Archiv für Juli, 2009

Mixed Feelings – Daiquirí

Posted in Mixed Feelings on 9. Juli 2009 by Herr Grau

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Der Daiquirí ist neben dem Magarita der Drink, der am meisten durch „Frozen“-Varianten bastardisiert worden ist. Bekannt geworden ist auch dieser Drink durch Ernest Hemingways unstillbaren Durst, den er im El Floridita in Havanna auszuleben geruhte. Barhüterich Constantino Ribalaigua baute so schmackhafte Cocktails, dass unserem Lieblingsliteraturnobelpreisträger gar nichts anderes überig blieb, als sich dort wochenlang mit dem schmackhaften Stöffchen zu befüllen. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass andere bereits vorher die hiesigen Zutaten Zucken, Limette und Rum gemischt haben und der Drink nicht im El Floritida erfunden wurde.

Ich habe mein Rezept von Angus Winchester und halte es unter inzwischen einigen probierten für das am besten ausbalancierte.

Das Originalrezept ist natürlich mit cubanischem Rum (z.B. Havanna Club 3 Jahre) und crushed Ice. Ich nehme inzwischen Appleton White und normales Eis, da hier das crushed Ice den Prozess nur beschleunigt und dieser Zeitgewinn geht durch das Crushen wieder flöten.

How To Daiquirí:

1. Ein Cocktailglas mit Eis und Wasser vorkühlen

2. 30ml frisch gepressten Limettensaft in den Shakerbecher pressen und eine ausgepresste Limettenhälfte auch hineinwerfen

3. 30ml simple Syrup dazu

4. 60ml weißen Rum hinzugeben

5. Viel Eis dazu

6. Kräftig shaken

7. Glas ausleeren und Drink hinein feinstrainen

8. Trinken

Genusspotential:

Der Daiquirí ist fraglos ein sehr leckerer Cocktail, aber er hat so seine Probleme. Seine unverdünnte, sirupartige Textur macht es für mich immer nötig, ein Glas Wasser nebenbei zu trinken, um meinen Rachen wieder frei zu bekommen. Ich werde in einem späteren Artikel auf diese von mir nach diesem Drink „Daiquirí-Problem“ genannte Zwickmühle umfassender eingehen. Der Daiquirí ist und bleibt aber ein Klassiker, der nicht zuletzt seiner puristischen Schönheit wegen nie eine schlechte Idee ist.

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The Daiquirí is besides the Magarita the one cocktail that has suffered most by being bastardized to „frozen“ versions. The drink too got famous due to Ernest Hemingsways insatiable thirst which he used to live out in the El Floridita of Havanna, Cuba. Barkeep Constantino Ribalaigua is said to have made so delicious cocktails that our favourite Nobel Price winner basicaly had no other choice than filling himself up with the good soup for weeks. Thou mayeth consider it given though that the drink was not invented in that etablissment, because somebody will definitly have mixed the local goods sugar, lime and rum before.

I’ve gotten my recipe from Angus Winchester and consider it – after some good testing – to be the on which is balanced best.

The original recipe of course calls for cuban rum (z.B. Havanna Club 3 Anos) and crushed ice. I’ve come to use Appleton White again. And I use usual full ice cubes, because the crushed ice only speeds up the process and this saved time annulates itself due to the time the crushing needs.

How To Daiquirí:

1. Prechill a cocktail glass with ice and water

2. Freshly squeeze 1 oz of lime juice into your shaker tin and throw in one of the lime hulls

3. Add 1 oz of simple syrup

4. 2 oz of white rum go in there, too

5. Add lots of ice

6. Shake strongly

7. Empty the glass and fine strain the drink in

8. Drink

Enjoyabilitential:

Without question the Daiquirí is a very delicious cocktail. But. It has it’s issues. It’s undiluted, syrupy texture makes it necessary for me to always have a glass of water to drink aside to clear up my throat. In a later article I will specifialy write about this, which I have christened „The Daiquirí Problem“. Nevertheless the Daiquirí is a classic, which is always a good idea and not only due to it’s simplicistic beauty.

Ingenieureskapaden – Das Super-C

Posted in smile and look alive on 9. Juli 2009 by hoegi

Das SuperC ist das Service-Zentrum der RWTH Aachen, das unmittelbar neben dem Hauptgebäude steht und die meisten Dienstleistungen für Studierende unter einem Dach vereint. Vom Studierendensekretariat über das Akademische Auslands- und Prüfungsamt bis hin zu einem Career Center sind alle Einrichtungen, die bislang weit über viele Gebäude verstreut lagen, an zentraler Stelle zusammengefasst. Darüber hinaus finden sich in dem Gebäude großzügige Flächen für Begegnung und Informationsaustausch, Ausstellungsflächen, Tagungs- und Seminarräume, um einen lebendigen Treffpunkt im Kernbereich der Hochschule zu schaffen.

