Einfach mal mit einem Fisherman’s Friend im Mund eine heiße Dusche nehmen.
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…und zack: Brot
Posted in Essen & Trinken on 1. Dezember 2009 by Herr GrauWie ein Lauffeuer hat es sich über das Internetz verbreitet, das No-Knead-Bread, das Marc Bittner (NY Times) von der Sullivan Street Bakery in Hells Kitchen bekommen und der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Der Clou: Kneten fällt aus. Alles in allem braucht dieses Brot 5 Minuten Arbeit. Inklusive Abwaschen. Der Grund für seinen ernormen Erfolg ist neben der Einfachheit aber vor allem die Qualität des Ergebnisses: Kaum ein Bäcker schafft es, etwas vergleichbares herzustellen.
Man geht wie folgt vor:
Man schmeißt 400g Mehl in eine Rührschüssel, gibt 1 1/2 TL Salz und 1/4 TL Trockenhefe dazu und vermischt es kurz. Dann gießt man 320ml Wasser dazu. Das ganze wird grob vermengt, bis es einigermaßen homogen ist. Ein Knethaken eines Rührgeräts hat sich als ideal für diesen Zweck erwiesen. Sonst tut es aber auch eine Gabel. Dann wird die Rührschüssel mit einem feuchten Handtuch oder Klarsichtfolie abgedeckt und 18 Stunden stehen gelassen. Aktiver Arbeitsaufwand bis jetzt: 1-2 Minuten.
Am nächsten Tag bemehlt man seine Arbeitsfläche und bugsiert den zähflüssigen Klumpatsch mit einem Teigschaber darauf. Von allen Seiten gut mit Mehl beklopfen, sodass es nicht mehr klebt. Teig rechteckig ausziehen und wie einen Brief zusammen falten. Auf ein bemehltes oder mit Semmelbrösel bestreutes Handtuch legen, zudecken, noch einmal 2 Stunden gehen lassen. Das waren jetzt nochmal 1-2 Minuten Arbeit.
30 Minuten vor Ende der Gehzeit wird der Ofen auf 250°C vorgeheizt. Darin stehen sollte ein Topf, der einen ofenfesten Deckel hat. Ofenfeste Glasformen sind gut, am besten aber gusseiserne Bräter. Nachdem Ofen und Topf verdammt heiß sind, Topf rausholen, Teigfladen reinplumsen lassen, Deckel druff und ab in den Ofen. Noch eine Minute schweißtreibende Arbeit. Puh.
30 Minuten später wird der Deckel abgenommen und die Temperatur auf 230° reduziert. Ich würde empfehlen, zu diesem Zeitpunkt auch Wasser auf den Ofenboden zu schmeißen und die Klappe dann ganz schnell zuzumachen. So wird die Kruste besser.
Weitere 15-20 Minuten später: Zack, Brot.
Also sieht das nicht mal lecker aus? Kruste schön knackig, Krume fluffig mit großen Löchern und großartigem Geschmack.
Try it. Wont take long.
German Heaven – Currywurst
Posted in Essen & Trinken, German Heaven on 29. November 2009 by Herr GrauIch weiß nicht mal, ob es in anderen Ländern Currywurst gibt. Eins steht aber auf jeden Fall fest: Erfunden wurde die Currywurst im Berlin der Nachkriegsjahre. Es ist ein bisschen wie mit der Erfindung des Rades, um deren Patentrechte ja auch immer noch ein heftiger Streit zwischen Diplom-Hausverwalter Heinrich-Erwin Kowastzki aus Gelsenkirchen, dem erfolgreichen Fantasyautor aus Englisch-Amerika Stephen Hawkins und Reinhold Messner in der Position des Erbverwalters seiner Vorfahren tobt: Keiner weiß genau, wer das erste mal Currypulver auf Ketchup auf Wurst gemacht hat. Selbst der CIA gibt sich in dieser Frage geschlagen. First Lieutenant John Henry Gray, offizieller Sprecher in Wurstfragen der amerikanischen Hitschmiede, gibt zu:
Wir können nur mit Sicherheit behaupten, etwa 60% der gesamten Wurst-Aktivität im Berlin der Jahre 1945-50 beweissicher dokumentiert zu haben. Es ist uns peinlich, durch diese lückenhafte Überwachung Zusammenarbeit mit den Bürgern die Aufklärung dieser historisch wichtigen Tatsache nicht mit ausreichend statistisch verwertbarem Material untermauern zu können. Wir arbeiten aber ernsthaft an diesem Missstand und sind zuversichtlich, sehr bald ein flächendeckendes Wurst-Monitoring garantieren zu können.
