Archive for the Probleme des Lebens Category

Kauft nicht bei Elektronik-„Discountern“!

Posted in Probleme des Lebens on 7. Juni 2011 by hoegi

Die Erkenntnis ist vielleicht nicht neu und auch nicht bahnbrechend, aber ich möchte dennoch darauf hinweisen:
Kauft nicht bei Elektronik-„Discountern“!
Warum muss ich das jetzt in den Äther schreien? Ganz einfach, am Wochendene kam mir in diesen Läden wieder die Galle hoch.
Ziel meines Einkaufs war eigentlich nur so eine Kassette mit 3,5mm-Klinkenkabel dran. Kennt wahrscheinlich jeder, braucht aber auch heutzutage eigentlich niemand mehr. Ich hätte es schon gebrauchen können zu dem Zeitpunkt. Wie teuer kann so ein Ramsch denn sein? Mediamarkt wie auch Saturn möchten für so ein Gerät der extraordinär hochwertigen und knallhart spezialisierten Allroundfirma „hama“ doch echt 17€ haben! Keine Ahnung wer sowas zahlt. Das Internet verrät mir, dass es genau dieses Ding für 5,50€ gibt. Ist mir aber auch jetzt egal; ich brauchs nicht mehr.

Ein weiterer Fall: Meine alte optische Logitech 08/15 3-Tasten-Maus gibt langsam den Geist auf. Also möchte ich gerne eine neue. Die Logitech MX518 passt mir gut ins Budget und auch vom Handling her gefällt sie mir. Wenn ich mich nicht täusche, gibts das Ding bald bei Medimax für 19,99€. Interessehalber habe ich dann aber mal bei den beiden großen Discountern geguckt: Saturn will 49,99€ (!!!) haben und Mediamarkt immerhin noch 34,99€. Das Internet verkauft mir die Maus für 22€. Man könnte meinen, es lohne sich Preise zu vergleichen.

Medimax ist zwar auch ein größerer Elektronikhändler, aber doch irgendwie was Anderes. Wenn man mal irgendwo vor Ort etwas günstig bekommt, dann da. Vor rund 2 Jahren habe ich meine Senseo-Maschine da für 44€ gekriegt; bis heute habe ich das Modell nirgendwo auch nur annähernd zu einem vergleichbaren Preis gesehen.

Fazit: Danke Internet!

„There, I fixed it!“ – Der wackelige Schreibtisch

Posted in Angewandte Wissenschaft, Probleme des Lebens on 6. Juni 2011 by hoegi

Seit über einem Jahr wohne ich in meiner aktuellen Wohnung und seit über einem Jahr wackelt der damals neu zusammengeschraubte Schreibtisch wie eine Grünunke kurz vor der Balz. Also schon ziemlich.
Fast genau so lange hatte ich mir vorgenommen, dieses Problem anzugehen und den Schreibtisch irgendwie zu stabilisieren.
Die Lösung des Problems war und ist eine einfache Diagonalstrebe, wie man sie in jedem rahmenbasiertem Bauwerk wie z.B. in einem Parkhaus zuhauf findet.
Das echte Problem waren aber die runden Tischbeine, wie man sie in jedem Baumarkt für ne schmale Mark bekommt. Wie soll ich an lackierte, glatte und wie gesagt runde Beine so eine doofe Strebe befestigen? Die zündende Idee kam mir irgendwann, ich vermute mal beim Kacken: Schlauchklemmen.
Im ersten dahergelaufenen Baumarkt bekam ich dann für rund 4€ zwei dieser Dinger. Die Maße meiner Beine musste ich spontan abschätzen, da ich den Baumarktbesuch gar nicht von langer Hand geplant hatte, aber glücklicherweise passten die gekauften Dinger dann wie angegossen.
Als Strebe dient in meinem Falle ein entbehrliches Stabilisierungskreuz von dem Ikea-Regal IVAR. Leider sind die vorgebohrten Löcher am Stabilisierungskreuz zu klein gewesen für die der Klemmen beigelegten Schrauben, also mussten dafür auch Neue her. Weil damit auch das Gewinde der Schlauchklemme wegignoriert wurde, brauchte ich noch passende Muttern für die Schräubchen und weil die Schraubenköpfe zu klein waren für die Halterung an der Klemme mussten auch noch Unterlegscheiben her. Schlimm das.
Alles in Allem kostete die Aktion 10€, dafür habe ich jetzt aber auch genug Schrauben. Und Muttern. Und Unterlegscheiben.
Und einen stabilen Tisch.