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Das sagt also Wikipedia über den aktuellsten Repräsentanzbau der RWTH Aachen. Eine zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Studierenden war selbstverständlich überfällig, wenn man bedenkt, dass die verschiedenen Einrichtungen mehrere Kilometer voneinander entfernt lagen. Ebenfalls gut ist, dass dieses Gebäude sehr zentral liegt („neben dem Hauptgebäude“) und damit wirklich von jedem Studierenden bestens erreichbar ist.
So viel also zu den positiven Aspekten des Gebäudes. Kommen wir nun zu den Kritikpunkten:

1. Die Lage ist, wie erwähnt, sehr gut für so ein funktionales Gebäude. Leider wurde für meine Begriffe doch wirklich sehr viel Platz verschwendet, der insbesondere für den Bau neuer Hörsaalgebäude an dieser Stelle nützlich gewesen wäre. Glücklicherweise wird direkt im Rücken des Super-C das alte Heizkraftwerk der Uni in ein kleines Hörsaalgebäude umgeschustert. Immerhin etwas. Um aber nochmal auf die Platzverschwendung zu kommen:

2. Die Form des Gebäudes ist in meinen Augen ein echter Witz. StudiVZ-Gruppen wie „Was macht die große Bushaltestelle neben dem Hauptgebäude?“ bringen es schon ziemlich auf den Punkt. Dieses Gebäude ist nicht viel mehr als ein überdimensioniertes Dach, unter das man sich bei dem typischen Öcher Wetter gerne mal unterstellen kann. Dass das nicht immer funktioniert erläutere ich im nächsten Punkt. Aufmerksame Leser (insbesondere jene, die sich das Bild mal genauer angeschaut haben) werden sich nun vermutlich fragen: Warum heißt das Gebäude Super-C, wenn es die Form einer riesigen Bushaltestelle hat? Man könnte das Gebäude ebensogut „Super-umgedrehtes-L“ nennen, aber das ist nicht so… griffig. Insider (im wahrsten Wortsinne) berichten mir jedoch, dass sich im Untergrund des Vorplatzes des Super-C noch ein sehr großer, dem Gebäude angeschlossener, Raum befindet. Würde man das Gebäude also gut 5m anheben, sähe man im Querschnitt tatsächlich ein C. Tut man aber nicht, also belassen wir es bei „Super-umgedrehtes-L“ oder „Bushaltestelle“.
Da nun die Nomenklatur geklärt ist, muss ich natürlich noch etwas rumnörgeln und dabei kurz mathematisch werden.
Wir befinden uns inmitten des Uni-Geländes und bauen ein tolles Gebäude, wo Studenten ganz viele tolle Sachen machen können. Das Grundstück ist circa 50x50m, also 2500m². Kann auch etwas mehr sein, aber der Anschaulichkeit halber rechne ich mit diesen Werten. Das Gebäude darf maximal 6 Stockwerke haben, damit es das nebenstehende Hauptgebäude nicht überragt. Meinetwegen. Macht eine Gebäudehöhe von bis zu rund 20m. Idealerweise könnte man also auf dem Grundstück ein Gebäude mit 6 Stockwerken bauen, also hätten wir eine Nutzfläche von bis zu 15000m². Der Steg, also die Aufstandsfläche, des Gebäudes beträgt nun effektiv aber nur etwa 15x50m. Das macht also eine Grundfläche von 750m². Nun beinhaltet der Steg 5 Stockwerke, das macht also 750m²x5=3750m². Die oberste Etage, der Flansch, des Gebäudes nutzt wieder die gesamte Grundfläche aus, also 2500m². In der Summe haben wir also rund 6250m² Nutzfläche. Das sind nur etwa 42% der maximal möglichen Fläche. Ergo: Den Platz hätte man viel sinnvoller nutzen können. Es soll auch repräsentative Bauten geben, die annähernd kubisch sind.
Ein letzter Kommentar noch zu der Statik: Aufgrund der Form dürfen in die 6. Etage maximal etwa 300 Personen. Schon toll, wenn man bedenkt dass da oben 2 großzügig dimensionierte Konferenzräume sind.

3. Nicht einmal rudimentäre Funktionen erfüllt dieses Gebäude. Wer versucht, sich unter dem gigantischen Dach unterzustellen, wird unter Umständen nass. Nicht aufgrund heftiger Winde, sondern schlicht und ergreifend, weil das Gebäude nicht dicht ist. An 2 Stellen (Nach neuerlicher Reparatur nur noch an Einer. Yeeeah.) kommt das Pani einfach mal von der Decke gesifft. Und das auch nicht zu wenig.

4. Kurz nachdem die Universitätsangestellten ihre Büros bezogen hatten, klagte ein nicht unerheblicher Teil von ihnen über Atemwegsprobleme und Hautreizungen. Schuld hieran sollen diverse Ausdünstungen von Baumaterialien sein. Kann ja keiner ahnen.