Wichtig ist an dieser Stelle aber vorderranging der kulturelle und kulinarische Wert einer guten Currywurst. Der arglose Endverbraucher wird aber einmal mehr von den Volksverblödungsdistributoren dem hochqualitativen Bildungsfernsehen im Stich gelassen in seinem Streben nicht weiter bestärkt. Wer einmal versucht hat, Tim Mälzers Currysauce nachzukochen, weiß um die rücksichtslose Protektoratspolitik der Imbissbudensyndikate. Auch im Internetz finden sich für dieses Kernstürk der Currywurst kaum brauchbare Rezepte.
Wir haben eins. (natürlich geklaut.)
Currysauce àla Admin (Grillsportverein):
2 Gläser Ketchup
1 TL Chilipulver
3 EL Worcestershire-Soße
3 EL Sojasauce
1 Glas Fleischbrühe
1 EL Paprika süß
und natürlich mindestens 2 EL Curry, abhängig
von der Schärfe des Pulvers.
Ketchup erwärmen, Brühe angießen. Gewürze einrühren. Warm werden lassen. Nicht zu sehr dran rumfuddeln, das Rezept funktioniert hervoragend.
Das ganze plantiert man auf dem Bratling seines Vertrauens – stilecht sind feine Brühwürste mit und ohne Darm. Ich mag sie ohne lieber, so wie Vaddi auch getan hat. Diverse Paraphernalia bieten ihr Dazugereichtwerden an, Fritten, Kroketten, Kartoffelsalat, und selbst sautiertes Sukuma Wiki.
Das ganze ergibt ein schnelles, enorm leckeres und natürlich kompromisslos gesundes Fair-Trade-Fitness-Essen. Ausprobieren lohnt sich. Manchmal auch direkt zweimal nacheinander.
German Heaven – Mettbrötchen
Posted in Essen & Trinken, German Heaven on 28. November 2009 by Herr GrauIch möchte diese exzellente Kategorie mit einem Beitrag eröffnen, der mir sehr am Herzen liegt. Es geht darum, die wunderbaren Seiten der ja teils unerträglichen urdeutschen Art zu zeigen. Dinge, die hier erfunden wurden, hier hin gehören oder die es nur hier gibt. Und was wäre dafür besser geeignet als das Mettbrötchen?
Gerade durch mein Studium mit Leuten aus anderen Ländern ist mir klar geworden, wie viel wir daran haben, dass wir Deutschen die Wunder des Metts früh entschlüsselt und unserem nationalen Gedächtnis zugeeignet haben. Viele dieser armen Seelen kennen die Genüsse gar nicht, die ihnen ihrer Unkenntnis wegen verschlossen bleiben. Deshalb will ich hier die Montage eines korrekt assemblierten Mettbrötchens demonstrieren. Richtig zubereitet ist es eine einfach anzufertigende Delikatesse, die sich auch vor dem gourmetsianischen Niveau eines getrüffelten Weinberg-Schneckerichs im flambierten Aprikosenespuma nicht verstecken braucht. Bei erneutem Lesen meines Satzes dämmert mir, dass es dessen kulinarischen Wert sogar um Welten ausstechen dürfte.
Also, frisch ans Werk!
