Archive for the Essen & Trinken Category

Das Wunder von San Marzano – Produktempfehlung

Posted in Essen & Trinken, Getestet, smile and look alive on 23. Januar 2011 by Herr Grau

Die italienische Küche hat es mir angetan. Diverse Barilla- und DeCecco-Beutel und -Kisten überwuchern meine Vorratsschränke, ich besitze einen Pizzaofen und perfektioniere ständig an meinen Rezepten herum. Die Gerichte der Italiener bauen auf einem Prinzip: Einfache Rezepte, aber sehr gute Grundzutaten. Zwar hat sich die Versorgungslage schon merklich gebessert, aber trotzdem ist die Beschaffung von guten Zutaten hierzulande ein Problem. Wer einmal bei einem kleinen Gemüsehändler in einem venetischen Dorf eine Tomate oder einen Pfirsich direkt aus der Auslage gegessen hat, weiß, dass die in deutschen Supermärkten angebotenen formähnlichen Früchte mit dem, was sie darstellen sollen, so gut wie nichts zu tun haben. Man lernt schnell, dass man wesentlich besser mit Dosentomaten arbeiten kann – die Italiener tun das übrigens auch! -, als mit der so genannten „Frischware“. Aber auch hier gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität.

Unter Feinschmeckern auf der ganzen Welt sind die Tomaten aus San Marzano berühmt, man findet sie in vielen Gourmetrestaurants, deren Besitzer häufig auf Grund der Versorgungslage zum Eigenimport greifen, denn zu kaufen gab es sie lange Zeit hier überhaupt nicht oder man musste sich auf den Kopf stellen und unvorstellbar schwierige Inkantationen pfeifen, um sie zu bekommen. Tatsächlich wäre die ganze Art vor zwei Jahrzehnten fast ausgestorben. Die Sorte wird fast ausschließlich auf den magnesium- und kaliumreichen Böden einer räumlich sehr begrenzten Region rund um den Ätna angebaut, sodass die damals um sich greifende Krankheit schnell fast die gesamten Pflanzen dahin raffen konnte. Nur weil ausnahmensweise mal jemand mitgedacht und Saatgut als Kulturerbe aufbewahrt hatte, konnten die Bestände wieder aufgeforstet werden.
Gott sei Dank! muss man schreien, denn das wäre wirklich ein kaum zu ertragender Verlust gewesen. Das weiß ich jetzt, und dazu will ich jetzt kommen.

Auf der Suche nach Pizzamehl stolperte ich nämlich bei dem Internetfeinkosthändler Gustini über San Marzanos in Dosen. Ich hatte vorher schon mal welche bei Manufactum entdeckt, fand sie damals aber zu teuer. Bei Gustini musste ich sowieso bestellen und um die Versandkostenfreiheitsgrenze zu überkommen, packte ich kurzentschlossen ein 5er-Vorteilspack mit in den Warenkorb. Die 400g-Dose kommt so für fast genau 2€. Schon teuer, aber noch zu ertragen, vor allem im Angesicht dessen, was passiert, wenn man sie ihrer Bestimmung zuführt.

Ich bin immer noch etwas erfurchtsvoll, wenn ich eine der Dosen öffne, genauso wie beim ersten mal. Zwar habe ich inzwischen damit einige Sachen gekocht, aber am allerliebsten passiere ich sie einfach durch ein Sieb, ein bisschen gutes Olivenöl, ein bisschen Salz, ein bisschen Pfeffer, kurz aufkochen, fertig. Der Geschmack der Tomaten soll im Mittelpunkt stehen, denn nur da gehört er hin: Es begrüßt einen Aroma, als gäbe es Sonnenschein jetzt als Duft, und der folgende Geschmack setzt noch einmal einen drauf. Die Worte für die Geschmacksempfindung sind noch nicht erfunden, „unglaublich lecker“ wird dem ganzen nicht gerecht. Ich könnte den Rest meines Lebens nur von dieser Sauce leben. Auf Capellini, auf Bavette, auf Penne, auf Tagliatelle… Überall macht sie sich exzellent.

