Wir bauen uns einen High-End-Verstärker – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung – 1. Akt

Posted in Angewandte Wissenschaft, smile and look alive on 14. Oktober 2009 by Herr Grau

Meine Herangehensweise an viele Dinge ist die eines waschechten DIYers (DIY = Do It Yourself).

Einrichtungsgegenstände, Möbel, Computer, Hifi-Geräte – es liegt nicht nur daran, dass ich konstant über meinen Verhältnissen lebe und deswegen sparen muss, wo ich kann, ohne auch nur einen Deut Abstriche an der Qualität zu machen bereit zu sein, ich empfinde es als großartig, etwas mit seinen eigenen Händen erschaffen zu haben. Mit Recht ist der Erschaffer stolz auf sein Werk und stellt sich so bewusst abseits des Prahlers, dessen einziger Verdienst der Kauf ist.

Einmalig, günstig und hochqualitativ? Mach es Dir selbst.

Gerade im Hifi-Bereich lässt sich richtig Geld sparen. Wer sich ein gutes Paar Boxen selber baut, braucht sich über dieses Thema nie wieder Gedanken zu machen. Ein Design z.B. von Udo Wohlgemuth mit Eton-Chassies wird selbst von pekuniär weit fünfstelligen Modellen des Fertigmarktes kaum übertroffen werden – denn die Chassies und Bauteile werden ab einem bestimmten Punkt nicht mehr besser. Und wie viele zehntausend Euro man investieren kann und will für das bisschen Mehr Design, für unter Wasser von Zen-Mönchen mit dem privaten Gourmet-Deluxe-Wachsvorat ausgestorbener Bienenköniginnen blank gewichstes Holz, das bleibt dann am Ende Geschmackssache.

Auch bei Verstärkern kann man mächtig Geld retten. Gute Bauteile und ein solides Schaltungsdesign an der Hand, lässt sich für etwa 150€ ein Verstärker realisieren, der sich auch vor zehnmal so teuren Exemplaren nicht zu verstecken braucht. So einen Verstärker wollen wir heute bauen. Ich möchte hiermit eine Anleitung an die Hand geben, mit der jeder, der zwei Dräte zusammenlöten kann, einen hervoragenden Verstärker bauen kann. Kein Fachgesabbel – bzw. nur so viel wie nötig. Ich setze lediglich die Fähigkeiten zu Lesen und etwa 14cm weit zu denken, sowie das Vorhandensein eines Lötkolbens samt Lötzinn und eines Multimeters voraus. Kochrezept in Reinkultur.

Was zum SymAsym zu sagen ist, findet sich gebündelt hier. In aller Kürze: Es handelt sich um ein Monoblockdesign einer ClassAB-Endstufe mit etwa 100W pro Kanal an 4Ohm bzw. 60W an 8Ohm. Monoblock heißt, dass eine vollständige Kanaltrennung stattfindet. Rechter und linker Kanal bekommen jeweils einen kompletten eigenen Verstärker mit eigenem Netzteil. Das ist High-End, denn besser geht es nicht. So machen es auch die ganz Großen. Wenn man eine Festhalle beschallen will, muss man die Sache natürlich etwas anders angehen, aber für das heimische Wohnzimmer ist 100W selbst an Lautsprechern mit schlechtem Wirkungsgrad mehr als genug.

Also los.

Schritt 1

Alle hier aufgeführten Teile bei Reichelt zusammensuchen. Trafo gibt es bei Kessler Elektronik (Artikelnr. TRT 225VA 2X24V). Dazu kommen noch zwei Cinch-Buchsen und vier Bananensteckerbuchsen. Woher man die nimmt, ist egal. Außerdem sollte man sich noch zwei Lochrasterplatinen im Euroformat und zwei Kühlkörer bei Reichelt mitbestellen. Und wenn man will noch zwei LEDs (mit Vorwiderstand -> Google), Schalter und Kaltgerätebuchsen mit Sicherungshalter. Achso, eine Rolle 0,6er Silberdraht nicht vergessen. Jetzt aber los.

Schritt 2

Wenn man alles richtig gemacht hat, liegen jetzt Bauteile im Wert von etwa 50€ plus zwei Trafos für je 40€ vor einem auf dem Tisch.