Schritt 1:
Ein Weizenbrötchen seiner Wahl vorbereiten.
Schritt 1.2 (optional):
Sich ärgern, was Aldi für unterirdisch grausame Aufbackbrötchen für den arglosen Konsumenten bereitstellt.
Schritt 2:
Jetzt kommt’s drauf an! Gutes Mett ist von nöten. Also entweder den Metzger seines Vertrauens konsultieren oder aber zum Geheimtipp, dem Tip-Schinkenmett von Real greifen.
Absolut essentiell ist das Brötchen/Mett-Verhältnis. Unser allseits beliebter Universalexperte Professor Felicius A. Grau des Instituts für Ontoidetik der Universität Uppsala erklärt:
Was uns hier begegnet, ist ein klassisches Sättigungsproblem, bei dem das System ‚Brötchen‘ möglichst nah an seine optimale Sättigung gebracht werden muss. Sinkt die Sättigung auf unter 80%, so überwiegt die hygroskopische Wirkung des Krumenmaterials, bei zu hoher Sättigung kommt es zu einem Interferrenzproblem an dem Palatenkomplex und schließlich sogar zur Trennung von Metteinheiten vom Gesamtkontinuum Speise. Der Genuss als Funktion der Sättigung beschreibt dabei eine, oft nach ihrem Erstbeschreiber Freddi Gauß benannte, glockenförmige Kurve.
Damit der ahnungslose Heimanwender nicht völlig im Regen steht, haben wir eine kleine Fotoserie zusammengestellt.
FALSCH:
BESSER, ABER AUCH FALSCH:
Fehlt noch Schritt 3:
Mett kräftig mit frisch gemalenem schwarzen Pfeffer .. pfeffern und mit gediegenen Zwiebelringen garnieren und schon ist das Ergebnis
RICHTIG:
(Achtung! Das Mett geht dezeptiv in die Tiefe des Brötchens weiter! Es ist mitnichten dünn.)
Wunderbar! Guten Appetit.
Mixed Feelings – Mixology Monday XLIII
Posted in Mixed Feelings on 26. Oktober 2009 by Herr Grau
This month Vidiot is hosting the Mixology Monday and, being the bad boy that he is, chose „Vermouth“ as the topic.
Well, it’s not easy writing about it. See, when you enter the world of mixology, you have to deal with a few big problems. One of them is the Martini-problem. There is a party of little Churchills and Trapper John McIntyrs, who successfuly banned Vermouth from their Martinis. Over the years, the Martini changed in their direction from a fifty-fifty ratio to nowadays usual 1:5. To the young cocktail apprentice it has to seem that this is the right way to go. Only if you dig deeper, you find that it isn’t a necessarily a sign of good taste to only vaporize a few molecules of vermouth in the direction of your stem glass and finaly you discover those, who demand that a fifty-fifty is the real way to do it. The one or the other way, taking on an oppinion will offend someone and this time it’s actualy a group of people who know their mixology. I hold it with prussian Kaiser Friedrich II.: „Jeder nach seiner Façon…“
Nevertheless: Vermouth can be used in non-homeopathic dosages and still don’t ruin the drink.
Watch.
Sour Rosemary
This is a little variation of the Sweet Martini I just created for the occasion.
(You can find all the basics about the Martini Cocktail here)
How To:
Prechill a mixing glass and a cocktail glass
Gently muddle the needles of one rosmary sprig with 2 oz good gin (I’m using Plymouth Navy Strength for my Martinis)
Let sit for ~ 15 minutes
Clear out mixing glass, fine strain gin into it
Add a dash of Orange Bitters, 1 oz of Sweet Vermouth and 1/4 oz freshly squeezed lemon juice
Stir with ice until stunningly cold
Strain into chilled cocktail glass
Enjoy
Result
A very nice variant of my favourite Martini. The beautiful amber color catches the eye and doesn’t disappoint you, since the drink is realy tasty and has this certain Je Ne Sais Qua (excuse the french..) at the end of the sip that I intended: You get this little bit of tartness and rosmary when the drink leaves the palate. Recommended.