Ich kann nur sagen, dass jeder, der diese Tomaten nicht kennt, etwas Essentielles verpasst hat. Ich habe mir erst mal wieder zehn Dosen auf Lager gelegt. Warte mal, nur zehn Dosen?.. Ich muss bald wieder bestellen…

Standardinventar Küche – der Empfehlungsratgeber

Posted in Essen & Trinken, Probleme des Lebens, smile and look alive on 21. Januar 2011 by Herr Grau

Als gern kochender Mensch wird man, wenn man durch Studentenwohnungen tingelt, oft zum Kochen abgestellt – oder man bietet sich aus schierer Angst selbst dazu an. Dabei kommt es im Prinzip jedes mal zu dem Moment, an dem etwas Essentielles fehlt. Häufig wissen sie es nicht besser, aber die Provisorien sind haarsträubend. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, sollte es auch rein symbolisch sein, ein günstiges Standardinventar für Küchen zusammenzuschreiben, über das jeder verfügen sollte. Gerade Durchschläge, Wecker, scharfe Messer und Reiben fehlen gern und viel und es verursacht weltweit Schmerz und Verzweifelung.
Tu auch Du heute was für deinen kochenden Freund, Bekannten oder Sklaven – checke die Liste und kauf das fehlende Kochinstrumentarium!
Frisch ans Werk!..

Kochgeschirr:
2x Steka Bratpfanne – je 1,99€ – 3,98€
1x Annons Kochgeschirr – 6,99€
1x Skänka Topf – 19,99€
1x Smarta Ofenform – 12,99€
2x Mixtur Ofenform – je 2,99€ – 5,98€

Küchenzubehör:
1x Idealisk Schneebesenset – 0,99€
1x Idealisk Korkenzieher – 2,69€
1x Idealisk Reibe – 4,99€
1x Ikea 365+ Dosenöffner – 3,99€
1x Utmärkt Suppenkelle – 0,99€
2x Fackelmann Holz-Kochspatel (gibts in fast jedem Supermarkt) – je ~1,99€ – 3,98€
1x Fläckig Durchschlag – 1,99€
1x Info Küchenwaage – 6,99€
1x Uppenbahr Messbecher – 4,99€
1x Fläckig Rührschüsselset – 4,99€
1x Sigrid Topflappen – 2,99€
1x Kurzzeitwecker Digital – 3,90€
1x Magasin Schneidbrettset – 3,49€
1x Kesper Pfeffermühle – 6,08€

Messer:
1x Marsvogel Brotmesser – 12,90€
1x Marsvogel Schälmesser – 5,50€
1x Tosa Hocho Bunkaboocho oder Santoku – 39€

Gesamtsumme: 160,38€

160€, das ist nicht viel, vor allem nicht in Anbetracht der Tatsache, dass überall irgendwas schon vorhanden sein dürfte.
Jetzt kann man nur noch darauf hoffen, dass Salz da ist, wenn man es braucht…

German Heaven – Grünkohl: Ein westfälischer Traum

Posted in Essen & Trinken, German Heaven, smile and look alive on 13. November 2010 by Herr Grau

kohl

Ich bin nördlich des Grünkohläquators groß geworden, aber doch südlich jener Ortschaften, die sich als die Wiege des Grünkohls betrachten. Der Norddeutsche hat ja nicht viel, worauf er stolz sein kann, aber wenigstens den vitaminreichen Kohl hat er Deutschland schmackhaft gemacht. Wenn man in der Gastwirtschaft dieses doch recht designierte Winteressen bestellt, gibt es aber nur an einem Ort auf dieser Welt das beste Resultat auf dem kommenden Teller.

Und das ist Westfalen.