5. Ein guter Grundgedanke des Super-C war, es mit Erdwärme (auch Geothermie genannt) zu beheizen. Dafür wurde bei Baubeginn ein 2,7km tiefes Loch gebohrt, um eine Erdwärmequelle zu erschließen. Dummerweise war plötzlich kein passendes Rohr mehr zu bekommen. Das ursprünglich vorgesehene Kunststoffrohr machte bei einem Versuch die Biege. Jetzt haben wir ein 2700m tiefes Loch in Aachen. Ist doch auch was.
PS: Irgendwann soll das aber mal funkionieren, heißt es vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

6. Mein letzter Kritikpunkt gilt einer Einrichtung im Erdgeschoss. Dort wurde direkt neben dem Bistro im Hauptgebäude und gegenüber von der Cafete im Karmán-Auditorium und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pontstraße, der Fressmeile Aachens, ein weiteres Café eingerichtet. Unterhalten wird dieses vom Studentenwerk Aachen. Erwähnt werden sollte hier, dass sämtliche Cafeterien des Studentenwerks defizitär sind und nur durch Subventionen am Leben gehalten werden können.
Naja, da kann ein weiteres Café ja kaum schaden.
Achja: Der Kaffee schmeckt mir mal so gar nicht da. Lavazza hin oder her: Bäh.

Mixed Feelings – Rum and Coco

Posted in Mixed Feelings on 8. Juli 2009 by Herr Grau

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David Wondrich, Autor von Imbibe! und Fachkraft Ressort Alkohol des Esquire Magazine, empfahl mit großer Begeisterung ein lokales karibisches Getränk aus Rum und Kokoswasser. Kokoswasser ist der Inhalt der noch grünen, s.g. Trinkkokosnuss. Es ist im Gegensatz zur Kokusmilch durchsichtig, wässerig und schmeckt nur etwas substanzieller als Wasser, leicht nussig und mit einem Hauch von Säure. Im Normalfall hat der Herr Wondrich einen ziemlich guten Geschmack, also hab ich mir vom Teegut eine Trinkkokosnuss besorgt, aufgemeißelt und habe losgelegt.

How To Rum&Coco:

1. Collinsglas mit Eiswürfeln füllen.

2. 1 Teil Rum zu 2 Teilen Kokoswasser eingießen

3. Rühren

4. Trinken

Genusspotential:

Ich war baff. Der Drink schmeckt echt mies. Der zarte Geschmack des Kokoswassers geht, im Nachhinein irgendwie verständlich, vollkommen im Rum unter. Was am Ende übrig bleibt, ist kalter, verdünnter Rum.

Nicht zu empfehlen.

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David Wondrich, author of Imbibe! and writer on Mixology for Esquire Magazine, enthusiasticaly recommended a local caribbean beverage consisting of rum and coconut water. Coconut water is the content of the green, so called drinking coconut. In contrast to coconut milk, it is clear, watery and just marginally more substancial than water, providing a light nutty flavour and a very slight tartness. Usually Mister Wondrich has got a realy good taste, so I organized myself a green coconut and got it going.

How to Rum&Coco:

1. Fill collins glass with ice

2. Pour in one part rum to two parts coconut water

3. Stir

4. Drink

Enjoyabilitential:

I was supprised. The drink really sucks. The delicate flavor of the coconut water, pretty obviously in retrovision, get completely lost under the rum. What you end up with is cold, diluted rum.

No recommendation.

Mixed Feelings – Mojito

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Ach ja, der Mojito. Dem Ernst Hemmweg sein ganz persönlicher Lieblingscocktail. Neben dem Daiquirí natürlich. An und für sich sind sich die beiden Cocktailien auch recht ähnlich, doch während der Daiquirí sich mehr auf das Aroma der Limetten konzentriert, baut der Mojito mehr in Richtung leicht und frisch, indem er Minze implementiert und das ganze mit Mineralwasser verdünnt.

Es gibt eine Bewegung unter Cocktailbloggern, die dazu aufruft, nicht in einer geschäftigen Bar einen Mojito zu bestellen. Ich finde das Blödsinn. Ich möchte die Säfte für meine Cocktails am liebsten frisch gepresst sehen, ich will ihn gescheit kalt geshakt oder gerührt haben, da ist das 10 Sekunden Minze ausdrücken auch keine Überforderung, oder kurz: Ein Mojito braucht nicht kürzer oder länger, als jeder andere sorgfältig zubereitete Cocktail auch. Mit Ausnahme des Ramos Gin Fizz vielleicht… Ich halte es hier wie mit dem Restaurant, in dem das Essen zu lange braucht, „weil so viel los ist“. Wenn man mich mit solchem Bockmist konfrontiert, kann selbst ich friedlicher Mensch auch mal etwas zänkisch werden. Wenn ein Restaurant eine bestimmte Anzahl Menschen nicht in angemessener Zeit abfertigen kann, dann muss es sich mit weniger Kunden zufriedengeben und weniger Gedecke legen. So und nicht anders. Das selbe gilt für eine Bar.

Eigentlich wird der Mojito mit braunem Zucker zubereitet und teilweise wird crushed Ice verwendet. Ich finde beides unnötig. Crushed Ice zerstört die Carbonierung des Wassers (große Oberflächen und so), der kristalline Zucker macht nur das verhasste Knuspern im Mund.

