Archive for the German Heaven Category

Almanach der Ratschläge – Bauhandwerk

Posted in Angewandte Wissenschaft, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 13. August 2026 by Herr Grau

Kurz nach der Veröffentlichung meiner lange beackerten Listen mit guten Dingen kam mir im Gespräch mit einer Freundin die Idee, das, was ich über das Bauhandwerk über der Renovierung meines eigenen Hauses und der Baustellen meiner Freunde und Familie über die Jahre gelernt habe, auch zu Papier zu bringen. Man ertappt sich ja doch dabei, die selben G’schichde immer wieder zu erzählen. Mein Kompetenzniveau ist hier fraglos niedriger als bei der Beurteilung von Kartoffelchipse, aber wenn ich eine Sache in meiner Arbeit gelernt habe, dann dass die Grenzen zu Fachwissen aller Waffengattungen völlig willkürlich und absolut durchgängig sind. Nur weil irgendwas nicht Dein Yop ist, heißt das nicht, dass Du Dich damit nicht gut auskennen kannst, darfst oder solltest.

Neugierig sein, recherchieren und vergleichen
Das ist dann auch ein perfekter Einstieg (fast als ob ich das schon mal gemacht und so beachtsichtigt hätte), denn die wichtigste Doktrin in allen Dingen Bau ist: Informiert sein ist Trumpf. Wo der Schaden überschaubar ist, wenn man die falsche Gartenschere kauft, so geht es hier doch oft um Magnituden von möglichem Schaden in Geld und Ärger einerseits und erstreitbarer Lebensqualität andererseits, die einen problemlos den Rest seines Lebens verfolgen können. Um Lammbock zu bemühen: So ein Schritt will sorgsam geplant sein. Und wer dumm ist, muss alles glauben. Man sollte niemals eine größere Entscheidung auf die Schultern von nur ein oder zwei Meinungen stellen. Es gilt, Angebote und Erfahrungen von so vielen Leuten wie möglich einzuholen und dann mit dem Lineal eine sinnige Linie darüber zu ziehen. Insbesondere die Internetforen zu Bau (besonders das Fachwerk Forum) sind dringend empfohlen. Aber auch der große Bekanntenkreis, alle Handwerkermeinungen und sogar die KI sollten ausgeschöpft werden. Je früher man lernt, ohne Scham nachzufragen, bis man wirklich alles verstanden hat, und sich nicht von Handwerkersprech einschüchtern zu lassen, desto mehr Probleme vermeidet man an dem Punkt, wo es am meisten zählt – nämlich bei der Planung.

Im Folgenden touchiere ich die diversen Facetten eines Gebäudes und sage dazu, was ich weiß. Es ist ein Flickenteppich. Ich weiß über alles nur Bruchstücke und ich gebe nichts weiter, worüber ich mir nicht ausreichend sicher bin. Zwecks doppelter Sicherung habe ich den ganzen ersponnenen Zinnober auch noch von Autorenkollege hoegi gegenlesen lassen, der kaiserlich bestellter Bauingenieur ist und davon sogar gelegentlich Gebrauch macht.

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Gute Dinge – Essen & Trinken

Posted in Essen & Trinken, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 11. August 2026 by Herr Grau

Dies ist die Liste zu meinen leidvoll erlesenen Viktualien. Die anderen Listen finden sich hier: Allgemeines, Werkzeug und Küche.

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Gute Dinge – Küche

Posted in Angewandte Wissenschaft, Essen & Trinken, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 11. August 2026 by Herr Grau

Hier ist die Liste der Küchengegenstände. Die übrigen Listen finden sich hier: Allgemeines, Werkzeug und Essen & Trinken.

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Gute Dinge – Werkzeug

Posted in Angewandte Wissenschaft, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 11. August 2026 by Herr Grau

In dieser Liste findet sich all das außergewöhnliche Werkzeug, das über die Jahre durch meine Hände gegangen ist. Die anderen Listen finden sich hier: Allgemeines, Küche und Essen & Trinken.

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Gute Dinge – Allgemeines

Posted in Angewandte Wissenschaft, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 11. August 2026 by Herr Grau

In dieser Liste finden sich Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens. Die drei anderen Listen finden sich hier: Werkzeug, Küche und Essen & Trinken

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Gute Dinge – die Listen des Herrn (Grau)™

Posted in Angewandte Wissenschaft, German Heaven, Getestet, Gute Dinge, smile and look alive on 11. August 2026 by Herr Grau

In der Hitparade der aufgeschobenen Artikel steht auf dem unangefochtenen Platz 1 dieser hier: Meine Liste der guten Dinge, die es gegen Schekel und Schandtaten kommerziell zu erkaufwerben gibt. Da ich wirklich sicher nur bis drei zählen kann, kann ich nicht zuverlässig sagen, wie oft ich ihn schon angefangen habe. Pi? Drölf? Tausendmillionardentrilliorden? Möglich. Bestimmt. Das Eichamt weigert sich leider aber verständlicherweise inzwischen, meine Anfragen zu beantworten.

