Mixed Feelings – Elephant Joe

Posted in Mixed Feelings on 16. Juli 2009 by Herr Grau

In meiner Suche nach dem ultimativen erfrischenden Drink bin ich einen Schritt weiter. Hier ist, was ich „Das Daquirí-Problem“ nenne:

Für einen frischen Geschmack braucht es Zitrussäfte. Um diese auszubalancieren, braucht es Zucker. Der dabei entstehende Sour Mix hat einen guten Geschmack, aber ein sirupartiges, substanzielles Mund- und Rachengefühl, es schmeckt einfach zu schwer und klebrig. Dieses Problem findet sich vor allem im Daiquirí, der gemeinhin eigentlich als sehr erfrischender Drink gilt. Ein bisschen besser macht es der nahe Verwandte des Daiquirís, der Mojito. Der Drink wird mit Wasser verdünnt und nutzt gemuddlete Minze, um noch eine zusätzliche Frischekategorie hinzuzufügen. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber ich war noch nicht wirklich zufrieden mit dem Mojito. Erst einmal ist er mir normalerweise viel zu minzig. Wenn ich ihn selber mache, kann ich die Minze reduzieren, aber in jedem anderen Fall bekomme ich etwas, was mehr an die Füllung eines After Eights als an einen erfrischenden Drink erinnert. Außerdem wird der Drink zwar mit Wasser verdünnt, aber es reichte nicht, um das Konsistenzgefühlproblem zu lösen. Würde man allerdings noch mehr Wasser zugeben, dann erhielte man ab einem gewissen Punkt einfach nur eine verwässerte, geschmacklose Suppe. Die Grenzen sind eng gesteckt.

Während ich mich nichtsahnend in die Welt der Fizze hinein trank, stolperte ich vollkommen zufällig über eine Lösung, auf die ich aus dünnen Luft heraus wohl nicht gekommen wäre: Eiweiß.

Der Silver Fizz und mein besonderer Lieblinksdrink, der Ramos Gin Fizz, enthalten Eiweiß, das einen wunderbaren Effekt hat. Es eliminiert die gesamte sirupartige Textur und reduziert in einem Waschgang auch noch den Alkoholgeschmack, sodass nur die floralen und herbalen Noten des Gins übrig bleiben. Irgendwie kommt dabei ein großartiger Drink rum, fluffig, leicht und faszinierend einfach zu trinken.

So. Ein Collins ist ein Fizz auf Eis. Was ist dann ein Silver Fizz mit Eis? Dieser Drink ist ein Bastard zwischen einem Mojito und einem Silver Fizz, der Collins spielt. Klar soweit?

How to summon the Elephant Joe:

1. 30ml frisch gepressten Zitronensaft und 40ml simple Syrup in das Mixglas geben

2. 45ml Gin dazu geben (Plymouth funktioniert besonders gut)

3. Ein Eiweiß dazu

4. ~ 2 Minzblätter hinein werfen

5. Shaken, Eis zufügen, noch einmal sehr kräftig shaken

6. In ein eisgefülltes 0,4L-Glas feinstrainen und mit hoch carboniertem Mineralwasser toppen.

Ich muddle die Minze nicht. Wir sind hier nicht auf der Suche nach der superextremen, grenzerfahrungsmäßigen Minzexplosion. Wir wollen lediglich einen subtilen Minzgeschmack, in etwa genauso intensiv wie alle anderen Geschmacksnoten auch. Also gebe ich einfach ein paar Minzblätter mit in den Shaker und shake sie mit. Wenn man sehr gute, intensive Minze hat, braucht man vermutlich nur zwei Blätter oder so was. Meine Supermarktminze ist allerdings nicht so intensiv.

Genusspotential:

In tendiere dazu, es mit Jay Hepburn von OhGosh! zu halten und die Kreation neuer Cocktails eher den Profis zu überlassen. Und sollte ich mal etwas selber mixen, dann ist mein Urteil über meine eigene Arbeit relativ hart. Dieser Drink ist wirklich gut. Es ist keine Neuerfindung des Rades, nicht furchtbar kompliziert und im Prinzip nur eine Fusion von drei Grundkonzepten, aber ich suche nach einem guten Drink, nicht nach einem möglichst großen Haufen prätentiöser Scheiße. Bis ich über den nächsten Schritt auf dem Weg zum perfekten erfrischenden Drink stolpere, ist dieser meine Lege Artis Lösung™ für das Daiquirí-Problem.