Das Land, wo Korn und Wacholder ganzjähig blühen, hat die Kohlkunst in neue Höhen geführt. Das weiß keiner so sehr, wie der Westfale selbst. Also ich. Und weil ich den Rest der Welt nicht im Dunkeln stehen lassen will, werde ich mich jetzt anlässlich meines ersten großen Grünkohlkochens heute nachmittag in meinem Schaukelstuhl zurücklehnen, einen Seufzer getaner harter Arbeit von mir geben, meine lange Stielpfeife stopfen und euch allen mal erzählen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Oder so.

Die erste und wichtigste Wahl ist die des Kohls. Ich höre immer wieder, dass man den Kohl für das authentische Erlebnis frisch kaufen sollte. Tatsächlich ist es beim Grünkohl so, dass die Frischware in den allermeisten Fällen dem harten Urteil weniger gut standhalten kann, als man sich das wünschen würde. Gerade wenn man nicht in den Landstrichen lebt, wo fleißige Kinderhände den Grünkohl von den über dreißig Meter hohen Palmen ernten, an denen er dreimal pro Jahrelft wächst, sollte man zusehen, dass man lieber einen guten Kohl aus der Dose bekommt, der vor Ort direkt nach dem ersten Frost geerntet, gekocht und eingedost worden ist. Und da gibt es auch nur eine vernünftige Wahl: Heinrich Lüders Handgerupfte Stramme Packung. Die großen Dosen im 60er-Jahre-Design enthalten den allerfeinsten, sandfreien Kohl, der auf dem freien Markt für Geld und gute Worte überhaupt zu haben ist. Kühne und Konsorten sind nur ein schlechter Scherz dagegen. Und sollte man in der unglücklichen Situation sein, diese Konserven bei keinem seiner üblichen Marktschreier bekommen zu können, so bietet die Dosenfabrik Lubella – heil Fortuna! – den Kohl auch im Versand an. Die Dosen halten sich mindestens drei Jahre, es lohnt also, die innere Hürde der Versandkosten mit einer größeren Bestellung gewagt zu überspringen.
Nu habema ein Kohl voll Dose. Wat nu damit anjefangen?

Wir wollen pro Person und Portion etwa 200g Grünkohl, aber es macht Sinn, einen großen Topf Kohl zu kochen, da der Aufwand sich nur gering steigert, das Gericht sich gut im Topf hält und von Tag zu Tag besser schmeckt. Ich gehe im Folgenden von der 1700ml-Dose Lüderskohl aus, die Mengen können entsprechend angepasst werden.
Als erstes lassen wir in einem großen Topf ein gediegen Stück Butter zergehen, etwa 200g. Vier mittelgroße Zwiebeln werden grob gewürfelt und darin auf mittelkleiner Flamme langsam und vorsichtig in einen Zustand salivationsfördernder Transparenz gedünstet und dann mit einem guten Viertelliter Brühe abgelöscht. Hinein kommt dann unser Grünkohl, während wir unseren Herd moderat auffeuern. Da es sich um die traditionelle „Stramme Packung“ handelt, muss der Grünkohl jetzt erstmal mit unserem Rührinstrument kleingemacht werden. Hinein kommen überdies noch 200g gewürfelter Speck, zwei Esslöffel Löwensenf, sowie sieben bis acht geräucherte Mettendchen in Scheiben. Und viel Liebe, denn der Grünkohl will mindestens eine Stunde bei mittlerer Hitze gekocht und dabei mittels gewiefter Rührtechnik am Anbrennen gehindert werden. Dabei sollte der Scharfsinn des Kochs auf den Flüssigkeitsstand gerichtet sein. Im Kohl sollte stets eine vernünftige, dem Anfang ähnliche Flüssigkeitsmenge stehen, damit er überall schön durchkocht und unten nicht anbrennt. Ich benutze dabei Brühe und Wasser im Wechsel. Nach einer guten Stunde Kochzeit, mehr schadet auch nicht, geben wir dann gewürfelte, festkochende Kartoffeln dazu und zwar etwa die selbe Menge, wie wir Kohl hatten, in diesem Fall also etwa 1,5kg. Die Kartoffelstücke sollten etwa 2cm im Kubik sein, plus minus natürlich. Kartoffelstücke einrühren, Herd auf die niedrigste Stufe stellen, Deckel drauf und mindestens fünfundzwanzig Minuten, eher ein bisschen mehr, köcheln lassen, dabei von Zeit zu Zeit umrühren. Schließlich ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Das war es. Fertig. Euer ganz persönlicher, westfälischer Grünkohl. Nix Pellkartoffel dabei, nix Kassler, nix irgendwas. Lecker. Jetzt müsst ihr nie wieder darben.
Und immer dran denken: Aufgewärmt schmeckt er immer noch besser, deswegen möglichst immer am Tag davor kochen.