Probleme des Lebens #13

Posted in Probleme des Lebens on 11. Mai 2011 by Herr Grau

Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass die Taschentücher von Aldi „Solo Talent“ heißen?

Standardinventar Küche – der Empfehlungsratgeber

Posted in Essen & Trinken, Probleme des Lebens, smile and look alive on 21. Januar 2011 by Herr Grau

Als gern kochender Mensch wird man, wenn man durch Studentenwohnungen tingelt, oft zum Kochen abgestellt – oder man bietet sich aus schierer Angst selbst dazu an. Dabei kommt es im Prinzip jedes mal zu dem Moment, an dem etwas Essentielles fehlt. Häufig wissen sie es nicht besser, aber die Provisorien sind haarsträubend. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, sollte es auch rein symbolisch sein, ein günstiges Standardinventar für Küchen zusammenzuschreiben, über das jeder verfügen sollte. Gerade Durchschläge, Wecker, scharfe Messer und Reiben fehlen gern und viel und es verursacht weltweit Schmerz und Verzweifelung.
Tu auch Du heute was für deinen kochenden Freund, Bekannten oder Sklaven – checke die Liste und kauf das fehlende Kochinstrumentarium!
Frisch ans Werk!..

Kochgeschirr:
2x Steka Bratpfanne – je 1,99€ – 3,98€
1x Annons Kochgeschirr – 6,99€
1x Skänka Topf – 19,99€
1x Smarta Ofenform – 12,99€
2x Mixtur Ofenform – je 2,99€ – 5,98€

Küchenzubehör:
1x Idealisk Schneebesenset – 0,99€
1x Idealisk Korkenzieher – 2,69€
1x Idealisk Reibe – 4,99€
1x Ikea 365+ Dosenöffner – 3,99€
1x Utmärkt Suppenkelle – 0,99€
2x Fackelmann Holz-Kochspatel (gibts in fast jedem Supermarkt) – je ~1,99€ – 3,98€
1x Fläckig Durchschlag – 1,99€
1x Info Küchenwaage – 6,99€
1x Uppenbahr Messbecher – 4,99€
1x Fläckig Rührschüsselset – 4,99€
1x Sigrid Topflappen – 2,99€
1x Kurzzeitwecker Digital – 3,90€
1x Magasin Schneidbrettset – 3,49€
1x Kesper Pfeffermühle – 6,08€

Messer:
1x Marsvogel Brotmesser – 12,90€
1x Marsvogel Schälmesser – 5,50€
1x Tosa Hocho Bunkaboocho oder Santoku – 39€

Gesamtsumme: 160,38€

160€, das ist nicht viel, vor allem nicht in Anbetracht der Tatsache, dass überall irgendwas schon vorhanden sein dürfte.
Jetzt kann man nur noch darauf hoffen, dass Salz da ist, wenn man es braucht…

Probleme des Lebens – BASE

Posted in Probleme des Lebens on 18. Januar 2011 by hoegi


a) Warum macht Base mit dem Gesicht von Chris O´Dowd (Roy, „The IT Crowd“) Werbung?
b) Woher kommt diese verdrehte Monsterhand?

GTA IV – Die Zukunft des Gamings?