P.S. Bitte fragt mich nicht, wie ich auf den Namen gekommen bin. Es war spät in der Nacht und ich hatte schon vier Cocktails drin. Ich kann mich an den Wortfindungsprozess nicht mehr erinnern. Aber es klingt definitiv besser als Silver-Collins-Fizzjito. Ich mag den Namen. Punkt.

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I have progressed one step in my search for the ultimate refreshing drink. Here is the issue, which I call „The Daiquirí Problem“:

For a fresh flavor you need citrus juices. To balance those out you need sugar. The resulting sour mix has a nice taste, but a certain sirupy, substancial mouth- and throat feel that is just too heavy and sticky. This is a problem for example found in the Daiquirí, which is commonly referred to as a very refreshing drink. A little better is the close relative of the Daiquirí, the Mojito. It dilutes the drink further with water and uses muddled mint to add another fresh category to it. It is a step in the right direction, but somehow I wasn’t perfectly pleased with the Mojito. Firstoff it usualy is too minty for me. Making the drink myself, I can reduce the amount of mint, but in any other case I get a drink that feels more than the filling of an After Eight than a refresher. In addition to that, although it was diluted further, I still wasn’t happy with the consistency feeling. But: If you add more water, the drink at some point becomes a watery, flavorless mess. There is just so much you can do.

Exploring the world of the Fizzes, I stumbled over a solution by accident, of which I would have never thought of on my own: Egg white.

The Silver Fizz and specificly my pet drink, the Ramos Gin Fizz, feature egg white, which does an amazing thing. It takes away all the sirupy texture and it reduces the alcoholic taste just leaving you with the floral and herbal component of the gin. This somehow creates an awesome drink, making it floffy, light and fascinatingly easy to drink.

Now, a Collins is a Fizz with ice in it. But what is a Silver Fizz with ice? This drink is a bastard somewhere in between a Mojito and a Silver Fizz, that playes Collins. Comprehende?

How to summon the Elephant Joe:

1. Pour 1 oz freshly sqeezed lemon juice and a 1 ¼ oz simple syrup in your mixing glass

2. Add 1 ½ oz gin (Plymouth works especially well)

3. Add one egg white

4. Put in ~ 2 mint leaves

5. Shake dry, put ice in, shake very well

6. Fine strain into a ice filled 14 oz collins glass, top off with seltzer water

I do not muddle the mint. We don’t search for the overwhelming, life changing seas-roar-and-mountains-crumble mint explosion. I only want a realy subtle layer of flavor, being about as intensive as every other one of the flavors. So I just put a few mint leaves in the shaker and shake it with the mixture. If you have a very intense, good mint, you might only need two leaves or so. Our super market mint isn’t that intense whatsoever.

Enojyabilitential:

I tend to agree with Jay Hepburn of OhGosh! in leaving the creation of new drinks mostly to the professionals and if I make something myself, I’m quite hard on my own creations. This drink is realy good. It is nothing too inventiorous and complicated, just melting together three basic concepts, but I want a good drink, not pretencious shit. Untill I come up with another step in making a drink more refreshing, this is my Lege Artis Solution™ for the Daiquiri Problem.

P.S. Please don’t ask me how I came up with the name. It was late night and I had drunk four cocktails. It is totaly beside me, I cannot recall it. But it’s easier on the ears than Silver-Collins-Fizzjito. I like the name. Period.

Mixed Feelings – Martini

Posted in Mixed Feelings on 13. Juli 2009 by Herr Grau

„Right now my man-servant Trapper is mixing me a Martini. He makes them beautifully. He made me an especally dry one last night, but it blew away. Your recipe is four to one, is it not?“

„Five to one actualy. Five parts gin and one moment silence for the vermouth.“

„Thank you. I’m sure our listeners found that boring without actualy being interesting at all.“

„No trouble.“

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Diese schöne Szene entstammt M.A.S.H. und ist nur eine von vielen der Filmgeschichte über diesen Cocktail. Er war zwischenzeitlich so ubiquitär, dass das Cocktailglas, in dem er neben vielen anderen Drinks serviert wurde, bei Vielen nur noch „Martini-Glas“ heißt. Inzwischen ist die Gemeinde der tatsächlich Martini-Trinkenden rapide geschrumpft und von dem Drink hauptsächlich der Mythos übrig. Es handelt sich um ein sehr einfaches Konzept und gerade deswegen ist es so ein Problem.