Ofenkäse – Ein Vergleichstest

Posted in Essen & Trinken on 10. November 2010 by Herr Grau

Irgendetwas Magisches passiert mit Käse, wenn man ihn warm macht, alle Pizzen, Gratins und Cordon Bleus dieser Welt profitieren davon. In meinen Augen hatte es, schon seit ich durch Asterix bei den Schweizern darauf gebracht worden war, immer sinnvoll geschienen, das Ganze zu purifizieren, sprich: den flüssigen Käse in Reinstform in sich hinein zu schaufeln. Meine ersten Gehversuche mit Käsefondue
(- und das passiert mir, muss ich zu meiner Schande gestehen, auch heute noch manchmal -) waren durch zu viel Kirschwasser nicht unbedingt erfolgreich. Auch das Eindicken will gelernt sein. Ich musste erst von einem guten Bekannten fonduetechnisch unterwiesen werden, bis es damit was werden konnte. Aber alles in allem sind Kosten und Aufwand für ein Käsefondue doch nicht zu übersehen und erst recht scheint es etwas übertrieben, wenn man des abends allein ein Hüngerchen bekommt.

Ein ziemlich exquisiter Weg aus diesem Schlamassel wurde der deutschen Firma Champignon bereitet: Mit ihrem Rougette Ofenkäse haben sie ein Produkt geschaffen, das gut lagerbar, einfach zuzubereiten und vor allem unglaublich lecker ist. Wenn ich ehrlich bin, würde ich so einen Ofenkäse sogar allermeistens einem Fondue vorziehen. Das einzige Problem: Mit 3,59€ ist die Version von Rougette, dem Urvater dieser Zubereitungsform, doch gerade so teuer, dass ich sie mir kaum guten Gewissens leisten kann. Der sorgsam auf Sparsamkeit getrimmte Geist entscheidet sich also, die inzwischen verfügbaren, günstigeren Alternativen zu testen. Damit keiner dieses Geld ausgeben muss, will ich hier kurz die Ergebnisse veröffentlichen:

Kaufland Kaminkäse
Kommt für 1,99€, wirklich sehr preisgünstig (allerdings nur 250g, anstatt den originalen 320g). Leider kann man hier platt sagen: Außen billig, innen billig. Es handelt sich im Prinzip um einen ganz ordinären Brie, was nicht gerade zur Wiederholung einläd.

Real Quality Ofenkäse
Kostet stolze 2,99€ (- nur 60cent weniger, als das Original! -), ist dafür schon eher genießbar. Für meinen Geschmack aber zu plump und vor allem zu sauer. Für mich keine Alternative.

