Archive for the Probleme des Lebens Category

Hammertime

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 4. Oktober 2010 by Herr Grau

Ich kann mich gut an meine Grundschulzeit erinnern. Ich kam in den Genuss des Geschultwerdens bei einer Koryphäe der alternativen Pädagogik und was als das Entzünden der Fackeln unseres Interesses beginnen sollte, geriet zu der vollendeten Demonstration, wie man am effizientesten die Unfähigkeit, für Erfolg zu arbeiten, in aufwachsende Menschen implementiert. Und so sehr mich der dogmatische Schwachsinn und sein immenser Schaden im Nachhinein stört, so ist das doch fast vernachlässigbar gegenüber der schamlosen Indoktrination für die eignen linksgrünen Werte des Lehrers, mit der wir konfrontiert wurden. Noch einmal zu Erinnerung: Sechsjährige sind von der Natur nicht dazu ausgestattet, sich kritisch mit den Behauptungen einer Respektsperson auseinander zu setzen und der Doktortitel vor dem Namen dieses Lehrers stellt mir auch sicher, dass er wusste, dass diese Eindrücke uns im Unterbewusstsein für den Rest unseres Lebens verfolgen würden. Nichts, was wir sagen, erleben oder denken, wird diese Impression jemals vollständig aus unserem Unterbewusstsein schleifen.

Anstatt nun im besten jenes linksgrünen Sinns zu fordern, dass, da wenn der Lehrer Inhalte vermittelt, er automatisch auch eine subjektive und persönliche Note auf dem Kind hinterlässt, wir die Inhalte einfach durch noch mehr Tanzen und Singen ersetzen sollten, fordere ich dies: Egal, was ihr tut – stellt sicher, dass den Kindern wieder und wieder eingehämmert wird, was Bill Maher in diesem Video exzellent auf den Punkt bringt

und was Benjamin Franklin schon vor zweihundertfünfzig Jahren mit

Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

sehr treffend gesagt hat: Terror ist nur Terror, wenn man sich terrorisieren lässt. Der Eindruck von Sicherheit durch restriktivere Gesetze ist stets ein falscher. Nichts und niemand darf uns dazu bringen, unsere grundsätzlichen Werte in einem Anfall von Panik über Bord zu werfen.

Hätten wir dies konsequent verfolgt – es wären uns Diskussionen, Entgleisungen wie Folter in amerikanischen Gefängnissen und sogar Kriege erspart geblieben, viele Menschen hätten nicht sinnlos sterben müssen.
Und einen fröhlichen Gruß auch an die Idioten, die nach jeder der unverhinderbaren Tragödien, die Amokläufe sind, das Waffengesetz verschärfen wollen: Euretwegen wurde bereits das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung eingeschränkt. Wenn ihr das Video gesehen und diese Zeilen gelesen habt und ihr meint immer noch, dass ihr alles richtig gemacht habt: Fangt oben an und lest nach unten und zwar so lange, bis ihr es verstanden habt. Und wenn es nicht kommt, dann lest es so lange, bis ihr dabei verhungert. Denn ihr seid die wirkliche Gefahr für dieses Land und sein wichtigstes Gut, sein Grundgesetz.


Probleme des Lebens #11

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 14. September 2010 by Herr Grau

Gesehen an einer göttinger Straßenlaterne:

Abseits von der Tatsache, dass es schon recht eindeutig ist, einen Antisexismussticker in pink zu halten – was hat der Slogan mit Sexismus zu tun? Ist Sexismus jetzt gleich Vergewaltigung? Was sagt mir dieser schwarze Handabdruck? Und wie herrlich schwachsinnig, da der täglichen Erfahrung genau entgegenstehend,  ist eigentlich dieser Spruch?!

Auf jeder denkbaren Ebene ein satter Fail. Es sind die kleinen Blumen am Wegesrand…

Chaos in NRW – Bericht aus dem Epizentrum

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 12. Juli 2010 by hoegi

Verschiedene und völlig zusammenhanglose Umstände haben mich dazu verleitet an diesem heutigen Montagmittag/nachmittag von Münster zurück nach Aachen zu fahren. Vor dem Losfahren noch schnell die Unwetterkarte gecheckt („Cool, Warnstufe Lila zwischen Gladbach und Aachen!“) und los gings. Kleine Verspätungen waren von mir also einkalkuliert und wurden vorerst höflich ignoriert. Das richtige Drama ging für mich in Gelsenkirchen Hbf los: Wir wurden gebeten in den gegenüberstehenden RE2 einzusteigen, der uns nach Mönchengladbach bringen sollte, da unser Zug bereits zu viel Verspätung eingefahren hatte. Kann schonmal passieren und hat mich auch nicht weiter beunruhigt. Einen Halt später, also in Essen Hbf, stehe ich nun. Ich armer Tor und so. Alle Züge sind hier gestrandet; in so ziemlich jeder Richtung gibts schwere Unwetterschäden an Oberleitungen und so ist der Zugverkehr bis auf weiteres einstellt. Unter anderem sind die Strecken Mülheim-Duisburg sowie Mönchengladbach-Aachen betroffen. Da muss ich überall noch lang. Auch meine Ausweichstrecke über Köln-Aachen ist leider betroffen. Man kann also sagen, dass mein Ziel vom Streckennetz völlig isoliert ist.
Was tun? Mein jetziger Plan sieht wie folgt aus: Ich warte auf Durchsagen, dass irgendwohin Notfallbusse fahren, die mich meinem Ziel etwas näher bringen. Ansonsten rate ich mir nur: Smile and look alive.