Da stellema uns janz dumm und fraren: Wat issene Martini?

Ne Martini is ne jroooße, eisjefüllte Rührglasss. In de eine Loch jeht Wermut und Gin rein, und ausde selbe Loch kommt de Martini wieder raus. Allet Weitere lernema später.

Das und nichts anderes ist ein Martini. Ein Dry Martini mit französischem (hellem) Wermut, ein Sweet Martini mit italienischem (rotem) Wermut, jeweils gemischt mit einem Dry Gin und idealerweise abgebunden mit einem Dash Orange Bitters.

Bond hat gleich zweierlei Dummheiten in diese Welt eingeführt: Vodka und Schütteln. Ein so genannter „Vodka-Martini“ ist nichts als sau kalter Vodka. Wermut ist darin nicht mal erwünscht. Jetzt mal ehrlich, kalter Vodka ist kein Cocktail, sondern kalter Vodka. Wer das will, soll die Eier haben, das so zu bestellen und sich nicht hinter einer Martini-Perversion verstecken. Das Schütteln ist einfach unangebracht, da die Suppe dadurch milchig wird und dadurch das optische Erlebnis zerstört. Schütteln kann man alle Drinks, deren Zutaten sie sowieso undurchsichtig machen.

Ein anderer Aberglaube ist, dass der Martini besser ist, je weniger Wermut er enthält. Unser Zitat steht ganz in der Tradition Churchills, für den laut eigenen Angaben in die Martiniherstellung nur noch der sporadischen Blick zur Wermutflasche gehörte. Wenn überhaupt. Das Konzept, ihn In&Out (das Glas bzw. Eis wird mit Wermut benetzt und der dann ausgegossen) zu ordern ist immer noch recht gängig und das Verhältnis von 4 oder 5 zu 1 ist im Moment Konsens. Erst neuerlich kommt wieder etwas Bewegung in die Sache: Audrey Saunders vom Pegu Club serviert 1:1-Mischungen, David Wondrich vom Esquire ist angetan. Ob das genug ist, um die Fangemeinde, nur noch klein und hart in ihren Ansichten, zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass man sich bei der Auswahl des Verhältnisses nicht an Klischees orientieren sollte, vielmehr steht der persönliche Geschmack im Vordergrund. Vom In&Out über das gängige 5:1 und 4:1 bis zum 2:1 und schließlich 1:1 sollte man alle mal probieren, um mal selber festzustellen, wo beim Ziegenbock der Honig hängt.

Wir haben also festgestellt: Gin. Wermut. Mit Eis rühren. Mit Orange Bitters abbinden. Verhältnis geschmackssache.

Damit ist auch alles gesagt, was zu dem Thema zu sagen ist.

Bis auf drei kleine Tipps:

1. Cocktailglas vorkühlen. Der Drink lebt von seiner Kälte. Also entweder das Glas frosten oder als allererstes vor dem Mixen einige Eiswürfel hineingeben und mit Wasser auffüllen. Natürlich muss der Kram wieder raus, bevor der Drink da rein kann.

2. Rührglas kaltrühren. Ein warmes Mixglas erzeugt mehr Schmelzwasser als gewünscht, ohne dabei den Drink zu kühlen. Also Mixglas mit Eiswürfeln füllen und etwa zehn Sekunden rühren. Überschüssiges Wasser ausgießen.

3. Das Schmelzwasser ist eine wichtige Zutat des Martinis! Gin und Wermut sollten daher Raumtemperatur haben und das Rühren sollte weder zu kurz noch zu lang passieren. Zwanzig Sekunden sind ein guter Richtwert, wie ich denke.

Ich? Ich trinke meinen gerne als 2:1 Sweet Martini with a Twist, also mit einer Zitronenzeste. Aber jeder nach seiner Façon.

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This nice quote originates from M.A.S.H. and is only one of many in cineastic history concerning this cocktail. At some point the drink was so ubiquitary that the cocktail glass, in which it was served besides many other cocktails, is only known as the „Martini Glass“ with some people. Over the years the community of the actualy Martini drinking people decreased rapidly, leaving mostly nothing but the myth behind. It is a very simple concept actualy and it seems that it is why there are so many problems.

Now what exactly is a Martini?