Gerade in unserem Zeitalter gallopierender Enshittification ist es umso wichtiger, die Produkte herauszustellen, die sich diesem satanischen Trend widersetzen und einfach dauerhaft überragend gut sind. Und ja, natürlich habe ich die Idee vom ultimativen Pornoheftchen der Besserverdiener, dem Manufactum Katalog geklaut – zumindest unterbewusst. Aber einerseits lege ich großes Augenmerk auf Preis/Leistung und zweitens ist es doch viel schöner, wenn ein richtiger Mensch mit einem Koffer voll Lebenserfahrung und einem beängstigenden – nennen wir es mal nicht Talent – Trieb zu Recherche und Überoptimierung aller Lebensbereiche dafür verantwortlich zeichnet statt einer gesichtslosen und kommerziell motivierten Firmenredaktion. Von dem tosenden Meer moralbefreiter und bezahlter Influencer brauchen wir gar nicht erst sprechen. Wie ich mich von denen absetze? Festere Hosen. Und ich habe mit diesem Blog bis heute nur Geld verloren, so there’s that. Nicht ein afilliate link in Sicht.

Der Übersichtlichkeit halber habe ich die Liste in vier Teile geteilt:

Allgemeine Dinge

Werkzeug

Küchendinge

Essen & Trinken

Und jetzt gilt es mir eigentlich nur noch, darauf hinzuweisen, dass diese Listen fortlaufend geupdatet werden – und dann endlich das Geblubber einzuenden und die Güte ihre Wirkung tun zu lassen.

Wichtige Worte: Harry Rowohlt #1

Posted in German Heaven, smile and look alive on 31. August 2019 by Herr Grau

Wissen Sie, wie wir Säufer Silvester nennen? Die lange Nacht der Amateure.

10 Jahre manierierter Unsinn. Hurra.

Posted in German Heaven, smile and look alive on 1. Juli 2019 by Herr Grau

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This is a cake.

Am heutigen heiligen Tag vor just zehn Umrundungen der Sonne durch unseren muckligen kleinen Weltraumfelsen wurde aus einem vagen Konzept durch meine unstete Hand ein noch vageres Unterfangen. Bis heute liest die about. Seite:

Könige. Die Tiefe des Raumes. Ein Sammelbecken für Ergüsse.
Mal sehen, was passiert.

Mit dieser zielsicheren Präzision hat sich das Blog auch entwickelt: Ikonische Artikel wie die berühmte Meditation über Mettbrötchen, jahrelange Laborierungen am Wiener Schnitzel sowie westfälische Träumereien über Grünkohl stehen neben überraschenderweise tatsächlich praktisch hilfreichen Artikeln wie unserem Messerratgeber, Reiseberichten – Rom, Vietnam, Lissabon, Mallorca Teil 1 & Teil 2 und Sardinien – und sympathisch rufschädigenden Polemik-Manifesten aus wütend brennender Feder. Sie zeichnen eine lange Reise nach, die für die Autoren – wenn auch nicht für den geschätzten Leser – mehr als aufregend war. Das einzige, was unverkennbar geblieben sein sollte, ist unser charakteristischer Stil der Verbindung des Angenehmen mit dem Nutzlosen und des Albernen mit einer Plethora aus Fehlinformationen und Halbwahrheiten. Das kann einfach niemand so schön. Das muss man schon zugeben. Da darf man stolz drauf sein. Euch, unseren werten Lesern, gebührt all der Dank: Ohne Euch ließe sich das Geschäft des regelmäßigen Schreibens mehrere Prozent weniger unterhaltsam und sinnbehaftet an. Wir lieben Euch! Auf eine sozialverträgliche, vollständig ununangenehme und kinderfreundliche Art und Weise natürlich. Bleibt doch noch ein bisschen hier – ein paar Jahrzehnte haben wir noch in uns.

Keep taking the beatings like they’re your favorite candy. Keep swinging. Give as good as you got. Steady. And always smile, you fucking pussy – Smile and Look Alive.

 

German Heaven: Westfälische Erbsensuppe und Kartoffelsuppe

Posted in Essen & Trinken, German Heaven, smile and look alive on 14. Februar 2019 by Herr Grau

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Eine Freundin war krank und erzählte mir von der Erbsensuppe, die sie sich gekocht hatte. Gute teutsche Erbsensuppe – hatte ich seit drei Jahren nicht mehr. Also frisch ans Werk. 500g trockene Schälerbsen, eine Scheibe Sellerie, zwei Karotten, eine Petersilienwurzel und zwei große mehlig kochende Kartoffeln in kleinen Würfeln, eine Stange Porree, eine große rote Zwiebel und vier Frühlingszwiebeln in kleinen Ringen und ein 4cm Stück Speck mit Schwarte in Würfeln mit anderthalb Liter Gemüsebrühe und einem Liter Hühnerbrühe aufgießen. Bouquet Garni aus Petersilienstängeln, Lorbeer, Liebstöckel, Thymian und Rosmarin. Anderthalb, zwei Stunden köcheln lassen, Becher Sahne dazu, mit S&P abschmecken. Nach Bedarf mit Wasser verdünnen. Bockwurst darin warm werden lassen. Da lacht die westfälische Winterseele!