Saint Albray Ofen-Menü
Um genau zu sein, ist dieser Käse keine kostengünstigere Variante, sondern sogar teurer, denn er kostet ebenfalls 3,59€, allerdings für 280g, anstatt 320. Ich hatte mir viel davon versprochen, da ich den normalen Saint Albray sehr gerne mag. Leider ist der Ofenkäse der französischen Käserei dem deutschen Produkt etwas unterlegen, denn von der Würzigkeit ist er etwas flacher als sein Pendant von Rougette und auch in der Cremigkeit unterliegt er knapp. Wirklich disqualifiziert hat er sich für mich aber durch den höheren Preis, wenn ich ihn reduziert fände, würde ich ihn aber kaufen.

Fazit
Ich bleibe bei dem Ofenkäse von Rougette, der einfach nur ein brilliantes Produkt ist und zwar bei der Variante „Fein-Würzig“, die anderen konnten mich nicht überzeugen. Ernsthafte Alternativen gibt es nicht, das Geld für das Ausprobieren sollte man dringend sparen.

Lammbraten mit Rosmarin-Weinsauce

Posted in Essen & Trinken on 20. Juni 2010 by Herr Grau

Lammbraten geht im Prinzip wie jeder anderer Braten auch: Das Fleischstück wird im Bräter mit etwas Butter von allen Seiten scharf angebraten, mit Wein abgelöscht und aufgefüllt. Deckel druff, Gewürze dazu und ab in den Ofen bei 140-160°, pro kg etwa eine Stunde.

Lammbraten hat die Eigenart, dass er nach Knoblauch und Rosmarin schreit. Gerade von letzterem kann man kaum genug verwenden. Wenn man den Braten vorher mit Knoblauchspalten spickt, zieht der Geschmack unterschwellig in das Fleisch ein. Ist der Braten fertig, so seiht man den restlichen Bratensatz in einen Topf, gießt ein wenig Brühe oder Fond an und lässt ihn einreduzieren. (Der Braten kann in dem heißen Bräter mit Deckel warmgehalten werden.) Ist er auf 1/3 eingekocht, gibt man Sahne dazu und lässt es bis zur gewünschten Sämigkeit einkochen. Ein Zweig Rosmarin sollte auch hier die ganze Zeit mitkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Braten aufschneiden und mit Kartoffelklößen und Sauce servieren.

Produktwarnung: Real Quality Knödel

Posted in Essen & Trinken, Getestet on 20. Juni 2010 by Herr Grau

Ich bin einer dieser Menschen, die gerne Kartoffelknödel mögen, aber meistens zu faul sind, sie selber zu machen. Bis jetzt haben mich die Fertigprodukte auch recht gut zufriedengestellt. Dann kam Real Quality.  Fiese schleimige Klumpenmonster sind das. Die Klumpigkeit ist einfach absurd. Die Schleimigkeit lässt sie Sauce kaum aufnehmen. Die Knödel sind so derart schlecht, dass ich das als persönliche Beleidung seitens Real auffasse. Also obacht, Verbraucher!

Spargelsuppe

Posted in Essen & Trinken on 28. April 2010 by Herr Grau

So Kinder, heute zeigt euch der Onkel… nene, nur wie man Spargelsuppe macht. Es ist wieder die zauberhafte Jahreszeit gekommen, in denen freundliche junge Männer ganz freiwillig Spargel für absolut adäquaten Lohn stechen und sich dabei auch gar zauberhaft den Rücken gesund halten. So zumindest der Bundesverband der Konsumtempel. Auch ich ließ mich dazu hinreißen, ein Gebinde der von Vielen hoch geschätzten Stangen zu kaufen und dann lagen sie hier rum. Und guckten mich blöd an. Und drohten .. geringfügig unfrisch zu werden. Also musste ich was damit machen und ich entschied mich für ein cremig-leckeres Spargelsüppchen.