How To Mojito:

1. 30ml simple Syrup in ein Collinsglas gießen

2. 30ml Limettensaft pressen und dazu schütten

3.  Nach Geschmack Minzeblätter hinein geben

4. Feinfühlig mit einem runden Holzstab (bitte keine gezackten Muddler) die Minze ausdrücken. Wir wollen sie nicht passieren, nur leicht drücken.

5. Mit Eiswürfeln auffüllen

6. Weißen Rum dazugeben, etwa 2/3 des Glases vollmachen

7. Kräftig rühren

8. Mit stark carboniertem Mineralwasser auffüllen

9. Trinken

Genusspotential:

Der Mojito ist lecker und erfrischend, vorrausgesetzt man mag Minze. Ich mache ihn eher mit sehr wenig Minze, sodass es nicht schmeckt, als lutschte man gerade das Innere eines After Eights aus. Aber suum cuique. Korrekt zubereitet handelt es sich um einen guten Drink für jede Gelegenheit, der entgegen der landläufigen Meinung flott gemacht ist und einem vor allem im Sommer viel Freude bereitet.

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Ah, well, the Mojito. Ernest Hemingway’s own personal super-favourite drink. Besides the Daiquirí of course. The two cocktails are actually very much alike, but whilst the Daiquirí focusses more on the lime flavour, the Mojito goes more down the light and fresh road, using mint and diluting everything with seltzer water.

There is a movement in the cocktail blogger scene which demands that you shouldn’t order a Mojito in a busy bar. I think that is stupid. I’d like the juices for my drink freshly squeezed, I want it shaken or stirred until properly cold, so the additional 10 seconds for muddling the mint aren’t that big a deal nomore. Short & dirty: A Mojito doesn’t take shorter or longer than every other decently prepared cocktail. Excluding the Ramos Gin Fizz, I suppose… I am thinking of this in the same way as of the restaurant in which the food takes too long „because it’s so busy“. If you confront me with such horse crap, even I, being a very peaceful guy, can get a little crancy. If a restaurant can’t cope with that amount of customers, they have to reduce their tables. It’s that easy. The same goes for a bar.

The Mojito is usually prepared using brown sugar and crushed Ice. I believe both of it to be unnecessary. Crushed Ice destroyes the carbonation (great border surface…) and crystal sugar just gives you the possibilty of the special „crunsh factor“ that we all like so much. Not.

How To Mojito:

1. Pour 1 oz simple syrup into a Collins glass

2. Add 1 oz of freshly squeezed lime juice

3.  Put in your mint leaves, as much as you like

4. Gently squeeze the mint with a round wooden muddler. Please don’t use jagged muddlers. We don’t want to make a paste here! Be gentle, it doesn’t take long.

5. Fill up with ice cubes

6. Fill the glass two thirds of the way up with white rum

7. Stir well

8. Top of with highly carbonated water

9. Drink

Enjoyabilitential:

The Mojito is tasty and refreshing, given that you like mint. I make mine with very little mint, so it doesn’t taste like sucking out an After Eight. But suum cuique. Correctly prepared it is a great drink for every opportunity, which is, other than common talk suggests, made very quickly and a lot of fun, especially in the summer time.

Mixed Feelings – Ramos Gin Fizz

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Aus dem New Orleans der vorletzten Jahrhundertwende stammt dieser von Henry Ramos entwickelte Drink. Bis zur amerikanischen Prohibition war das Rezept ein wohl gehütetes Geheimnis und ein wahrer Kassenschlager. Die Geschichte, dass der Barbesitzer zum Carneval 1913 zweiunddreißig „Shakerboys“ (damals noch kein gay getünchtes Wortgut) engagierte und trotzdem mit den Cocktails nicht nachkam, ist unter den Liebhabern des Drinks wohl bekannt. Die Zauberformel wurde von dem vernünftigen Ramos nach dem Alkoholverbot veröffentlicht, auf dass es nicht verloren ginge. Man kann diese Idee nur als großartig und humanistisch bezeichnen. Trotzdem geriet der Drink mehr und mehr in Vergessenheit und wurde erst in den letzten Jahren von den umtriebigen Cocktailenthusiasten wiederentdeckt.

Ich habe mein Rezept von Chris McMillan des Ritz-Carlton New Orleans übernommen. Viele im Internet kursierende Rezepte sind quatsch, zu sauer oder enthalten zu wenig Sahne. Damit der Drink nicht nur durchschnittlich, sondern großartig wird, muss die Zubereitung sehr genau stimmen. Salmonellen werden übrigens durch den Alkohol zuverlässig abgetötet. Ursprünglich verlangt das Rezept 12 Minuten shaken. Ich shake etwa eine Minute vor, nach der Eiszugabe shake ich so lange, bis das Shakerglas zu kalt zum Halten wird. Den Metallteil greife ich durch ein Küchenhandtuch. Eine Zugabe einiger Tropfen Vanilleextrakt, wie es Herr McMillan praktiziert, steht bei mir in Ermangelung des Substrats noch aus.