Wir bauen uns einen High-End-Verstärker – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung – 1. Akt
Posted in Angewandte Wissenschaft, smile and look alive on 14. Oktober 2009 by Herr GrauMeine Herangehensweise an viele Dinge ist die eines waschechten DIYers (DIY = Do It Yourself).
Einrichtungsgegenstände, Möbel, Computer, Hifi-Geräte – es liegt nicht nur daran, dass ich konstant über meinen Verhältnissen lebe und deswegen sparen muss, wo ich kann, ohne auch nur einen Deut Abstriche an der Qualität zu machen bereit zu sein, ich empfinde es als großartig, etwas mit seinen eigenen Händen erschaffen zu haben. Mit Recht ist der Erschaffer stolz auf sein Werk und stellt sich so bewusst abseits des Prahlers, dessen einziger Verdienst der Kauf ist.
Einmalig, günstig und hochqualitativ? Mach es Dir selbst.
Gerade im Hifi-Bereich lässt sich richtig Geld sparen. Wer sich ein gutes Paar Boxen selber baut, braucht sich über dieses Thema nie wieder Gedanken zu machen. Ein Design z.B. von Udo Wohlgemuth mit Eton-Chassies wird selbst von pekuniär weit fünfstelligen Modellen des Fertigmarktes kaum übertroffen werden – denn die Chassies und Bauteile werden ab einem bestimmten Punkt nicht mehr besser. Und wie viele zehntausend Euro man investieren kann und will für das bisschen Mehr Design, für unter Wasser von Zen-Mönchen mit dem privaten Gourmet-Deluxe-Wachsvorat ausgestorbener Bienenköniginnen blank gewichstes Holz, das bleibt dann am Ende Geschmackssache.
Auch bei Verstärkern kann man mächtig Geld retten. Gute Bauteile und ein solides Schaltungsdesign an der Hand, lässt sich für etwa 150€ ein Verstärker realisieren, der sich auch vor zehnmal so teuren Exemplaren nicht zu verstecken braucht. So einen Verstärker wollen wir heute bauen. Ich möchte hiermit eine Anleitung an die Hand geben, mit der jeder, der zwei Dräte zusammenlöten kann, einen hervoragenden Verstärker bauen kann. Kein Fachgesabbel – bzw. nur so viel wie nötig. Ich setze lediglich die Fähigkeiten zu Lesen und etwa 14cm weit zu denken, sowie das Vorhandensein eines Lötkolbens samt Lötzinn und eines Multimeters voraus. Kochrezept in Reinkultur.
Was zum SymAsym zu sagen ist, findet sich gebündelt hier. In aller Kürze: Es handelt sich um ein Monoblockdesign einer ClassAB-Endstufe mit etwa 100W pro Kanal an 4Ohm bzw. 60W an 8Ohm. Monoblock heißt, dass eine vollständige Kanaltrennung stattfindet. Rechter und linker Kanal bekommen jeweils einen kompletten eigenen Verstärker mit eigenem Netzteil. Das ist High-End, denn besser geht es nicht. So machen es auch die ganz Großen. Wenn man eine Festhalle beschallen will, muss man die Sache natürlich etwas anders angehen, aber für das heimische Wohnzimmer ist 100W selbst an Lautsprechern mit schlechtem Wirkungsgrad mehr als genug.
Also los.
Schritt 1
Alle hier aufgeführten Teile bei Reichelt zusammensuchen. Trafo gibt es bei Kessler Elektronik (Artikelnr. TRT 225VA 2X24V). Dazu kommen noch zwei Cinch-Buchsen und vier Bananensteckerbuchsen. Woher man die nimmt, ist egal. Außerdem sollte man sich noch zwei Lochrasterplatinen im Euroformat und zwei Kühlkörer bei Reichelt mitbestellen. Und wenn man will noch zwei LEDs (mit Vorwiderstand -> Google), Schalter und Kaltgerätebuchsen mit Sicherungshalter. Achso, eine Rolle 0,6er Silberdraht nicht vergessen. Jetzt aber los.