Zutaten:

  • Spargel
  • Wasser
  • Sahne
  • Butter
  • Mehl
  • Ei
  • Brühe
  • Salz
  • Zucker

Zubereitung:
Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Man kann mit der Spargelmenge relativ weit variieren. 2 Stangen pro Person gehen, 5 Stangen gehen auch. Wasser aufsetzen, salzen und zuckern. Spargelschalen und Enden hineingeben und gut auskochen (20-30 Minuten kann man das schon machen). Mit einer Schaumkelle den Müll rausfischen und Spargel hineingeben. 15-20 Minuten kochen, Spargel herausholen, kleinschneiden und beiseite stellen. Spargelwasser mit einem halben TL Instantbrühe pro Person würzen. In einem zweiten Topf Butter auslassen, pro Person etwa einen EL voll. Mehl einschlagen, ca. 40g pro Person. Langsam unter Rühren einen halben Becher Sahne pro Person zugeben. Wenn dies glattgerührt ist, langsam unter Rühren das Spargelwasser zugeben. Aufkochen lassen und bei Bedarf mit Milch oder Wasser verdünnen, bis die gewünschte Suppenkonsistenz erreicht ist. Vom Feuer nehmen und abschmecken. Spargelstücke unterziehen, und pro Person einen weiteren halben Becher Sahne mit einem Eigelb verschlagen (Ein Eigelb tuts hier auch für drei bis vier Personen). Wenn die Suppe nicht mehr kocht, Sahne-Ei-Mix unterziehen. Servieren.

Pasta dello Formaggio

Posted in Essen & Trinken on 26. April 2010 by Herr Grau

Als erste hier präsentierte Speise genießt dieses Rezept die Ehre, das frisch erschaffene „Heartburn In A Jar“-Siegel zu tragen, das besonders gesunde Mahlzeiten kennzeichnet. Lange Jahre kannte ich Käsesauce nur als das-Ding-aus-der-Tüte und hatte mich völlig auf den Geschmack eingestellt. In Restaurants findet man selten reine Käsesaucen und so war das einzige, das mich zum Experimentieren trieb, der kleine Mann in meinem Kopf, der keine Instantprodukte mag. Ich musste erst einige Male scheitern und mir dann gekonnt vom Schicksal in die Hände spielen lassen, um dieses Rezept aus der dünnen Luft heraus zu erschaffen. Ja, ich weiß: Es ist nicht schwierig, es ist keine Kernphysik und doch: Es muss erstmal funktionieren!

Ein paar wichtige Punkte habe ich gelernt:

1. Zu saurer Weißwein macht alles kaputt. Ich denke, dass der Charette Chardonnay, der den Job bei mir im Moment hervorragend macht, von Aldi kommt.

2. Finger weg von Ricotta. Erst sifft er, dann stückt er.

3. Hartkäse sind auch weitestgehend ungeeignet. Alle meine Versuche mit Parmesan und Gouda endeten ziemlich katastrophal.

Kürzlich fiel mir an der Pennertheke im Real ein französischer Weichkäse in die Finger, der innerhalb eines Tages ablaufen sollte. Ein oder zwei Broteinheiten konnte man damit bepflanzen, doch so lecker der Käse auch war, mehr wäre einfach nur unschön gewesen. Also stand ich mit einem halben Käse da, der schon die Sporen scharf machte und weg musste. Aus der Not der Verzweifelung (und einen minimalen Anteil Hunger) produzierte ich die folgende Käsesauce, die absolut referenzverdächtig ist:

Zutaten (für 1 Person)

75-100g eines vollfetten, pikanten Weichschimmelkäse

100ml Sahne

Guter Schuss unsauerer Weißwein (~50ml)

1 EL Butter

2 Knoblauchzehen

Salz & Pfeffer

Zubereitung

Einen EL Butter in einer Pfanne auslassen und zwei gehackte Knoblauchzehen dazu geben. Einen guten Schwenk Weißwein und einen halben Becher Sahne angießen. Aufkochen. Weichkäse in Flocken dazu geben und schmelzen lassen. Bis zur gewünschten Sämigkeit einreduzieren lassen. Salzen und pfeffern. Mit Lieblingspasta servieren.