How To RamosGinFizz:

1. 45ml Gin in einen Shakerbecher gießen

2. Ein Eiweiß hinzugeben

3. 15ml Limettensaft und 15ml Zitronensaft frisch pressen und zugeben

4. 30ml simple Syrup dazu (ich nehme etwas mehr, 35-40ml)

5. 2 bis 3 Tropfen Orangenblütenwasser zugeben

6. 60ml Sahne dazu gießen

7. Kräftig shaken

8. Eis zugeben

9. Noch viel kräftiger shaken

10. In ein großes Collins-Glas strainen und mit sehr stark carboniertem Sprudel auffüllen

11.  Vorsichtig kurz umrühren

12. Trinken

Genusspotential:

Na, das ist mal ein unglaublich leckerer Trunk. Fluffig, samtig, weich, leicht citrussig-süßlich mit leckeren Gin-Noten, ohne dabei alkoholisch oder zu wacholderig zu schmecken. Und trotz einiger Sahne leicht und erfrischend. Kurz: Einer meiner absoluten Lieblingsdrinks. Interessanterweise mag ich nicht unbedingt mehrere nacheinander.  Ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Aber einer? Immer.

Der Aufwand ist recht hoch, aber der fleißige Arbeiter wird mit einem der weltbesten Cocktails belohnt.

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This drink hails from the New Orleans of the next to last turn of century. It was a well protected secret of it’s inventor Henry Ramos until the prohibition and it was a real blockbuster. The story, that for the carnival 1913 Ramos hired thirtytwo “shakerboys” (in these days it hadn’t had gay connotations yet) and still couldn’t keep up with the demand, is well known with those, who love this drink. The magic formula was published by the wise Mr. Ramos when prohibition hit so it wouldn’t get lost. You only can appreciate this move with all your heart, call it grand and humanistic. Nevertheless the popularity of the drink decreased dramatically over the years and has just very recently been rediscovered by cocktail enthusiasts.

I got me my recipe from Chris McMillan of the Ritz-Carlton New Orleans. Many recipes published in the internet are plain wrong, too tart or contain to little cream. To redeem the drink from being average and sublimate it into being totally awesome, the preparation and measures have to be very precise. Salmonella, by the way, are killed reliably by the alcohol. Originaly the recipe calls for 12 mintutes of shaking. I shake the mixture dry for about a minute and continue shaking after adding the ice until the glass is too cold to touch. The metal part of the shaker I grab through a kitchen towel. Mr. McMillan adds a few drops of vanilla extract, which I’m definitely going to try, but I currently lack of the desired substract.

How To RamosGinFizz:

1. Pour 1 ½ oz gin into shaker

2. Add one egg white

3. ½ oz lime- and ½ oz lemonjuice – freshly squeezed! – go in there too

4. Add 1 oz of simple syrup (I use a hint more, about 1 ¼ oz)

5. Put in 2 or 3 drops orange flower water

6. Get 2 oz of heavy cream in there

7. Shake viciously

8. Add ice

9. Shake even stronger

10. Strain into a collins glass and top off with a bit of highly carbonated seltzer water

11. Stir briefly and careful

12. Drink

Enjoyabilitential:

Well, if this isn’t an incredibly tasty beverage! Fluffy, velvety, soft, with a light citrus-sweet touch and yummy gin flavor without tasting alcoholic or having the juniper taking over. And despite the cream it’s very light and refreshing. In short form: One of my favourite drinks. Quite interesting that I don’t necessarily like too many of them in a row. I can’t quite put my finger on it why. But one? Always.

The effort is quite high, but the brave little worker will be rewarded with one of the world’s best cocktails.

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Posted in smile and look alive on 6. Juli 2009 by The Tool

So. Nach einer den anderen Schreiberlingen sicherlich unverschämt lang anmutenden Zeit, habe ich es nun auch geschafft mich hier anzumelden.
Ich werde es in nächster Zeit wohl eher nicht schaffen dieses Blog mit erhellenden Erkenntnissen über Fastfoodketten, wertige Alkoholii oder Kritik am hiesigen Bildungssystem zu füllen.
Auch an dem mehr oder weniger gut verbrämten Penislängenvergleich in Form naturwissenschaftlicher Prosa zwischen dem Ingenieur und dem Dr. werde ich wohl nicht teilnehmen.

Für die nächsten 3 Wochen muss das hier ausreichen:

1.) Die Mensa der Uni Köln macht Fastfood überflüssig
2.) Jever und Budweiser abwechselnd
4.) „Es ist kein Studium, wenn es nicht wehtut.“ (G. F.)
3.) Mines bigger.

Wunderbare Wissenschaft: Hebelgesetze

Posted in Angewandte Wissenschaft on 6. Juli 2009 by Herr Grau

Da die Hebelgesetze nun schon mehrfach Thema waren, müssen diese natürlich auch ausreichend erklärt werden.

