Makeso ist ein solinger Haushaltswarenhandel, der Name steht für Martin Keller Solingen. Herr Keller lässt unter anderem einige Messer in Solingen für sich fertigen und verkauft diese zu sehr günstigen Preisen. Das hier besprochene Santoku läuft leider aus, da es sich nicht so blendend verkauft, es gibt aber noch ein paar in der Bucht zu kaufen. Ich gehe davon aus, dass ein paar Reviews im Netz dieses Problem hätten lösen könnten – das Messer ist nämlich in Ordnung.
Es gibt zwei Varianten des Santokus: Mit Pflaumenholzgriff (26€) und Olivenholzgriff (30€). Da meines ein Geschenk an einen guten Freund ist, habe ich zu der teureren Variante mit Olivenholz gegriffen, die jetzt völlig ausverkauft ist.
Der Griff ist aus für den Preis sehr schön gemasertem Holz und sehr ordentlich verarbeitet, da können sich deutlich teurere Messer noch eine Scheibe von abschneiden. Es gibt lediglich einen kleinen Spalt hinten unten, der aber auch nicht tief geht. Das Messer liegt gut in der Hand, der Griff ist sinnvoll dimensioniert. Das Messer ist minimal grifflastig mit Balancepunkt bei der ersten Griffniete. 



Die Klinge aus solinger Standardstahl (vermutlich X45CrMoV15) ist dünngezogen, aber nicht ideal. So ist sie im hinteren Bereich nagelgängig, im vorderen Drittel aber nicht mehr, weil der Bauch der Klinge offenbar nicht berücksichtigt wurde. Ansonsten ist sie aber gleichmäßig geschliffen und nicht verzogen. Die Auslieferungsschärfe ist im hinteren Klingenbereich in Ordnung, vorne ließ sie stark zu wünschen übrig. Der Rücken ist nicht gebrochen, was aber schnell auf dem 1000er Stein machbar ist.

Fazit: Nach einem ausgiebigen Neuschliff auf dem Stein ist das Makeso Santoku ein ordentliches Messer. Mit dem Dünnschliff des Herder-Santokus kann sich das Makeso definitiv nicht messen, dafür hat es einen deutlich besseren Griff. Schade, dass man für das Privileg eines Griffes dieser Machart und Qualität bei Herder das vierfache bezahlen muss (Lignum Santoku). Insgesamt kann man das Makeso für die empfehlen, die sehr günstig an ein ordentliches Messer kommen wollen. Ein ausgiebiger Neuschliff ist aber nötig. Ich würde empfehlen, das Messer direkt an Jürgen Schanz schicken zu lassen und es dort nachdünnen und neu schleifen zu lassen, was zwar den Preis um etwa 20€ erhöht, dafür hat man dann ein wirklich sehr gutes Messer, mit dem man lange glücklich sein kann.





Jetzt will uns Veltins beweisen, dass sie auch traditionsorientiert, premium und vor allem naturtrübes Landbier können und verweisen armwedelnd auf die Firmengeschichte und alte Geheimrezepte. Ich bin ein großer Freund naturtrüber Biere, die Flasche sieht herzzerreißend aus – ja, ja natürlich kaufe ich eins!