Den Kram ordnet man nach Widerständen, Kondensatoren, Transistoren und anderem Zeug:

Den Besteckungsplan für die besagte Euro-Lochrasterplatine von CNet gibt es leider nicht mehr. Wir müssen uns leider dieser Tage wieder mit dem Schaltplan behelfen: http://www.lf-pro.net/mbittner/Sym5_Webpage/Images/Symasym5_2_eagle.GIF

Allem voran steht der Entschluss, die Transistoren nicht zu matchen. Das ist zwar etwas schluderig, spart aber irre viel Arbeit. Wenn man den Verstärker eines Tages mal richtig High-Beendigen will, dann kann man es auch immer noch nachholen. Wie man das macht, steht auch hier.

Schritt 3

Jetzt kommt also die Fleißkärtchenarbeit, nämlich das Bestecken der Platine mit den angegebenen Bauteilen. Die Bauteile werden eingesteckt, eingelötet und verbunden. Ich habe das etappenweise gemacht, würde aber in Zukunft eher alle Bauteile zuerst einlöten und die Verbindungen später machen.

Hier einige Bilder aus dem Verlauf:


Bei dieser Arbeit ist vor allem darauf zu achten, die Elektrolytkondensatoren richtig herum zu polen. Normalerweise ist das Minus fett darauf makiert. Die Transistoren müssen auch dringend richtig herum gesteckt werden, genau wie auf dem Besteckungsschema angegeben. Kreuzende Leiterbahnen werden mit Kupferlackdraht ausgeführt, einem mit Lack isolierten Draht.

Die externen Lötpunkte sind dort wie folgt bezeichnet:

IN = Eingangssignal, das ist der Pimmel vom Cinchstecker

IGND = Erde des Eingangssignals, das ist der Metallring um den Cinchstecker

OUT = Positiver Pol des Lautsprechers, das rote Lautsprecherkabel, ein eigener Anschluss

OUT_GND = Negativer Pol des Lautsprechers, das schwarze Lautsprecherkabel, auch ein eigener Anschluss

V+ = Positive Netzteilspannung

V- = Negative Netzteilspannung

VGND = Erde des Netzteils

Ich habe diese Eingänge erstmal einfach als Lötfahnen ausgeführt, ebenfalls die Anschlüsse für das Potentiometer.

Die Bauteile für das Netzteil haben mich noch nicht alle erreicht, ebenfalls nicht die Teile für das Gehäuse. Aber die Verstärker selbst sind fertig. Das ganze hat mich drei Nachmittage gekostet. Geübte Elektroniker dürften mit einem oder zwei hinkommen, Ungeübte müssen vermutlich einen Nachmittag mehr einkalkulieren.

So sehen die fertigen Platinen aus:

So Kinder, das war der erste Akt.

Im nächsten Teil werde ich den fertigen Verstärker mit eigenem Gehäuse und vollständigem Netzteil zeigen.

UPDATE: Hier geht es zur Abschlussbetrachtung

Anmerkung: Für den völlig Unbedarften habe ich noch ein Video bei Youtube rausgesucht, das zeigt, wie Löten funktioniert:

How To Solder – Video

Probleme des Lebens #7

Posted in Probleme des Lebens on 14. September 2009 by Herr Grau

Warum muss immer ich mit Leuten Zeit zubringen, die Sätze wie den folgenden sagen?

„Mir sans aus Donauwörth – des liegt an der Donau!“

Brüssel sehen… und saufen.

Posted in Essen & Trinken, Getestet, smile and look alive on 10. September 2009 by hoegi

For herrgrau writing every one of his cocktail reviews bilingual, I decided to make this one a bilingual post too. Drinking is international.
—Scroll down for english version—

Äußerst verspätet und daher auch nur mit geringsten Erinnerungen an die diversen Geschmackserlebnisse kommt hier ein kurzer kulinarischer Bericht aus der selbsternannten Biermetropole Brüssel.

Fangen wir mit einem Exoten an. Das „Bellevue Extra Kriek“ erinnert höchstens entfernt an Bier im klassischen Sinne. Im Zuge des Brauprozesses werden diesem Bier Kirschen zugefügt, die sich fast gänzlich lösen und dem Bier eine dunkelrote Trübe verpassen.
Geschmacklich erinnert das Bier stark an eine frische Kirschlimonade; der Bieraspekt ist nur wenig bis gar nicht vorhanden, dennoch schmeckte mir das Bier vom Fass außerordentlich gut. In Deutschland ist das Bier gelegentlich auch in Flaschen erhältlich, aber es schmeckt so nicht annähernd so gut, wie frisch vom Fass.