Archimedes sagte schon vor über 20 Jahren: „Gebt mir nur einen festen Punkt im All und ich hebe euch die Welt aus den Angeln!“

Was wusste der kluge Mann, was wir nicht wissen? Erstens deuchte ihm wohl das Dingen mit der Relativität aller Systeme bereits. Und zweitens wusste er, dass Kraft mal Kraftarm Last mal Lastarm ergibt. Aus Gründen der völligen Sinnlosigkeit will ich mal kurz ausrechnen, wie lang wohl der Hebel des guten Herrn hätte sein müssen. Dafür brauchen wir folgende Annahmen:

1. Das Gewicht der Erde lässt sich mit 5,97 Trilliarden Tonnen und 5 Gramm sehr gut annähern

2. Den Lastarm müssen wir schätzen. Um einen suffizienten Umlauffehler zu erzeugen, müssten wir etwa 1400 Meter vermuten

3. Archimedes Aussage war hochgradig männlich. Eine Frau hätte sich zu solcher Protzerei nicht herabgelassen, sondern es stillschweigend ausprobiert und die Erde vernichtet. Daraus folgern wir zweierlei: Erstens können wir die Kraft, die ein gut gebauter Mann aufwenden kann, mit 50kg, also etwa 500N schätzen und zweitens ist der resultierende Kraftarm als Archimedischer Penis zu nomenklatisieren.

FL x SL = FK x SK -> FL x SL / FK = Arichmedischer Penis

mit SL = 1400m und FK = 500N

Das einzige Problem, was sich mir gerade spontan gestellt hat, ist, dass die Erde ja nun nicht eine Gewichtskraft nach F = m x a mit a = ~10m/s² inne hat, vielmehr ist die Kraft der Erde ja Teil eines rotierenden Planetensystems. Ergo bewege ich mich jetzt auf gefährlich dünnem Eis in die Gefilde der Astrophysik. Wir gehen der Einfachheit davon aus, dass Archmedis die Erde von ihrer Bahn zwingen und somit die Zentripetalkraft überwinden muss.

Mit m v² / r und m = 5,97 x 10^24kg, v = 29780 m/s und r = 1,496 x 10^11m -> FL = 3,539 x 10^22N

Das ist eine gute Hand voll, 3,5×10^22N. Um das ganze anschaulich zu machen: Das ist in etwa die Kraft, die Antonio Banderaz aufbringen musste, um bei der Nacktszene in „Desperado“ nicht auszurasten. Aber es hat ja auch keiner gesagt, dass es einfach wird.

Nun können wir unsere Gleichung also lösen:

Archimedischer Penis = 9,9 x 10^22m, also etwa 10^20km oder anders gesagt zehn trillionen Kilometer. Das ist dreimal so groß wie Clint Eastwoods Eier. Fünfmal so groß wie eine aufgeblasene Erbse. Und 100 millionen Lichtjahre.

Wieder was gelernt.

Die Berechnung eines Hebels, der die Voraussetzung von ausreichender Handlichkeit und Stabilität erfüllt, überlasse ich mal generös dem Kollegen mit dem Ingenieur im Studientitel.

Merke:

1. Dem Inschenör ist nix zu schwör.

2. Mächtig ist des Schlossers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft.

Das Wort „Schlosser“ kann hierbei durch „Archimedes“ oder „Arschloch“ ersetzt werden. Womit dann auch endlich die Korrelation zum Vorpost hergestellt wäre.

Nachtrag – Der Ingenieur meldet sich zu Worte:
Die Durchbiegung am freien Ende unseres Balkens beträgt über den Daumen gepeilt Fl^3/(3EI). Wir haben also oben 10^22N multipliziert mit 10^69m³. Um mal beim Größenwahn zu bleiben, versorgen wir unseren Balken mit einem Querschnitt von 1km² und machen ihn der Einfachheit und der Anschaulichkeit halber mal quadratisch. Dann ergibt sich I (unser Flächenträgheitsmoment) zu 1/12km^4 oder aber auch 1/12*10^12 [m^4] (möglicherweise gehen bei meinen Rechnungen mal irgendwo ein paar Potenzen flöten, aber das macht den Kohl hier auch nicht mehr fett). Kürzen wir nun erst einmal die Meter gegeneinander weg sind wir angelangt bei einer Durchbiegung von (12*10^22N * 10^57)/(E*1m). Der E-Modul, der in unserer Gleichung noch fehlt, soll nun beliebig veränderbar sein. Damit sich jeder was darunter vorstellen kann, benutzen wir als Material erst einmal Stahl. Stahl hat einen E-Modul von 210000 N/mm². Das entspricht 0,21N/m². Einsesetzt in unsere Durchbiegungsformel etwa 5,7*10^60m. Ist für mich jetzt auch überraschend, aber scheinbar biegt sich unser Hebel unter so einer Lasteinwirkung weiter, als er überhaupt lang ist. Eine denkbare andere Variante wäre, dass ich einfach irgendwo 10^40 oder ähnliches erzeugt habe, man weiß es nicht.
Aber wenn Sie demnächst ein Haus gebaut haben möchten; ich bin Ihr Mann!