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Nach dem selben Rezept kann man auch Linsensuppe machen, einfach Erbsen durch Linsen ersetzen. Oder auch Kartoffelsuppe, wie ich mich direkt im Anschluss unter Beweis zu stellen anschickte. Ich wurde nämlich selber krank. Wer krank ist, braucht Suppe. Ich hatte noch alte mehlige Kartoffeln übrig, die langsam ziemlich schrumpelig wurden. Eintopf diente sich geradezu an.

Ich habe hier weniger Aufwand getrieben, denn mein allgemeiner körperlicher Erhaltungszustand lag etwas prall im Knick – trotzdem schmeckt das Ergebnis ausgezeichnet: Vier große Kartoffeln (1-1,5kg) in kleinen Würfeln, eine grob gehackte Metzgerzwiebel, eine Stange Porree in Ringen und 300g gegarter Speck in Würfeln mit Wasser überschichtet und 4 TL Gemüsebrühepulver dazu. Zwei Blätter Lorbeer und ein bisschen Liebstöckel und Thymian zusammen gebunden. Das ganze war ungefähr anderthalb Stunden auf dem Herd. Dann kam ein Becher Sahne dran und die Suppe wurde leicht anpüriert. Ein paar Stücke Speck zu pürieren ist großartig für den Geschmack. Bockwurst rein, einfahren. Ich hab auch noch die letzte Kelle Erbsensuppe mit dazu gegeben, weil das eine Sache ist, die Oma getan hätte. Gesund und lecker! Es geht schon wieder viel besser.

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German Heaven: Kohlrouladen

Posted in Essen & Trinken, German Heaven, smile and look alive on 14. Januar 2019 by Herr Grau

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Als ich letztens verträumt gen Luft starrte, fiel mir eine seltsame Tatsache auf: Ich hatte in meinem ganzen Leben noch keine Kohlrouladen gegessen. Sie gehörten irgendwie nicht zum Repertoire meiner Mutter und Großmutter, also existierten sie für mich nicht. Und einfach mal so bestellt man sie ja im Restaurant auch nicht. Nur wenige Tage danach stand ich vor einem Wirsing und überlegte, was ich wohl damit machen könnte. Der Missstand meldete sich – er wollte behoben werden. Donnerlittchen – endlich mal wieder ein Eintrag für den German Heaven. Die Rouladen sind mörderisch lecker, Wirsing ist bekanntlich das Rindfleisch unter den Kohls. Sie halten sich gut und sind super wieder aufzuwärmen. Und durch den Wirsingfond entsteht mit ein bisschen Vorsatz ein Überschuss an großartiger Sauce.

Wirsing entblättern. Den Strunk aus den Blättern schneiden und die kleineren Blätter und den Kernstrunk kleinschneiden. Die großen Wirsingblätter in gesalzenem Wasser ca eine Minute blanchieren. Danach den Abschnitt in den Topf geben und auskochen. Hackfleisch mit Löwen-Senf, Pimenton, Salz, Pfeffer, (optional Majoran), Petersilie und Worchestershire Sauce würzen. Gehackte Zwiebeln, Semmelbrösel und Ei unterziehen. Die Mengen sind ein bisschen nach Gefühl zu wählen, pro Kilo Hack vielleicht zwei bis drei Eier, ein bis zwei Zwiebeln und so viel Semmelbrösel, bis das ganze Bindung hat. Im Prinzip macht man Frikadelle, damit sollte jeder ein bisschen Erfahrung haben. Das Brät wird danach in die Wirsingblätter eingerollt und entweder mit Küchengarn zugebunden oder mit einer Rouladenklemme verschlossen. Danach werden die Rouladen scharf angebraten und dann in einen passenden Bräter gelegt. Die Pfanne mit etwas Wirsingsud deglacieren und diesen über die Rouladen geben. Bei 180°C eine Stunde backen, dabei gelegentlich gucken, dass genug Flüssigkeit da ist und mit dem Sud bei jeder Kontrolle die Rouladen benetzen. Derweil den restlichen Wirsingsud auf dem Herd kräftig herunter kochen. Wenn die Flüssigkeit zu wenig wird, die Wirsingabschnitte heraus nehmen, spätestens nach einer halben Stunde. In einer Pfanne Schalotten in Butter anschwitzen und Tomatenkonzentrat mitrösten, dann mit Fond ablöschen. Einkochen. Wirsingsud dazu geben und ebenfalls einkochen. Nach ca einer halben Stunde zu den Rouladen geben. Nachdem die Rouladen fertig sind, wird die Sauce separat mit Sahne schön rahmig gemacht und abgeschmeckt. Dazu bieten sich Semmelknödel an.

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