Schritt 2
Wenn man alles richtig gemacht hat, liegen jetzt Bauteile im Wert von etwa 50€ plus zwei Trafos für je 40€ vor einem auf dem Tisch.
Den Kram ordnet man nach Widerständen, Kondensatoren, Transistoren und anderem Zeug:
Den Besteckungsplan für die besagte Euro-Lochrasterplatine von CNet gibt es leider nicht mehr. Wir müssen uns leider dieser Tage wieder mit dem Schaltplan behelfen: http://www.lf-pro.net/mbittner/Sym5_Webpage/Images/Symasym5_2_eagle.GIF
Allem voran steht der Entschluss, die Transistoren nicht zu matchen. Das ist zwar etwas schluderig, spart aber irre viel Arbeit. Wenn man den Verstärker eines Tages mal richtig High-Beendigen will, dann kann man es auch immer noch nachholen. Wie man das macht, steht auch hier.
Schritt 3
Jetzt kommt also die Fleißkärtchenarbeit, nämlich das Bestecken der Platine mit den angegebenen Bauteilen. Die Bauteile werden eingesteckt, eingelötet und verbunden. Ich habe das etappenweise gemacht, würde aber in Zukunft eher alle Bauteile zuerst einlöten und die Verbindungen später machen.
Hier einige Bilder aus dem Verlauf:
Bei dieser Arbeit ist vor allem darauf zu achten, die Elektrolytkondensatoren richtig herum zu polen. Normalerweise ist das Minus fett darauf makiert. Die Transistoren müssen auch dringend richtig herum gesteckt werden, genau wie auf dem Besteckungsschema angegeben. Kreuzende Leiterbahnen werden mit Kupferlackdraht ausgeführt, einem mit Lack isolierten Draht.
Die externen Lötpunkte sind dort wie folgt bezeichnet:
IN = Eingangssignal, das ist der Pimmel vom Cinchstecker
IGND = Erde des Eingangssignals, das ist der Metallring um den Cinchstecker
OUT = Positiver Pol des Lautsprechers, das rote Lautsprecherkabel, ein eigener Anschluss
OUT_GND = Negativer Pol des Lautsprechers, das schwarze Lautsprecherkabel, auch ein eigener Anschluss
V+ = Positive Netzteilspannung
V- = Negative Netzteilspannung
VGND = Erde des Netzteils
Ich habe diese Eingänge erstmal einfach als Lötfahnen ausgeführt, ebenfalls die Anschlüsse für das Potentiometer.
Die Bauteile für das Netzteil haben mich noch nicht alle erreicht, ebenfalls nicht die Teile für das Gehäuse. Aber die Verstärker selbst sind fertig. Das ganze hat mich drei Nachmittage gekostet. Geübte Elektroniker dürften mit einem oder zwei hinkommen, Ungeübte müssen vermutlich einen Nachmittag mehr einkalkulieren.
So sehen die fertigen Platinen aus:
So Kinder, das war der erste Akt.
Im nächsten Teil werde ich den fertigen Verstärker mit eigenem Gehäuse und vollständigem Netzteil zeigen.
UPDATE: Hier geht es zur Abschlussbetrachtung
Anmerkung: Für den völlig Unbedarften habe ich noch ein Video bei Youtube rausgesucht, das zeigt, wie Löten funktioniert:
Probleme des Lebens #7
Posted in Probleme des Lebens on 14. September 2009 by Herr GrauWarum muss immer ich mit Leuten Zeit zubringen, die Sätze wie den folgenden sagen?