Probleme des Lebens #3

Posted in Probleme des Lebens on 6. Juli 2009 by hoegi

Apropos Hebelarm:
Wenn ein Arschloch am längeren Hebel sitzt, kannst du drücken wie du willst. Du wirst vom Leben gefickt.

Mixed Feelings – The French 75

Posted in Mixed Feelings on 6. Juli 2009 by Herr Grau

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French 75 war die amerikanische Bezeichnung für das leichte französische Feldgeschütz Canon de 75 modèle 1897, das vor allem während des ersten Weltkriegs Verwendung fand und die französische Antwort auf die sich stark verändernde Kriegsführung und Waffentechnik war. Unter Oberstleutnant Deport wurde 1892 von den fortschrittsscheuen Franzosen also endlich ein – hier besann man sich vermutlich älterer französischer Traditionen – Hinterlader konstruiert, der technisch erstaunlich innovativ war und womit sie am Ende auch den ersten Weltkrieg bestreiten mussten.

Der French 75 ist gleichsam die französische Antwort auf die geänderte Getränkeführung der amerikanischen Bars und damit eine der wenigen Kontributionen dieser Nation zu der modernen Trinkkultur, die nach 1900 entstand. Eingeführt wurde der Drink in den USA durch die New Orleans Bar Arnaud’s.

Es handelt sich um einen ginbasierten Champagnercocktail. Interessant. Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Mir fehlt das gesamte Champagner-Fixbesteck. Weder Schampusflöte, noch ein Fläschchen von dem champagne-ardennischen Edelblubbernass nenne ich mein eigen. Also mussten ein Weinglas und ein Piccolo Henkell Trocken herhalten. Ich bin selten so deppert angeguckt worden, wie mit diesem Piccolo an der Kasse vom Teegut.

How To French75:

1. 45ml Gin in den Shaker gießen

2. 30ml simple Syrup dazu geben

3. 25ml frisch gepressten Zitronensaft beischütten

4. Eis dazu und shaken

5. In eine Champagnerflöte (oder eben ein Tetrapackvinoveredelungsäquivalent) strainen

6. Mit Champagner oder einem passenden Surrogat auffüllen

7. Lieblos eine Zitronenspirale hineinwerfen

8. Trinken

Genusspotential:

Ich war noch nie der große Schaumweinliebhaber, und sei er natürlichst champagnisch hergestellt. Ich habe zwar den teuersten Sekt gekauft, der in einem akzeptablen Gebinde käuflich war (ernsthaft, ich kann nicht alleine in der Klausurenvorbereitung eine 0,7er Bouteille wegseideln), aber dennoch war es nicht so der wahre Jakob. Vermutlich erfährt das Ding durch richtigen Bobbele und vielleicht einen guten Cognac statt Gin (wie er bei Arnaud’s immer noch klassisch serviert wird) eine Verbesserung, aber so schnell werde ich das nicht herausfinden. Trotzdem: Ich habe schon Schlechteres getrunken. Und die Frage meiner Freundin „Ist da eigentlich Alkohol drin?“ sagt alles Weitere.

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French 75 was the American nickname for the light French field gun Canon de 75 modèle 1987 which was mainly used during World War I and which was the French response to evolved warfare and weapon technology. Lead by Commandant Deport the modernisation opposed French finally constructed a – probably recollecting older French traditions – breechloader which actually was very innovative and with which they had to fight the first World War.

The French 75 was equally the French answer to evolved American barfare and therefore one of the only contributions of this nation to the international drinking culture after 1900. The drink was introduced to the US by New Orleans’s bar Arnaud’s.

It’s a gin based champagne cocktail. Interesting. I don’t feel there is more to say.

I’m lacking the complete fix. I don’t own no champagne flute nore a bottle of this champagne-ardennian noble bubble water. So I had to help myself with a piccolo of Henkell Dry sparkling wine and a wine glass. I’ve actually never been looked at as stupid as when I bought this piccolo.

How To French75:

1. Pour 1 ½ oz gin in your shaker

2. Add 1 oz simple syrup

3. Squeeze ¾ oz fresh lemon juice and add too

4. Put in ice and shake

5. Strain into a champagne flute (or a cheap-box-wine-improvement-equivalent)

6. Top off with champagne or a adequate surrogate

7. Lovelessly throw in a lemon peel spiral

8. Drink

Enjoyabilitential:

I’ve never been the big fan of sparkling wines, even if it come from the most natural Champagne. I’ve bought the most expensive substitute I could get in a little bottle (seriously, I cannot bang away a 0,7L bottle all on my own in the middle of the semester exams), but still it wasn’t the real thing. It probably profits from the use of actual champagne and perhaps cognac instead of gin (the classical way Arnaud’s still serves it), but I won’t know all too soon. Nevertheless: I’ve drunken much worse. And the question of my girlfriend “Is there alcohol in it?” answers all remaining questions.

