Beim Aufstocken meiner „Pinkus Alt“-Reserven in meinem neuen Stamm-Biosupermarkt wanderte mein Blick auch mal am Pinkus vorbei, querfeldein über die anderen dort so erhältlichen Biere. Pinkus war nämlich dann alle und ich brauchte Alternativen für schlimmere Tage. Von einem Angebotsschild angezogen hielten meine Döppen dann am Glössner Hefeweizen an. Rein damit!

Art:
Hefeweizen, 5,3 Vol-%
Geschmack: 8 Punkte
Von diesem mir bislang gänzlich unbekanntem Bier hatte ich nicht besonders viel erwartet; dieser Geschmack sprengt meine Erwartungen nichtsdestotrotz in Gänze! Das Bier wartet mit einer feinen, aber sehr präsenten Hefenote auf. Dabei geht das Bier wirklich sehr süffig und gaumenfreudig an ebendiesem vorbei, es ist ein wirklich angenehm zu trinkendes Bier. Wenn meine Erinnerungen mich jetzt nicht im Stich lassen, geht dieses Gebräu stark in Richtung des Andechser Weizens, das allgemein bekannter sein dürfte.
Preis: 8 Punkte
Im Angebot gabs die Flasche für sagenhafte 0,79€, regulär kostets glaube ich 0,99€. Der Vergleich: Im normalen Supermarkt kostet eine Flasche Erdinger/Paulaner/whatever normal 0,95€. Dafür, dass das Bier auch noch Bio und damit natürlich besten Gewissens zu trinken ist, ist der Preis sehr in Ordnung!
Flasche: 7 Punkte
Endlich mal wieder eine Bügelflasche und dann auch noch ein Weizen! Horido! Und nicht nur das: die Flasche kommt auch noch mit Prägung auf dem Übergang zwischen Bauch und Hals. Edel, edel. Dafür ist das Etikett wenig bis gar nicht ansprechend und ehrlich gesagt verstört mich der gelbe Dichtungsring am Verschluss etwas.
Fazit: 8 Punkte
Ohne große Rechnerei (Prozentrechnung so spät am Tag? „Nein, Danke!“) komme ich hier auf solide 8 Punkte für dieses plötzlich in mein Leben gestürzte Bier. Eine schöne Sache, denn jetzt kann ich im Bioladen nicht nur pilsartiges Bier, sondern auch noch Weizen kaufen! Hurra!


Henry Hill, stolzer Besitzer eines massiven Alkoholproblems, flog schließlich auf Grund seiner Scheißegalmentalität aus dem Schutzprogramm heraus. Damit versiegte auch die finanzielle Unterstützung durch den Staat, sodass Hill jetzt mehr oder minder mit dem Überleben kämpft. Zeitweise geschieden und obdachlos, hat er sich jetzt wieder Boden unter die Füße gebracht: Er verkauft Bilder auf Ebay, er erschien mehrfach in der Howard Stern Show, wo man sehr gut hören konnte, wie unglaublich kaputt der Mann ist – und er hat ein Restaurant und fungierte als Consiliere für ein paar mehr. Nicholas Pileggi, der die Buchvorlage für den Film Goodfellas geliefert hat, kontributierte auch das Vorwort für das hier vorgestellte Buch und schreibt dort:
Ich hatte wirklich gedacht, dass das Buch ein Marketinggag sei. Eine Möglichkeit für Hill, noch mal ein bisschen Kapital aus seiner Bekanntheit zu schlagen, ohne dafür tatsächlich Gegenwert zu bieten. Weit gefehlt. Man kann herauslesen, wie viel ihm das Kochen bedeutet. Den Stolz, die Liebe, die Erfahrung, das Augenmerk für jedes Detail. Es zieht sich durch das Buch, das einen chronologisch durch Hills Leben führt und dabei im Vorbeigehen alles Wichtige beibringt. Desweiteren sorgt die Chronologie dafür, dass man große Tafelgerichte genauso lernt, wie Dinge, die man „on the run“ in kurzer Zeit und mit einem Mindestmaß an Equipment zubereiten kann. Sein Stolz hat es einfach nicht zugelassen, das Essen, das ihm so lieb ist, zu beleidigen und deshalb ist das Buch gut und ehrlich. Um genau zu sein, ist es eines der besten Kochbücher über italienische Küche, das ich kenne. Dinge, die ich in langer Recherche lernen musste, stehen da einfach nebeneinander. Und es kostet mit unter 15€ fast nichts.