Probleme des Lebens #10

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 27. Mai 2010 by Herr Grau

Konversation bei Tisch:

„Ich bin frei in diesem Land!“

→ Nachfrage →

„Ich bin innerhalb meiner Abhängigkeiten von Anderen und den Einschränkungen durch den Staat frei!“

→ Irritierte Nachfrage →

„Ich werde durch die Einschränkungen des Staats nicht weniger frei, weil der Staat ja in meinem Interesse handelt!“

Das muss ein glückliches Leben sein. Der alte Herr Gray hätte seine Freude gehabt. Und Rousseau wohl einen Wohlfühlorgasmus gekriegt im Angesicht dieses inversen Volonté Générale.

Umzug – Ein Drama in vielen Akten

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 27. April 2010 by hoegi

Dass man hier schon länger nichts mehr von mir gehört hat, hat einen einfachen Grund, der widerum einen ganzen Rattenschwanz von anderen Gründen hinter sich herzieht. Ich bin umgezogen.
Wie irgendwann schonmal zu lesen war, habe ich mich endlich in eine einsame Höhle verzogen und bin jetzt nur noch für mich selbst verantwortlich. Und da fangen die Probleme an.
Nicht, dass ich in meiner vorherigen Wohnung nicht auch schon die (nennen wir es mal) Verwaltung gemacht hätte; das ist im laufenden Wohnbetrieb auch kein Problem. Aber diesen Apparat ans Laufen zu bekommen ist aufwendiger als man denkt:
Es fängt damit an, dass man sämtliche relevanten Adressen ändern muss. Also muss ich überlegen: Wer schickt mir regelmäßig Post und wie wichtig ist das? Leider bieten nicht alle Institutionen Online-Formulare an, also muss man solche Sachen persönlich erledigen. Wer will, kann das auch per Post erledigen, aber das ist nicht minder zeitaufwendig. Also: Das kostet Zeit.
Was brauche ich in der Wohnung, respektive schon in der Phase der Renovierung/des Einzugs?
Strom: Stadtwerke anrufen, Zähler freischalten lassen, ggf. als Neukunde anmelden. Kostet erstmal nix, außer etwas Zeit und Nerven.
Gas/Wasser: Im Regelfall wird das vom Vermieter organisiert und ist auch meist direkt vorhanden. Wenn nicht: Vermieter nerven. Kostet nicht nur eigene Nerven.
Internet/Telefon: Das wohl nervigste Manko eines Umzuges. Auch wenn viele Telekommunikationsanbieter „Sofort-Surf-Pakete“ anbieten… „Sofort“ ist was anderes und „surfen“ ist das auch nicht. Der UMTS-Stick kam in meinem Fall erst nach 4 Tagen und scheinbar gibt es an meinem Wohnort auch noch keine UMTS-Antennen, also surfe ich mit HSPA. Außerhalb der Stoßzeiten (also morgens und mittags) kann man damit ganz okay surfen, aber abends habe ich tatsächlich das Gefühl zu surfen. Auf Wellen. Wellen der Konnektivität. 30 Sekunden „Speed“ (<1Mbit/s), 30 Sekunden überhaupt kein Traffic, 30 Sekunden Speed… usw. Ganz ehrlich: In solchen Momenten wünschte ich mir, ich hätte gar kein Internet. Die Inhalte zu sehen, aber nicht laden zu können raubt mir den letzten Nerv. Nächste Woche ist aber endlich der Schaltungstermin für mein echtes Internet, dann gehts auch wieder. Mit meinen Nerven jetzt.
Was brauche ich noch? Achja. Angenommen, die Wohnung sei endlich präpariert. Heißt also in meinem Fall, dass sie rund 7 Tage lang eigenhändig renoviert wurde. Kosten: 7 Tage Zeit, 500€ und wirklich extrem viele Nerven (!!).
Jetzt müssen die Möbel und sonstiges Zeugs rübergebracht werden. Im idealfall kennt man einen Menschen mit einem sehr großen Auto. Sowas ist toll, hab ich aber nicht. Also brauchte ich schnell einen Transporter. Kostete auch noch rund 60€ für einen Tag, war aber unausweichlich.
Viel schlimmer als die Kosten waren mal wieder (du ahnst es schon) meine Nerven. Der Autovermieter teilte mir mit, dass mein reserviertes Modell (Mercedes Vito) doch nicht verfügbar sei, also kriegte ich einfach das nächst größere Modell zum gleichen Kurs. Klingt fair, ist aber nur bedingt wünschenswert. Ich bekam also einen Mercedes Sprinter in der extra-langen Ausführung. Noch wenige cm länger und ich hätte das Teil nicht mehr fahren dürfen. Mit so einem Teil dann im Stadtverkehr zu bestehen oder, noch viel schlimmer, beim völlig überfüllten Bauhaus unter Zeitdruck eine passende Parklücke zu finden… das wünsche ich niemandem.
Und wer denkt, dass ein Umzug dann irgendwann abgeschlossen ist, der irrt. Zwar sind jetzt alle Möbel da, aber irgendetwas fehlt immer. Und so werde ich noch eine weitere Woche mein Geschirr in einer Plastikwanne spülen, bis ich dann endlich mal irgendwann eine Spüle installiert habe.