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 13. Januar 2011 by hoegi

In der Historie der Computerspiele gab und gibt es alle Jubeljahre Spiele, die die Welt des Gamings verändern sollten. Nennen wir sie Meilensteine des Zockens. Einer dieser Meilensteine ist meiner Meinung nach GTA. GTA steht übrigens für Grand Theft Auto, aber wer das bis jetzt noch nicht wusste, sollte jetzt seinen PC ausschalten, sich eine Eselsmütze schnappen, die nächste Ecke des Zimmers suchen und sich mehrere Tage schämen. GTA I fiel irgendwo in die Untiefen meiner Kindheit hinein und auch wenn ich der kümmerlich vorhandenen Story kaum folgen konnte, hatte ich doch wenigstens immer Spaß daran, einfach mit einem Auto durch die Gegend zu fahren und Polonaisen von Elvis-Imitaten zu überrollen. Jahre später waren wir reifer. GTA als auch ich. GTA II hatte schon eine tiefere Atmosphäre, aber Elvisse überfahren machte immernoch Spaß. GTA III fesselte mich Jahre darauf noch mehr, insbesondere weil die für damalige Verhältnisse riesige 3D-Landschaft einfach Spaß und die Story auch einfach Bock machte. Mit GTA Vice City und GTA San Andreas schaffte Rockstar es nicht mehr ganz, an die Spieltiefe von GTA III heranzukommen, obgleich diese Spiele auch für eine gewisse Zeit ihren Reiz hatten. Eine ganze Zeit lang haben wir nichts mehr voneinander gehört, GTA und ich.
Vor nicht allzulanger Zeit erschien dann GTA IV. Zwar erst nur für Konsolen, aber immerhin ein kleines Lebenszeichen. Schließlich wurde das Spiel dann auch auf den PC portiert und ich hatte mir vorgenommen, es zu kaufen. Doch viele negative Berichte über unendlich viele Bugs und irgendwelche multiplen Plattformanmeldungen, die getätigt werden müssen, sowie ein (für PC-Spiele leider üblich) hoher Kaufpreis hielten mich dann wirklich vom Erwerb ab. Bis… ja bis es im Steam Holiday Sale GTA IV, sowie Tales from Liberty City als auch The Ballad of Gay Tony zusammen für 8,95€ gab. Jegliche negativen Konnotationen waren schon lange in einem Brei aus Alkohol und anderen Späßen in meinem Gehirn versumpft und schließlich gewann das Kind in mir die Überhand: Ich kaufte das Spiel.
Dank meiner 6000er Leitung dauerte es auch nur rund 12 Stunden, bis das Spiel dann geladen war (nur GTA IV, die Add-Ons dauern nochmal so lange…) und voller Vorfreude startete ich das Spiel. Würde es mich wieder packen? Gibt es wieder Elvis-Horden? Ist die Story gut?
Debil sabbernd wartete ich diverse Installationsvorgänge vor dem Spiel ab. Hätte ich da mal gewusst, was da geladen wurde…
Zuerst poppte vor Spielstart ein billig anmutendes Fenster auf. Ein gewisser „Rockstar Social Club“ möchte meine Registrierung. Genau. Und danach gebe ich einem sprechenden Esel meine Kreditkartendaten. „Click“, weiter! Alsbald erschien das Hauptmenü und nachdem ich ein paar Einstellungen vorgenommen hatte, konnte es losgehen. Hoffentlich… Das Introvideo lief flüssig und ich sah mich schon die kommenden 20 Stunden wie festgegurtet vor dem PC hängen, als sich plötzlich ein unheilvoller Ton in meine Gehörgänge bohrte. Das Spiel stürzte ab und Windows meldete, dass dem Spiel nicht genügend Grafikspeicher zur Verfügung stünde. Fuck. Also das Spiel neugestartet. Grafikoptionen etwas modifiziert (in den Optionen wird direkt gezeigt wieviel VRAM das Spiel nutzen wird. Gute Idee, das!) und dann auf ein Neues! Vorspann nochmal von vorne laufen lassen… Yes! Da stand ich nun. Niko Bellic in Liberty City. Na wartet ihr fiesen Wichser, jetzt mache ich die Stadt un… w00t? Vom oberen Bildrand flutschte wie ein Erdbeereishörnchen bei 35°C im Schatten ein Windows-Live!-Layer ins Bild. Ich solle mich doch bitte bei Windows-Live! registrieren, damit das Spiel automatisch meinen Fortschritt speichert. Wer hat sich sowas denn ausgedacht bitte? Nun gut. Was tut man nicht alles für ein hoffentlich gutes PC-Spiel. Ich drücke in diesem Layer auf „OK“ damit ich auf eine Registrierseite geleitet werde. Natürlich muss das Spiel dafür beendet werden, weil dass sowas nicht auch parallel funktioniert, beweist Steam ja oder wie? Leider kommt es gar nicht erst richtig zum Registrierfenster, denn das Spiel friert spontan ein und mit ihm auch der Befehl, mich gefälligst auf die Registrierseite zu schicken. Fuck it. Jetzt habe ich das Spiel auf brutalstmögliche Weise beendet und bin auf der Suche nach einer Windows-Live! Registrierung. Leider scheinen die Winzigweich-Seiten unter dem neuen Firefox 4 (Beta) irgendwie nicht zu funktionieren, also muss ich für den Spaß meinen verstaubten Internet Exploder aus den Untiefen meines Explorers graben. Rund 5 Minuten später verfüge ich über eine Windows-Live!-ID und voller Erwartung starte ich das Spiel erneut. Jetzt sollte dem Spielspaß doch nichts mehr im Wege stehen? Tatsächlich konnte ich mich im Spiel/Windows-Live!-Layer dann auch mit meinem frischen Konto einloggen. Hurrah! Allerdings war dieses „etwas“ dann der Meinung, dass das Windows-Live!-Plugin doch Aktualisierungen bräuchte. Um die zu installieren, muss selbstverständlich mal wieder das Spiel beendet werden. Ist ja klar. Also wieder von vorne: Spiel starten, „Social Club“-Fenster wegklicken, bei Windows-Live! einloggen uuuuund: Noch eine Aktualisierung. Spiel beenden, Updaten… Und nochmal von vorne. Spiel starten, „Social Club“-Fenster wegklicken, bei Windows-Live! einloggen uuuuund: Noch eine Aktualisierung. Leicht angefressen (Ich hatte bis jetzt schon 45 Minuten damit verbracht, irgendwie dafür zu sorgen, dass ich verdammtnochmal spielen kann!!) fing ich mit dem ganzen Schlonz mal wieder an. Spiel starten, „Social Club“-Fenster wegklicken, bei Windows-Live! einloggen uuuuund: Geschafft! Oder? Windows-Live! wies mich dezent darauf hin, dass meine Live!-ID ja noch nicht mit einem Gamer-Tag verknüpft wäre, den ich scheinbar wirklich brauche, damit der Rotz funktioniert. Wo kriege ich so einen Tag her? Naaa? Natürlich außerhalb des Spiels! Also wieder raus, Gamertag besorgt, mit Live! verknüpft, Spiel starten, „Social Club“-Fenster wegklicken, bei Windows-Live! einloggen uuuuund: Fertig? Ich kann spielen? Kann nicht euer Ernst sein. Mittlerweile war eine Stunde vergangen und ich durfte tatsächlich spielen? Damit hätte ich meinen Lebtag nicht mehr gerechnet.
Zum Spiel: Es macht ähnlich viel Spaß wie GTA III, allerdings bietet es bislang noch nicht viel bahnbrechend Neues. Ich werds auf jeden Fall noch eine Weile spielen und selbst wenn ich keine Lust mehr habe weiterspielen. Ich will diese Strapazen nicht umsonst auf mich genommen haben!