A Martini is nothing but vermouth and dry gin. French (white) vermouth for a Dry Martini, Italian (red) vermouth for a sweet one. Ideally finished of with a dash of Orange Bitters.

Bond has introduced two stupiditys to this world at once: Vodka and shaking. A so called „Vodka-Martini“ is nothing but stunningly cold vodka. Vermouth is not even desired. Truth to be told, cold vodka is not a cocktail, it’s cold vodka for crying out loud. If you want that, have the guts to ask for it, don’t hide behind a Martini-perversion. The shaking is inadequate since it’s making the liquid cloudy thereby destroying the nice look of the drink. You can shake every drink which ingrediants already make it untransparent.

Another superstition is that a Martini would be better the lesser vermouth you use. Our quote is right in line with Churchill, who was known to say that his making of a Martini only consisted looking at a bottle of vermouth across the room. If at all. The concept of ordering it In&Out (only coating the glass or the ice with the vermouth and disposing of the rest) is still well established and the common consensus calls for a ratio of 4 or 5 to 1. It is only very recently that a little fresh wind has been blown in: Audrey Saunders of the Pegu Club serves 1:1-mixtures, David Wondrich of Esquire approves. If this is enough to shake up the little and hard thinking fan base of the Martini seems unlikely, we’re yet to wait and see. It’s a fact though that you shouldn’t depend your choice on clichés but on your personal taste. From the In&Out over 5:1 and 4:1 to 2:1 and at last even 1:1 you should try out everything to discover what makes your guts roar best.

Well, we established as follows: Gin. Vermouth. Stirr with ice. Add a dash of Orange Bitters. Ratio is up to you.

That is everything there is to say on this matter.

Everthing but three little tipps:

1. Prechill the glass. The drinks lives of it’s coolness. Either you frost the glass or you put in some ice cubes and water in the glass beforehand. Naturaly, you have to remove this before straining in the drink.

2. Stirr your mixing glass cold. A warm mixing glass creates more melting water without cooling the drink. So you put your ice in the glass and stirr dry for about ten seconds. Then you dispose the melting water.

3. The melting water is actualy an imporant ingrediant! Gin and Vermouth should therefore have room temperature and the stirring should be neither too short nore to long. 20 seconds is a good guideline, I think.

Me? Oh, I like to drink mine as a 2:1 Sweet Martini with a twist, means a lemon zest. But like ol‘ King Friedrich II. said: „Jeder nach seiner Façon.“, means: Everyone as he pleases.

Ingenieureskapaden – Das Uniklinikum Aachen

Posted in smile and look alive on 10. Juli 2009 by hoegi

Das Universitätsklinikum Aachen soll also mein nächstes Opfer sein. Bei diesem Gebäude steht weniger der baulich-verkorkste Aspekt im Vordergrund, sondern eher das Erscheinungsbild und das Konzept des Gebäudes. Denke ich an dieses Gebäude schießen mir so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich sie kaum verarbeiten kann. Betreten habe ich es erst einmal, aber um mir ein Urteil zu bilden, reicht das allemal.
Hier eine kurze Zusammenfassung meines Besuches.

Komme an der Rezeption an. „Hallo, wir müssten mal in die Ambulanz.“ – „Hier haben sie eine Wegbeschreibung.“
WTF?? Ich bekomme einen Zettel von der Größe eines Partyflyers: Zur Ambulanz, Gang 6A rechts nehmen, an der zweiten Kreuzung links. Aufzug in Etage 4B nehmen, links in Gang 36 einbiegen. Die Notaufnahme befindet sich nun zu ihrer Rechten in Gang 89. (Die Bezeichnungen weiß ich nicht mehr genau, die Komplexität der Wegbeschreibung ist allerdings realitätsgetreu!)

Merke: Das ist also schonmal sehr praktisch.

Ich war leider nachts zu Gast, sodass mir die „Schönheit“ des Gebäudes weitestgehend verborgen blieb. Kurz darauf, passierte ich das Gelände des UKA jedoch wieder und durfte es also in voller Pracht bestaunen. Hier sehen wir einen kleinen Eindruck davon.