Probleme des Lebens #9

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 19. März 2010 by Herr Grau

72 Jungfrauen bedeuten auch 72 Schwiegermütter

Schlagzeile des Tages

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 12. März 2010 by Herr Grau

IMPP macht Darkrooms überflüssig

(dmz) – Der WiteSwalloh, internationale Dachorganisation der Genderbars, klagt: „Das IMPP macht die Darkrooms praktisch überflüssig und nimmt uns dadurch unseren attraktivsten Publiksmagneten; niemand nimmt mehr unsere Offerte wahr, wenn er die selbe Kernerfahrung auf einem staatlich garantierten Standard haben kann. Hier werden wir im offenen Tageslicht mit Qualitätsgarantien geschlagen, die der freie Markt so nie bieten könnte.“ Sollte der Bekanntheitsgrad der mainzer Erfolgsorganisation weiter steigen, so drohe möglicherweise auch ein irreversibler Schaden für das lokale Dominagewerbe, so Branchensprecherin Dr. Grellschray: „Diese staatliche Organisation kann Synergien zwischen systematischen Vorteilen und sich anbietender Rationalisierung nutzen; Tonnen von Gleitcreme werden durch Anlauf eingespart, hunderte Kunden gleichzeitig abgefertigt. Der Staat raubrittert schamlos an der Existenzgrundlage eines wichtigen Dienstleistungssektors unserer Gesellschaft, und das, nachdem er vor einigen Jahren dessen Existenz durch Serviceoffensiven in öffentlichen Anstalten überhaupt erst möglich gemacht hatte. Tausende Selbständige stehen vor einem Scherbenhaufen.“

Probleme des Lebens #8

Posted in Probleme des Lebens on 9. März 2010 by hoegi

5-lagies Toilettenpapier ist bei Weitem nicht so toll, wie es die Zahl 5 vermuten lässt.

Fragen über Fragen

Posted in Probleme des Lebens, smile and look alive on 8. März 2010 by Herr Grau

Warum ist es eigentlich mutig, den Spruch „Schwul und stolz darauf!“ zu tragen, „Hetero und stolz darauf!“ aber vollkommen politisch inkorrekt, tendentiell diskriminierend?

Diese und viele andere Fragen führten mich zu der von der Tatsache, dass ich durch das Nichtvorhandensein von Regenbogen, Dreadlocks, Bibel, Koran, eigenem Linuxserver, Polohemden oder gut organisierten, lupenrein von Hand geschriebenen Mitschriften aller Veranstaltungen in doppelter Ausfertigung mit keiner der großen akademischen Schnittmengen kompartibel bin, getragenen Erkenntnis:

ICH BIN DIE

RANDGRUPPE!


Wann bekomme ich endlich übertriebene Minderheitenrechte und moralische Zeigefingerprivilegien?

Der Knusperröllchen-Skandal

Posted in Probleme des Lebens on 1. März 2010 by Herr Grau

Ich aß gerade ganz unschuldig eines meiner Lieblingsgebäcke, Knusperröllchen, diesmal aus dem Real Quality Sortiment, als ich über einen wahren Skandal stolperte:

Diese Raumtrenner sorgen dafür, dass in jedes der Kompartimente nur drei statt vier schmackhafte Knusperröllchen passen, obwohl mehr rein ginge und auch von außen ein größeres Knuspervolumen suggeriert wird. Real betrügt mich damit pro Packung um 5 wirklich dringend benötigte Gebäckstücke oder aber 25%. Skandal sage ich, Skandal!