Rodenbach. Wenn ich diesen Namen höre, bekomme ich leichten Brechreiz. Auf der Bierkarte (ja, soetwas gibt es in Brüssel) las sich die Beschreibung lecker: Es handele sich um eine Mischung aus „frischem“ Bier und 6 Monate (glaube ich) in Eichen- (oder Buchen?)fässern gelagerten und gereiftem Bier. Da ich für solche Experimente offen bin/war bestellte ich also ein Rodenbach.
Das Bier schmeckte nach Verwesung. Ich bildete mir ein, dass das einfach nur schlecht schmeckt weil ich zuvor das Kirschbier hatte… Weit gefehlt. Auch die nächsten Schlücke gestalteten sich als ekelig. Mit jedem Schluck wurde der Brechreiz größer. Eine fürchterliche Erfahrung. Ob ich das Bier wirklich getrunken habe, erfahrt ihr weiter unten.

Das Primus-Bier ist ein sehr unspektakuläres aber gut trinkbares Bier. Ich meine mich erinnern zu können, dass es sehr süffig und mild war. Daher gut trinkbar. Für den Rest des Abends war dies das Bier der Wahl für die gesamte Runde.

Leffe ist das berühmteste Bier Belgiens und entstammt der größten Brauerei des Landes. Da Leffe ein Kloster ist/war, schmeckt das Bier so, wie die meisten Klosterbiere schmecken. Es hat eine leichte pilsige Frische mit einem stark hefigen, vollmundigen Abgang. Wer etwas handfestes trinken möchte, ist mit Leffe gut beraten.
Btw: Dieses Glas hat in dem Restaurant 6,50€ gekostet! Kein Wunder, dass auf der Karte keine Preise standen.

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Bellevue Extra Kriek

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Rodenbach

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Primus

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Leffe

Pretty late and for that reason only with vague memories: My small report of a more or less tasteful journey to the wannabe-beer-capital Brussels.

Let´s start with the most exotic beer. The „Bellevue Extra Kriek“ only reminded me barely of beer as we know it. In the process of brewery, cherries are added and dissolve nearly completely in the beer, which leads to a crimson-like color.
It tastes mostly like a fresh cherry lemonade, than everything else. Despite that, I liked that „beer“ a lot. Sometimes you can buy that stuff bottled, but it tastes not as half as good as when it comes directly from the tap.

Rodenbach. Hearing this name, first thing I´d like to do is to vomit. The beer menu (yep, there really is a beer menu in Belgium) made me wanna try that one for it´s description. Rodenbach would be a mixture from fresh and mature beer. It was more mature than I could even imagine but at that point I just didn´t know yet. The beer tasted like rotten food. Maybe even worse. Every sip made me want to puke even more. I would not even make my nemesis drink that stuff. If I really succeded in finishing that piece of hell? Scroll down for an answer.

The primus beer is a very unspectacular but nonetheless well drinkable beer. I think that I remember that it was really smooth and süffig (look it up, theres no comparable word in english except for „quaffable“…) For the rest of the evening this beer was our first choice.

Leffe is the most famous beer of Belgium and it stams from the largest brewery of the country. For Leffe is/was an abbey, the beer tastes like you want an abbey-beer to taste. With a hint of lager in the first place, and a wheat-beerish finish. If you want a real mouthful of beer: Take this one.
By the way: This beer cost us 6,50€!

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Geschafft. I did it.

Probleme des Lebens #6

Posted in Probleme des Lebens on 6. September 2009 by hoegi

Brabbelnde Chinesen.

Mixed Feelings – Naranjito

Posted in Mixed Feelings on 24. August 2009 by Herr Grau

Der Naranjito ist mein Versuch eines New Orleans Fizz, also eines Fizzes mit Cointreau als Süßungsmittel. Orangen sind das Thema, weil ich noch eine übrig hatte und es wurde ein Fizz, weil es ein heißer Tag war. Eigentlich hatte ich mit dem Mojito angefangen und daran herumgeschraubt, bis ich irgendwann bemerkt habe, dass ich ganz wo anders angekommen war. C’est la vie. Denke ich.