Achja: Für den Social Club habe ich mich letztenendes doch noch angemeldet, denn nur damit kann man Multiplayer spielen. Cool, oder?
Ich spiele also jetzt ein Spiel für das ich:
– bei Steam eingeloggt bin (Shift+Z und Steam geht auf)
– bei Windows Live! mit meiner ID und meinem Gamer-Tag eingeloggt bin (Pos1 und Live! geht auf)
– und mich vor jedem Spielstart im „Social Club“ anmelden muss damit der Multiplayer-Modus funktioniert.

Sehe nur ich das oder ist das irgendwas zwischen völlig Banane und übertriebener Analität? Es hätte so einfach sein können. So verdammt einfach…
Und um zur Überschrift zurückzukommen: Die Zukunft des Gamings? Hoffentlich nicht! Wenn ich für jedes neue Spiel so viel Scheiße in Kauf nehmen muss, schließe ich mich dem CCC an und zerficke sämtliche Firmen die dafür verantwortlich sind. Oder ich werde wie so viele verprellte Gamer einfach überzeugter „Raubkopierer“.

Probleme des Lebens #12

Posted in Probleme des Lebens on 5. Januar 2011 by Herr Grau

Gefunden in der Zitatesektion der P.M.:

Wenn „Karnevalist“ deine zweitwichtigste Qualifikation ist, hast Du schon sehr gewonnen.
Ich höre schon den Aufschrei der Handwerkskammer. „Hallodri“ wird sofort zum Ausbildungsberuf. Mit Innung.