Mixed Feelings – The Old Fashioned

Posted in Mixed Feelings on 5. Juli 2009 by Herr Grau

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Nach der ältesten bekannten Definition ist ein Cocktail:

Jeglicher Fusel, Wasser, Zucker, Bitter

Alle anderen Mischgetränke hatten damals noch klar definierte andere Namen. Die einzigen beiden Drinks, die dieser Definition noch entsprechen, sind der Sazerac und eben der Old Fashioned.  Irgendwann ist wohl mal jemand in eine Bar gegangen und hat, über diese ganzen Fizzes und Fruitcups der anderen Barinhabitanten die Nase rümpfend,  einen „Whiskey Cocktail, old fashioned“ bestellt. Der Name blieb dann irgendwie haften. Klingt ja auch doll.

How To Oldfashion:

1. In ein Old Fashioned-Glas eine 5Mark-Stück große Pfütze einfachen Zuckersirup geben

2. Ein paar anständige Schüsse Bitter dazu

3. Die größten Eiswürfel im Haus finden und ein paar hineingeben

4. Kurz rühren

5.  Mit Bourbon oder Rye nach Gusto auffüllen

6. Mehr Eis zugeben und gescheit kaltrühren

7. Ein gediegenes Stück Orangenschale abschälen, darüber ausdrücken und ins Glas geben

8. Drink. Repeat.

Ein paar Worte dazu: Klassischerweise wird der Cocktail mit einem Zuckerwürfel zubereitet. Aber bis auf die zusätzliche Arbeit und das Potential für unerwünschte ungelöste Zuckerkristalle sehe ich darin keinen Vorteil und benutze daher Simple Syrup. Die Aromatic Bitters sind absolut essentiell. Man sollte nicht denken, dass man sie der geringen Menge wegen weglassen darf. Es wird bei Bitters gerne vom „Salz in der Suppe“ geredet. Man merkt sie nicht, wenn sie da sind, aber sie würden fehlen, wenn .. sie fehlten eben, ne? Die Orangenschale ist nicht klassischerweise Teil eines Cocktails, aber sie fügt dem ganzen eine schöne zusätzliche Dimension hinzu und ist deshalb inzwischen fast üblich. Unbedingt vom Auffüllen mit Wasser und vom zerstampfen von Früchten im Cocktail absehen!

Gefallenspotential:

Der Old Fashioned lebt von gutem Whiskey, dem er gekonnt den Biss nimmt. Es ist ein Cocktail mit eigenwilligem, aber gefälligem Charakter, der meiner Ansicht nach zum langsamen Trinken gemacht ist. Wenn ich mal länger sitzen bleiben will, während ich etwas tue (schreiben, Musik hören), ist er ideal. Außerdem ist er mit einer Minimalausstattung herzustellen. Alles in allem ein Klassiker, den ich zwar nicht regelmäßig, aber von Zeit zu Zeit doch sehr gerne trinke. Er hat so seine Momente, die nämlich, wo jeder andere Drink unangemessen scheint.

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The oldest known definition of a cocktail states, that it’s made from

Spirits of any kind, Water, Sugar, Bitters

All the other mixed drinks had other pretty precisely defined names. The only two drinks still made by this definition are the Sazerac and .. well, you’ve already guessed it, the Old Fashioned. Someone probably walked into a bar over a hundred years ago and ordered, disgustedly glancing over the fancy Fizzes and Fruit Cups of the other bar inhabitants, a “whiskey cocktail, old fashioned”. The name stuck. Because it sounds good.

How To Oldfashion:

1. Pour simple syrup into in old fashioned glass, so it forms about an inch calibered drop at the bottom.

2. Add some good dashes of aromatic bitters

3. Find the biggest ice cubes in the house and add a few

4. Stir briefly

5.  Fill up with the desired amount of good Bourbon or Rye

6. Add more ice and stir very well

7. Skin off a nice big piece of orange peel, twist it over the top of the drink and drop it in.

8. Drink. Repeat.

Just a few connotations: The drink is classicly prepared using a sugar cube. But others then the additional work and the potential for undissolved sugar crystals, I don’t see the upside of this and that’s why I use simple syrup. The aromatic bitters are essential. You should never think that you could leave them out just because it’s such a small amount. Bitters are often referred to as “the salt in the soup”. You don’t realize it if they’re there, but if they’re not there, something necessary is missing. The orange peel wasn’t there in the original version, but it adds a nice flavour dimension and therefore is well established. You must under no circumstances fill the drink up with soda or muddle fruit in it.

Enjoyabilitential:

The Old Fashioned lives of good whiskey being used, which he takes the edge of skilfully. It’s a cocktail with a distinct and opinionated, but enjoyable character, which in my opinion longs for slow drinking. If I want to stay seated for a longer time while I’m doing something (writing, listening to music), it is ideal. All in all a classic, which I don’t drink regularly but do enjoy very much from time to time. It just has it’s moments, namely those when every other drink just seems inadequate.