How To:

30ml frisch gepresster Limettensaft

20ml Cointreau

15ml Simple Syrup

60ml weißer Rum

Ein Dash Orange Bitters

Ein paar Tropfen Orangenblütenwasser

Mit Eis shaken, auf Eis in ein Collins-Glas strainen

Mit hoch carboniertem Mineralwasser toppen

Mit Orangenzeste garnieren und mit Strohhalm servieren

Genusspotential:

Der Grundgedanke war, die Minze im Mojito gegen Orange auszutauschen, indem ich simple Syrup durch Cointreau ersetzt und Orangenblütenwasser, Orange Bitters und Orangenzeste implementiert habe, um es citrussiger zu machen und dadurch frischer. Hat’s funktioniert? Hat nicht funktioniert. Ich vermute, der Cointreau ist für ‚frisch‘ einfach nicht zu haben.

Zwar hat es dieser Drink nicht in meine Standards geschafft, aber er ist trotzdem recht interessant und nicht schlecht. Vielleicht kann ich ihn einfach nicht genießen, weil er nicht nach Plan funktioniert hat. Vielleicht ist er tatsächlich unwahrscheinlich-gourmet-deluxe-superlecker. Ich werde es wohl nie erfahren…

Eine Sache muss ich allerdings loswerden: Auf den letzten Schluck achten! Er ist eine sehr leckere Überraschung und es wert, den Drink dafür zu machen.

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The Naranjito is my take on the New Orlean Fizz, a Fizz with Cointreau as a sweetening agent. The theme is Oranges, because I had one left and it’s a Fizz because it was a hot day. I actualy started with the Mojito and worked it up, just to realize in the end, that I had  arrived somewhere else.  That’s pretty much life I guess…

How To:

1 oz freshly squeezed lime juice

3/4 oz cointreau

1/2 oz simple syrup

2 oz white rum

dash orange bitters

few drops of orange flower water

shake up with ice, strain over ice in a big collins glass

top of with seltzer

garnish with a orange twist

serve with a straw

Enjoyabilitential:

Well, the basic thought was to change the mint in the mojito against orange, substituting simple syrup with Cointreau and implementing Orange Bitters, orange flower water and an orange zest, to make it more citrusy and thereby fresher. Unfortunatly that didn’t work out as planned. I guess that the Cointreau just doesn’t do fresh.

Though it isn’t a drink that made it in my rotation, it’s still quite interesting and not bad. Perhaps I just can’t appreaciate the drink because it failed my intentions. Perhaps it’s actualy very delicious. I don’t know.

But one thing I do have to say: Pay attention to the last sip – it’s a realy tasty supprise. In my experiance, it’s worth to make the drink for.

Mixed Feelings – Mixology Monday XLI

Posted in Mixed Feelings on 10. August 2009 by Herr Grau

When I started this category about cocktails, I decided to write every single entry bilingual so that if I would join Mixology Monday some time, everyone would be able to read the stuff I wrote before and so I could eventually become famous and wouldn’t have to work anymore. Well, it’s yet to find out if I can finaly cancel my studying due to my incredible genius, since last MxMo didn’t actualy ever take place and my talent hadn’t had it’s obligatory fourteen days to bloom.

This weeks MxMo is hosted by Felicia’s Speakeasy. Coincidental enough for my first entry, because it’s one of the few cocktail blogs I have read completely and enjoyed very much.

Amelia has chosen „Vodka is your friend“ as this months topic.

First of all: All alcohol is your friend. But in every friend circle there is a guy of which you ask yourself every now and then why you are friends with him at all.

That guy is vodka. I don’t say that because I want to sail with the inquisitors dell‘ bar, these who claim that a neutral spirit deserves no place in an enviroment of taste and flavour creation. I enjoy the occasional one or twelve Screw Drivers or White Russians. Only every now and then the ol‘ bastard shows his real face. This is when I visit my familiy.

See, my fianceé is from Kasachstan and since I have to make family with Russians, I only do know vodka. When you decide to go to a russian celebration you automaticaly enlist for every single round any male at the table is willing to proclaim. There are a few single storys that capture the spirit of vodka very nicely.

First thing is that many vodka bottles in Russia have tin seals. Once broken open you cannot close the bottle anymore. Then I read a story a few weeks ago of an Russian electrician who went boozing with his friends. He ended up with a knife in his back, missing his heart by a mere inch. Thing is, he didn’t realize it until the next morning and commented that he would not go to the police or be angry with the attacker since they agreed to go drinking together and whenever you drink wild things could happen.

So. Without much further ado and knowing that it isn’t a cocktail at all actualy, I give you:

The way vodka is originaly intended.

I goes like this:

You are invited somewhere. Nobody speeks of alcohol in beforehand, everyone has just brought a bottle of vodka. You brought flowers and look stupid. The first time, that is.