Probleme des Lebens – T9

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 7. Dezember 2010 by hoegi

Was will mir mein Handy mitteilen wenn ich „bock“ eingeben will und es mir zuerst „anal“ und „cock“ vorschlägt?

Quo vadis, Dipl.-Ing.?

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 4. November 2010 by hoegi

Der Diplom-Ingenieur stirbt aus. Dank der Bologna-Reform und der damit verbundenen Modularisierung quasi sämtlicher Studiengänge geht der akademische Grad des Dipl.-Ing. in Deutschland peu a peu flöten. Im Folgenden versuche ich hier eine Zusammenfassung der aktuellen Sachlage, als auch meine eigene Meinung zu damit verbundenen Problematiken darzulegen. Das Thema ist dermaßen vielseitig, dass mir eine vernünftige Textstruktur alsbald abhanden kommen wird. Das bitte ich jetzt schon zu entschuldigen.
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Produktwarnung: Ontario-Messer / Wie pflegt man ein Carbonstahlmesser?

Posted in Getestet, Probleme des Lebens, Scharfe Messer on 5. Oktober 2010 by Herr Grau

Normalerweise tute ich nicht in mein Sturm-und-Not-Horn, wenn nicht Sturm oder Not sind. Respektive: Wenn ich die Scheiße, vor der ich warne, nicht selber erlebt habe. Diesmal will ich eine Ausnahme machen. Ich wurde von einem Mitglied des für alle kulinarisch Interessierten empfehlenswerten GSV-Forums kontaktiert und um Hilfe gebeten. Aber fangen wir vorne an.

Er hatte sich das in diesem Forum empfohlene Butcher Knife von Ontario zugelegt. Da dies ein Messer mit nicht-rostfreier Klinge ist und ihm die Erfahrung mit diesen fehlte, fragte er mich, ob es bei der Pflege etwas zu beachten gäbe. Was ich ihm antwortete, will ich hier schnell zusammenfassen, damit jeder, der über die Anschaffung eines solchen Messers nachdenkt, es nachlesen kann:

Ja, Messer aus nicht-rostfreiem Carbonstahl bedürfen etwas besonderer Aufmerksamkeit: Das Messer sollte nach jeder Schneidaufgabe, nach der es länger als ein paar Minuten nicht gebraucht wird, kurz gesäubert werden. Dazu ziehe ich es von beiden Seiten über den feuchten Küchenlappen und dann über das Geschirrtuch: Sauber und trocken. Dieser Zustand reicht bei einem normalen Stahl völlig aus, ich behandle einige Messer so. Sie werden, wenn sie sich im täglichen Gebrauch befinden, in diesem Zustand gelagert. Ölen muss man die Klinge nur, wenn man sie längere Zeit nicht braucht.

Diese einfachen Regeln gab ich auch dem Fragenden mit. Nach zwei Wochen (!) kontaktierte er mich wieder und sagte, sein trocken (!) gelagertes Messer habe erheblich Rost angesetzt und schickte mir folgendes Bild:

Da ich nicht sicher war, ob es sich um Narben oder eine optische Täuschung durch Öl handelte, empfahl ich ihm, das ganze mit Scheuermilch anzugehen. Dies ist auch die Methode der Wahl, sollte sich mal ein Flugrostfleck auf ein solches Messer stehlen. Die Bilder, die er mir darauf hin zusandte, zeigen das Messer nach eingehender Behandlung mit Scheuermilch; es ist deutlich zu sehen, dass es tatsächlich tiefe Rostnarben sind:

Mich haben diese Bilder ernsthaft erschreckt. Ich habe Dolche gesehen, die Dekaden in feuchten Kellern gelagert haben und ähnlich aussahen. Nicht einmal unlegiertes Eisen rostet so schnell. Es gibt nur eine Erklärung:

Der Stahl ist von extrem minderwertiger Qualität; durch metallurgische Fehler bei der Herstellung sind Sauerstoff und Wasser darin eingeschlossen oder gelöst, was den Stahl erheblich rostanfällig macht.
Ich kann nur stark empfehlen, die Finger von diesen Messern zu lassen. Ich kann zwar nicht sagen, ob es sich hier nur um ein Los handelt, aber solange der Hersteller den Zulieferer nicht wechselt, besteht diese Gefahr stets.