„Mir sans aus Donauwörth – des liegt an der Donau!“
Mixed Feelings – Naranjito
Posted in Mixed Feelings on 24. August 2009 by Herr GrauDer Naranjito ist mein Versuch eines New Orleans Fizz, also eines Fizzes mit Cointreau als Süßungsmittel. Orangen sind das Thema, weil ich noch eine übrig hatte und es wurde ein Fizz, weil es ein heißer Tag war. Eigentlich hatte ich mit dem Mojito angefangen und daran herumgeschraubt, bis ich irgendwann bemerkt habe, dass ich ganz wo anders angekommen war. C’est la vie. Denke ich.
How To:
30ml frisch gepresster Limettensaft
20ml Cointreau
15ml Simple Syrup
60ml weißer Rum
Ein Dash Orange Bitters
Ein paar Tropfen Orangenblütenwasser
Mit Eis shaken, auf Eis in ein Collins-Glas strainen
Mit hoch carboniertem Mineralwasser toppen
Mit Orangenzeste garnieren und mit Strohhalm servieren
Genusspotential:
Der Grundgedanke war, die Minze im Mojito gegen Orange auszutauschen, indem ich simple Syrup durch Cointreau ersetzt und Orangenblütenwasser, Orange Bitters und Orangenzeste implementiert habe, um es citrussiger zu machen und dadurch frischer. Hat’s funktioniert? Hat nicht funktioniert. Ich vermute, der Cointreau ist für ‚frisch‘ einfach nicht zu haben.
Zwar hat es dieser Drink nicht in meine Standards geschafft, aber er ist trotzdem recht interessant und nicht schlecht. Vielleicht kann ich ihn einfach nicht genießen, weil er nicht nach Plan funktioniert hat. Vielleicht ist er tatsächlich unwahrscheinlich-gourmet-deluxe-superlecker. Ich werde es wohl nie erfahren…
Eine Sache muss ich allerdings loswerden: Auf den letzten Schluck achten! Er ist eine sehr leckere Überraschung und es wert, den Drink dafür zu machen.
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The Naranjito is my take on the New Orlean Fizz, a Fizz with Cointreau as a sweetening agent. The theme is Oranges, because I had one left and it’s a Fizz because it was a hot day. I actualy started with the Mojito and worked it up, just to realize in the end, that I had arrived somewhere else. That’s pretty much life I guess…
How To:
1 oz freshly squeezed lime juice
3/4 oz cointreau
1/2 oz simple syrup
2 oz white rum
dash orange bitters
few drops of orange flower water
shake up with ice, strain over ice in a big collins glass
top of with seltzer
garnish with a orange twist
serve with a straw
Enjoyabilitential:
Well, the basic thought was to change the mint in the mojito against orange, substituting simple syrup with Cointreau and implementing Orange Bitters, orange flower water and an orange zest, to make it more citrusy and thereby fresher. Unfortunatly that didn’t work out as planned. I guess that the Cointreau just doesn’t do fresh.
Though it isn’t a drink that made it in my rotation, it’s still quite interesting and not bad. Perhaps I just can’t appreaciate the drink because it failed my intentions. Perhaps it’s actualy very delicious. I don’t know.
But one thing I do have to say: Pay attention to the last sip – it’s a realy tasty supprise. In my experiance, it’s worth to make the drink for.
Mixed Feelings – Mixology Monday XLI
Posted in Mixed Feelings on 10. August 2009 by Herr Grau
When I started this category about cocktails, I decided to write every single entry bilingual so that if I would join Mixology Monday some time, everyone would be able to read the stuff I wrote before and so I could eventually become famous and wouldn’t have to work anymore. Well, it’s yet to find out if I can finaly cancel my studying due to my incredible genius, since last MxMo didn’t actualy ever take place and my talent hadn’t had it’s obligatory fourteen days to bloom.
This weeks MxMo is hosted by Felicia’s Speakeasy. Coincidental enough for my first entry, because it’s one of the few cocktail blogs I have read completely and enjoyed very much.