Richtig: Das Teil sieht aus wie eine gigantische Fabrik. Die Vorstellung, dass vorne kranke Menschen reingehen und hinten bestimmt täglich LKWs voll mit Frischfleisch das Gebäude verlassen, lässt mich nicht ganz los.
Aber man soll ja nicht immer nach dem Äußeren urteilen, es zählen die inneren Werte.
Hier also ein innerer Wert:

Ohja. So sieht es da wirklich aus. Fast täglich rufen die 70er Jahre an und verlangen ihr Design zurück. Seltsamerweise steht in diesem Foyer ein Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn. Fragt nicht wieso.
Fun fact #1: Die freiliegenden Rohre unter der Decke (insbesondere in den Gängen) sollen bei sensiblen Menschen Kopfschmerzen auslösen können. („Sie sind kerngesund, aber wenn Sie gerne bleiben möchten, können wir Ihnen Kopfschmerzen bereiten!“)
Fun fact #2: (Kann ich nicht 100%ig belegen) Die geotechnischen Untersuchungen waren bei Baubeginn/Planung nicht vollständig korrekt. Das Gebäude wurde mit mehr Etagen entworfen, als tatsächlich gebaut wurden. Grund: Der Grund. Durch den sandigen Boden sackt das Gebäude jährlich 0,x mm ab. Das erklärt diese seltsam hohen Schächte oben am Gebäude. Da sollte eigentlich mal mehr hin.
Fun fact #3: Zitat wikipedia: „Das Klinikum steht als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ seit Ende November 2008 unter Denkmalschutz.“ No comment.

Man muss das Design des Gebäudes nicht mögen. Ich finde es interessant, aber ich glaube ich würde bekloppt werden wenn ich da arbeiten oder lernen müsste. Gut, dass ich das nicht muss.

Mixed Feelings – Gimlet

Posted in Mixed Feelings on 10. Juli 2009 by Herr Grau

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Der Gimlet ist ein sehr alter Drink, er wurde wohl von Matrosen der englischen Marine entwickelt, die ihre Ginration mit Limettensaft kombinierten, vermutlich um das Leben und den Gin gleichermaßen erträglicher zu machen.

Es gibt verschiene Rezepte. Klassischerweise wird wohl Limettensaft zu Gin 1:1 gemischt. Ebenfalls wird er in einem Cocktailglas serviert und auch nicht auf crushed Ice, sondern ganz ohne Eis im Glas. Viele schreien nach Rose’s Limejuice in dem Rezept.

Ich habe mich bei der von mir getesteten Variante auf den Cocktailnerd und seine Version zurückgezogen, da sie großen Zuspruch erhalten hat und ich nicht denke, dass in den Gimlet Zucker gehört, denn das würde ihn zu einem Gin-Daiquirí machen.

How To Gimlet:

1. 3 Teile Gin und 2 Teile Limettensaft in ein Rocks-Glas geben

2. Umrühren und mit crushed Ice auffüllen

3. Ein paar mal rühren, dann ein paar Minuten stehen lassen

4. Strohhalm rein und trinken

Genusspotential:

Die einschlägigen Verdächtigen überschlugen sich in ihren Elogen über diesen Cocktail nur so. Ich habe dazu eine Sache zu sagen:

Es ist Gin mit Limettensaft. Saurer Gin. Grandios.

Das hat nicht die Schönheit der Simplizität, das ist nicht erfrischend, das ist einfach nur sauer und alles in allem eine vollends beschränkte Idee. Ich hab nach dem halben Ding das ganze mit simple syrup zu einem Daiquirí umgeschraubt, damit der Apparat nicht verkommen musste, im Wissen, dass Rose’s Lime Juice ebenfalls stark gesüßt ist.  Weißer Rum macht sich allerding zugegebenermaßen immer noch ein ganzes Stück besser in diesem Konzept.

Nicht zu empfehlen.

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The gimlet is a pretty old drink, apparently invented by sailors of the British navy who combined their gin rations with lime juice, supposably to make the gin as much as life more bearable.

There are a lot of recipes out there. Classicly gin is mixed with lime juice in a 1:1 ratio. It too would be served in a cocktail glass and not on crushed ice, but without ice in the glass at all. Many people demand the use of rose’s lime juice in this specific recipe.

In my variant I totally relied on Cocktailnerd and his recipe, because it got a lot of good feedback. I too don’t think that there should be sugar in the gimlet, because that would make it a Gin-Daquirí.

How To Gimlet:

1. Pour 3 Parts gin to 2 parts lime juice in a rocks glass

2. Stir, fill up with crushed ice

3. Stir a few times and let it sit for a couple of minutes

4. Put a straw in and drink

Enjoyabilitential:

The common subjects can’t get enough praising this drink. I have only one thing to say in this matter:

It’s a gin with lime juice. Sour gin. Awesome.