You walk up the buffet and sit down. Around that time you make a few fatal mistakes.

  1. You are a solid drinker in your class and age, so you believe you can keep up with the Russians. It will not matter if you are 14 and in school or 52 and a fulltime wino. You cannot.
  2. You believe that eating will change that. It doesn’t. It alters the color of your vomit.
  3. You think you could skip out rounds without making a total ass of yourself. You cannot.

So, you sat yourself between your father-in-law and your uncle-in-law and think of how to dodge the next shot without getting in trouble with the law. Well, you’ve already guessed it, you cannot. Much too late you realize that you have lost your ability to gracefuly stand up and walk to the toilet, so you hold up like a good solidier, you keep the enemy inside you in the blissful hope that they will get drunk soon too and give you the chance to crawl away unseen. Well, they do not. But at some point they will decide to dance. It just ain’t no real celebration without dancing! It’s just a matter of whether you decide to wait that long for your sneek attack on the toilet.

The last thing you might see that night is that the toilet you lay in front of is in fact the wardrobe of the sleeping room. You realize that turning around after being finished. You are so emberrased that you decide to flee. You will end up at the table between two merry fellas who welcome you back with a shot of vodka. If you don’t tend to black out you might now enjoy the linguistic transmorphotential of alcohol, since by now you are capable of speeking fluent Russian and everyone has quite a time whilst you explore your new talent. But at least when the others finish dancing and come back to the table to take up drinking at full pace again, even the most skilled drinker goes darkside.

You wake up at 4 pm the next morning only to find out that your drinking buddys are already home from their 10 hour shift at their job. You realize that every woman present outdrank you and it wasn’t even close. You realized, that you have propably yelled „NeescheeeisnegaaaljetzhieaäääNASTROVJE!“ at some point.

While you glance over the offering of food disgusted by the notion of eating, your father-in-law steps up behind you, grins at you, lays his massive hand on your sholder and says: „Good drinking. You held up well.“

Same thing happens basicaly every time you meet someone again.

You suddenly realize, that you had a hell lot of fun and good talks with people who have a completly different socialization and mostly dont even speek your language. You managed to be accepted in the family.

And that’s why vodka is your friend.

Kleine Weisheyt

Posted in smile and look alive on 6. August 2009 by Herr Grau

Wenn Dir das Leben auf den Stiefel scheißt, warum nicht dem Feind damit in die Fresse treten?

Mixed Feelings – Fancy Whiskey Sour

Posted in Mixed Feelings on 4. August 2009 by Herr Grau

Scroll down for English version

Ich habe schon über den Daiquirí geschrieben, das grundsätzliche Konzept des Sours sollte also bekannt sein: Ein Teil Zuckersirup, ein Teil Zitrussaft, zwei Teile Fusel.

Der Vollständigkeit halber behandle ich auch noch den Whiskey Sour, einen echten Klassiker unter den Barordern dieser Welt, und damit es wenigstens irgendetwas Neues zu lesen gibt, mache ich eine besondere Variante.

How To:

1. 30ml frisch gepressten Zitronensaft und 30ml simple Syrup in den Shakerbecher geben

2. 60ml Whiskey dazugießen

3. Ein Eiweiß zugeben

4. Shaken

5. Eis zugeben

6. Noch mehr shaken

7. In ein eisgefülltes Rocksglas strainen

8. Trinken

Genusspotential:

Ich mag Whiskey. Bourbon, Rye und vor allem Scotch. Ich mag Sours. Dies ist ein Drink, bei dem eins und eins noch zwei ergibt. Whiskey Sours sind eine sichere Sache.

Klassisch, einfach, solide. Die Zugabe von Eiweiß ist auch schon eine sehr alte Idee. Das Protein macht alles runder und weicher. Gerade bei Whiskey ist das allerdings nicht immer gewollt. Manchmal sucht man nach ein bisschen Zitrusschärfe und der gediegenen Kantigkeit eines Bourbons. Aber von Zeit zu Zeit ist mir auch nach einer smoothen Variante. Probiert haben sollte man diese auf jeden Fall schon.

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I have written aboute the Daiquirí, so the basic concept of a Sour should be present: One part simple syrup, ein part citrus juice, two parts spirits.

For the matter of covering the basics I too want to take a look at the Whiskey Sour, a real classic among bar orders all around the world. So you wouldn’t get bored, I’m making a special variant today.

