) Messerserie aus japanischem Standardmesserstahl an, die mich hochgradig interessiert hat, da die Klingen einen exzellenten Ruf genießen. Wie sich herausstellte, gilt für dieses Messer uneingeschränkt der Satz: “Verdammt – es ist nicht alles perfekt.”