This has nothing to do with the aesthetics of simplicity, it’s not refreshing, this is plain and simply sour and all in all just a dumb idea. After making it halfway through the drink, I saved the rest by measuring in simple syrup, reconstructing it to a Daiquirí, knowing that Rose’s Lime Juice is actualy very sweet. By the way, white rum still works a whole lot better in this concept.

Not recommended.

Mixed Feelings – Daiquirí

Posted in Mixed Feelings on 9. Juli 2009 by Herr Grau

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Der Daiquirí ist neben dem Magarita der Drink, der am meisten durch „Frozen“-Varianten bastardisiert worden ist. Bekannt geworden ist auch dieser Drink durch Ernest Hemingways unstillbaren Durst, den er im El Floridita in Havanna auszuleben geruhte. Barhüterich Constantino Ribalaigua baute so schmackhafte Cocktails, dass unserem Lieblingsliteraturnobelpreisträger gar nichts anderes überig blieb, als sich dort wochenlang mit dem schmackhaften Stöffchen zu befüllen. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass andere bereits vorher die hiesigen Zutaten Zucken, Limette und Rum gemischt haben und der Drink nicht im El Floritida erfunden wurde.

Ich habe mein Rezept von Angus Winchester und halte es unter inzwischen einigen probierten für das am besten ausbalancierte.

Das Originalrezept ist natürlich mit cubanischem Rum (z.B. Havanna Club 3 Jahre) und crushed Ice. Ich nehme inzwischen Appleton White und normales Eis, da hier das crushed Ice den Prozess nur beschleunigt und dieser Zeitgewinn geht durch das Crushen wieder flöten.

How To Daiquirí:

1. Ein Cocktailglas mit Eis und Wasser vorkühlen

2. 30ml frisch gepressten Limettensaft in den Shakerbecher pressen und eine ausgepresste Limettenhälfte auch hineinwerfen

3. 30ml simple Syrup dazu

4. 60ml weißen Rum hinzugeben

5. Viel Eis dazu

6. Kräftig shaken

7. Glas ausleeren und Drink hinein feinstrainen

8. Trinken

Genusspotential:

Der Daiquirí ist fraglos ein sehr leckerer Cocktail, aber er hat so seine Probleme. Seine unverdünnte, sirupartige Textur macht es für mich immer nötig, ein Glas Wasser nebenbei zu trinken, um meinen Rachen wieder frei zu bekommen. Ich werde in einem späteren Artikel auf diese von mir nach diesem Drink „Daiquirí-Problem“ genannte Zwickmühle umfassender eingehen. Der Daiquirí ist und bleibt aber ein Klassiker, der nicht zuletzt seiner puristischen Schönheit wegen nie eine schlechte Idee ist.

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The Daiquirí is besides the Magarita the one cocktail that has suffered most by being bastardized to „frozen“ versions. The drink too got famous due to Ernest Hemingsways insatiable thirst which he used to live out in the El Floridita of Havanna, Cuba. Barkeep Constantino Ribalaigua is said to have made so delicious cocktails that our favourite Nobel Price winner basicaly had no other choice than filling himself up with the good soup for weeks. Thou mayeth consider it given though that the drink was not invented in that etablissment, because somebody will definitly have mixed the local goods sugar, lime and rum before.

I’ve gotten my recipe from Angus Winchester and consider it – after some good testing – to be the on which is balanced best.

The original recipe of course calls for cuban rum (z.B. Havanna Club 3 Anos) and crushed ice. I’ve come to use Appleton White again. And I use usual full ice cubes, because the crushed ice only speeds up the process and this saved time annulates itself due to the time the crushing needs.

How To Daiquirí:

1. Prechill a cocktail glass with ice and water

2. Freshly squeeze 1 oz of lime juice into your shaker tin and throw in one of the lime hulls

3. Add 1 oz of simple syrup

4. 2 oz of white rum go in there, too

5. Add lots of ice

6. Shake strongly

7. Empty the glass and fine strain the drink in

8. Drink

Enjoyabilitential:

Without question the Daiquirí is a very delicious cocktail. But. It has it’s issues. It’s undiluted, syrupy texture makes it necessary for me to always have a glass of water to drink aside to clear up my throat. In a later article I will specifialy write about this, which I have christened „The Daiquirí Problem“. Nevertheless the Daiquirí is a classic, which is always a good idea and not only due to it’s simplicistic beauty.