How To:

1. Pour 1 0z of simple syrup and 1 oz of lemon juice in your shaker tin

2. 2 oz of whiskey go in there too

3. Add one egg white

4. Shake

5. Add the ice

6. Shake more

7. Strain into an ice filled rocks glass

8. Drink

Genusspotential:

I like me my whiskey. Bourbon, rye and most of all scotch. I like Sours. This is one drink where one and one still adds up to two. Whiskry Sours are a safe bet.

Classic, simple, solid. Adding egg white is a very old idea indeed. The protein makes everything rounder and smoother. You don’t always want that with whiskey though, sometimes your looking for a little sharp citrus and the native bite of the bourbon. But from time to time I long for the smooth variant. You should at least have tried it.

Probleme des Lebens #5

Posted in Probleme des Lebens on 28. Juli 2009 by hoegi

Bei mir an der Bushaltestelle; ohne Worte.
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Mixed Feelings – Margarita

Posted in Mixed Feelings on 27. Juli 2009 by Herr Grau

Scroll down for the English version

Der Margarita ist einer dieser Drinks, den man in keiner vernünftigen Version mehr kriegt, sondern fast ausschließlich „frozen“. Aficionado der ich bin ist es schon unwahrscheinlich, dass ich mit dem, was mir so serviert wird, zufrieden bin, aber Daiquirís und Margaritas bestelle ich in weiser Voraussicht überhaupt nicht mehr.

Der Margarita ist ein Klassiker und angeblich der beliebteste Drink der Welt. Auch wenn große Teile davon auf 1:1 Tequila zu Sour Mix mit Eis in einem Blender entfallen dürften, so hat das ganze trotzdem eine Aussage. Im Prinzip ist der Margarita ein Tequila Sour, funktioniert also genauso wie ein gesüßter Gimlet mit Gin oder ein Daiquirí mit Rum, nur dass hier der Süßstoff ein Likör, nämlich Cointreau, ist. Diese Drinkklasse nennt man New Orleans Sour.

How To Margarita:

1. 30ml Cointreau und 30ml frisch gepressten Limettensaft in einen Shakerbecher geben, einen Dash simple Syrup hinzufügen

2. 60ml Tequila zugießen

3. Eis dazugeben und schütteln

4. Den Glasrand des halben Glases außen mit Limette abreiben, Glas umdrehen und mit dem Barlöffel Salz darüber laufen lassen

5. Glas mit Eis füllen und Drink hinein strainen

6. Trinken

Genusspotential:

Der Margarita ist dem Daiquirí sehr ähnlich, mit all seinen Vorteilen – frisch, einfach zuzubereiten – aber auch all seinen Nachteilen, siehe →Das Daquirí-Problem.

Ich persönlich trinke Margaritas komplett ohne Salzrand, daher fehlt er auch auf dem Bild, aber das ist Geschmackssache. Genauso Geschmackssache ist, dass ich Daiquirís und gesüßte Gimlets wesentlich lieber mag und es deswegen so gut wie nie Margaritas bei mir gibt.

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The Margarita is one of these drinks that you basicaly dont get anymore in a decent version, but almost always „frozen“. Being the aficionado that I am it is pretty unlikely that I am satisfied with any drink being served to me, but wisely taking precaution I don’t even order Margaritas or Daiquirís anymore.

The Margarita is a true classic and is said to be the most popular cocktail in the world. Even when great parts of that might be putting Tequila and Sour Mix in a 1:1 ratio with ice into a blender, it still counts. The Margarita is basicaly a Tequila Sour, thereby working exactly like a sweetend Gimlet with gin or a Daiquirí with rum, only that we use a liqueur, Cointreau, as the sweetening agent. This category of drinks is called New Orleans Sours.

How To Margarita:

1. Pour 1 oz Cointreau and 1 oz freshly squeezed lime juice into your shaker tin, add a dash of simple syrup

2. Add 2 oz of tequila

3. Add ice and shake

4. Rub the rim of half the glass with lime, turn the glass over and pour salt over it

5. Fill glass with ice and strain drink into it

6. Drink

Enjoyabilitential:

The Margarita is very similar to the Daiquirí, including all the advantages – fresh, easy to make – but all it’s disadvantages too (→ The Daquirí-Problem).

I don’t drink my Margaritas with salt, that’s why the salt rim is missing on the picture, but that’s a matter of personal taste. As much is that I like Daiquirís and sweetened Gimlets much better so I basicaly don’t ever have Margaritas.