Amelia has chosen „Vodka is your friend“ as this months topic.
First of all: All alcohol is your friend. But in every friend circle there is a guy of which you ask yourself every now and then why you are friends with him at all.
That guy is vodka. I don’t say that because I want to sail with the inquisitors dell‘ bar, these who claim that a neutral spirit deserves no place in an enviroment of taste and flavour creation. I enjoy the occasional one or twelve Screw Drivers or White Russians. Only every now and then the ol‘ bastard shows his real face. This is when I visit my familiy.
See, my fianceé is from Kasachstan and since I have to make family with Russians, I only do know vodka. When you decide to go to a russian celebration you automaticaly enlist for every single round any male at the table is willing to proclaim. There are a few single storys that capture the spirit of vodka very nicely.
First thing is that many vodka bottles in Russia have tin seals. Once broken open you cannot close the bottle anymore. Then I read a story a few weeks ago of an Russian electrician who went boozing with his friends. He ended up with a knife in his back, missing his heart by a mere inch. Thing is, he didn’t realize it until the next morning and commented that he would not go to the police or be angry with the attacker since they agreed to go drinking together and whenever you drink wild things could happen.
So. Without much further ado and knowing that it isn’t a cocktail at all actualy, I give you:
The way vodka is originaly intended.
I goes like this:
You are invited somewhere. Nobody speeks of alcohol in beforehand, everyone has just brought a bottle of vodka. You brought flowers and look stupid. The first time, that is.
You walk up the buffet and sit down. Around that time you make a few fatal mistakes.
- You are a solid drinker in your class and age, so you believe you can keep up with the Russians. It will not matter if you are 14 and in school or 52 and a fulltime wino. You cannot.
- You believe that eating will change that. It doesn’t. It alters the color of your vomit.
- You think you could skip out rounds without making a total ass of yourself. You cannot.
So, you sat yourself between your father-in-law and your uncle-in-law and think of how to dodge the next shot without getting in trouble with the law. Well, you’ve already guessed it, you cannot. Much too late you realize that you have lost your ability to gracefuly stand up and walk to the toilet, so you hold up like a good solidier, you keep the enemy inside you in the blissful hope that they will get drunk soon too and give you the chance to crawl away unseen. Well, they do not. But at some point they will decide to dance. It just ain’t no real celebration without dancing! It’s just a matter of whether you decide to wait that long for your sneek attack on the toilet.
The last thing you might see that night is that the toilet you lay in front of is in fact the wardrobe of the sleeping room. You realize that turning around after being finished. You are so emberrased that you decide to flee. You will end up at the table between two merry fellas who welcome you back with a shot of vodka. If you don’t tend to black out you might now enjoy the linguistic transmorphotential of alcohol, since by now you are capable of speeking fluent Russian and everyone has quite a time whilst you explore your new talent. But at least when the others finish dancing and come back to the table to take up drinking at full pace again, even the most skilled drinker goes darkside.
You wake up at 4 pm the next morning only to find out that your drinking buddys are already home from their 10 hour shift at their job. You realize that every woman present outdrank you and it wasn’t even close. You realized, that you have propably yelled „NeescheeeisnegaaaljetzhieaäääNASTROVJE!“ at some point.
While you glance over the offering of food disgusted by the notion of eating, your father-in-law steps up behind you, grins at you, lays his massive hand on your sholder and says: „Good drinking. You held up well.“
Same thing happens basicaly every time you meet someone again.
You suddenly realize, that you had a hell lot of fun and good talks with people who have a completly different socialization and mostly dont even speek your language. You managed to be accepted in the family.
And that’s why vodka is your friend.
Kleine Weisheyt
Posted in smile and look alive on 6. August 2009 by Herr GrauWenn Dir das Leben auf den Stiefel scheißt, warum nicht dem Feind damit in die Fresse treten?

