Rotes Thai-Curry

Posted in Essen & Trinken on 13. April 2010 by Herr Grau

Heute gibt es ein Rezept für eins meiner Lieblingsgerichte, nämlich das, was mir mal um mal den Hals rettet, wenn mich irgend ein schwiegermütterliches Schicksal in ein Chinarestaurant treibt: Thai-Curry.

Anders als der Name es vermuten lassen könnte, hat das Thai-Curry nicht viel mit indischem Curry gemeinsam. Es ist eine auf Kokosmilch aufbauende Sauce zum Reis und benötigt nicht viele exotische Gewürze. Wenn man die Grundzutaten einmal gekauft hat, kann man viele Portionen für ziemlich schmales Geld kochen.

Currypasten schmecken übrigens von Anbieter zu Anbieter verschieden. Ich habe mich mehr oder minder auf die von Bamboo Garden Thai eingeschossen, vor allem auch, weil sie überall zu haben ist.

Wir benötigen: (2-3 Portionen)

  • Eine Dose Kokosmilch (besser: Kokoscreme)
  • Rote Currypaste
  • Sojasauce
  • Fischsauce
  • Braunen Zucker
  • Sambal Olek oder einen ähnlichen Scharfmacher
  • Fleisch nach Wahl (ich empfehle die Variante mit Geflügel)
  • Gemüse nach Wahl (hier bieten sich Paprika, Karotten, Sojasprossen, Bambussprossen, Zwiebelspalten, etc. an)

Zubereitung:

Kokosmilch in eine Pfanne geben. Wenn die Milch einen Bodensatz aus Kokoswasser gebildet hat, diesen nicht mit in die Pfanne gießen. Einfach so trinken. Schmeckt lecker. Hitze voll aufreißen. Je nach Geschmack (ca. einen guten Esslöffel) rote Currypaste darin auflösen. Einen EL braunen Zucker, einen EL Sojasauce und einen EL Fischsauce ebenfalls dazu geben. Ich persönlich verzichte auf massiveren Einsatz von Fischsauce und salze etwas. Schärfemittel der Wahl ebenfalls einrühren. Aufkochen und einreduzieren lassen. Pro Person etwa 100g Fleisch in kleine Stücke schnetzeln, Gemüse ebenfalls klein schnippeln. Das Fleisch wird zuerst zugegeben und erst ganz am Ende das Gemüse, damit es schön knackig bleibt. Das Timing muss man etwas rausfummeln, aber wenn das Fleisch etwas länger mitkocht, macht das überhaupt nichts. Dazu gibt es natürlich Reis.

Lecker Biergulasch

Posted in Essen & Trinken on 8. Februar 2010 by Herr Grau

Ich bin gar nicht da. Eigentlich bin ich gerade lernen. Aber im Dunkeln lassen kann ich euch trotzdem nicht über mein einfaches und extrem schmackhaftes Gulasch-Rezept:

500g Fleisch (hier tut es wirklich alles, selbst marginal fleischdurchsetzter Sehnenbraten für 1,99€/kg wird absolut zart) werden gewürfelt und in zwei Esslöffeln Butter scharf angebraten und dann sehr flott mit einer Flasche dunklem Bier abgelöscht (dunkles Weizen hat sich bei mir bewährt). Dazu kommen zwei große Zwiebeln, die grob zerkleinert wurden, Salz, Pfeffer und ordentlich süßes und scharfes Paprikapulver (mindestens 1EL von beidem, eher mehr). Deckel druff und 20 Minuten auf mittelkleiner Flamme köcheln lassen (die Kochzeit ist eine Mindestangabe, je länger man kocht, desto weicher wird das Fleisch). Zwei in Streifen geschnittene rote Paprika dazu geben. Noch mal 40 Minuten köcheln lassen. Mit Mehl binden (wenn es eine Sauce werden soll und keine Suppe) und noch einmal final abschmecken – fertig.