Ingenieureskapaden – Das Super-C

Posted in smile and look alive on 9. Juli 2009 by hoegi

Das SuperC ist das Service-Zentrum der RWTH Aachen, das unmittelbar neben dem Hauptgebäude steht und die meisten Dienstleistungen für Studierende unter einem Dach vereint. Vom Studierendensekretariat über das Akademische Auslands- und Prüfungsamt bis hin zu einem Career Center sind alle Einrichtungen, die bislang weit über viele Gebäude verstreut lagen, an zentraler Stelle zusammengefasst. Darüber hinaus finden sich in dem Gebäude großzügige Flächen für Begegnung und Informationsaustausch, Ausstellungsflächen, Tagungs- und Seminarräume, um einen lebendigen Treffpunkt im Kernbereich der Hochschule zu schaffen.

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Das sagt also Wikipedia über den aktuellsten Repräsentanzbau der RWTH Aachen. Eine zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Studierenden war selbstverständlich überfällig, wenn man bedenkt, dass die verschiedenen Einrichtungen mehrere Kilometer voneinander entfernt lagen. Ebenfalls gut ist, dass dieses Gebäude sehr zentral liegt („neben dem Hauptgebäude“) und damit wirklich von jedem Studierenden bestens erreichbar ist.
So viel also zu den positiven Aspekten des Gebäudes. Kommen wir nun zu den Kritikpunkten:

1. Die Lage ist, wie erwähnt, sehr gut für so ein funktionales Gebäude. Leider wurde für meine Begriffe doch wirklich sehr viel Platz verschwendet, der insbesondere für den Bau neuer Hörsaalgebäude an dieser Stelle nützlich gewesen wäre. Glücklicherweise wird direkt im Rücken des Super-C das alte Heizkraftwerk der Uni in ein kleines Hörsaalgebäude umgeschustert. Immerhin etwas. Um aber nochmal auf die Platzverschwendung zu kommen:

2. Die Form des Gebäudes ist in meinen Augen ein echter Witz. StudiVZ-Gruppen wie „Was macht die große Bushaltestelle neben dem Hauptgebäude?“ bringen es schon ziemlich auf den Punkt. Dieses Gebäude ist nicht viel mehr als ein überdimensioniertes Dach, unter das man sich bei dem typischen Öcher Wetter gerne mal unterstellen kann. Dass das nicht immer funktioniert erläutere ich im nächsten Punkt. Aufmerksame Leser (insbesondere jene, die sich das Bild mal genauer angeschaut haben) werden sich nun vermutlich fragen: Warum heißt das Gebäude Super-C, wenn es die Form einer riesigen Bushaltestelle hat? Man könnte das Gebäude ebensogut „Super-umgedrehtes-L“ nennen, aber das ist nicht so… griffig. Insider (im wahrsten Wortsinne) berichten mir jedoch, dass sich im Untergrund des Vorplatzes des Super-C noch ein sehr großer, dem Gebäude angeschlossener, Raum befindet. Würde man das Gebäude also gut 5m anheben, sähe man im Querschnitt tatsächlich ein C. Tut man aber nicht, also belassen wir es bei „Super-umgedrehtes-L“ oder „Bushaltestelle“.
Da nun die Nomenklatur geklärt ist, muss ich natürlich noch etwas rumnörgeln und dabei kurz mathematisch werden.
Wir befinden uns inmitten des Uni-Geländes und bauen ein tolles Gebäude, wo Studenten ganz viele tolle Sachen machen können. Das Grundstück ist circa 50x50m, also 2500m². Kann auch etwas mehr sein, aber der Anschaulichkeit halber rechne ich mit diesen Werten. Das Gebäude darf maximal 6 Stockwerke haben, damit es das nebenstehende Hauptgebäude nicht überragt. Meinetwegen. Macht eine Gebäudehöhe von bis zu rund 20m. Idealerweise könnte man also auf dem Grundstück ein Gebäude mit 6 Stockwerken bauen, also hätten wir eine Nutzfläche von bis zu 15000m². Der Steg, also die Aufstandsfläche, des Gebäudes beträgt nun effektiv aber nur etwa 15x50m. Das macht also eine Grundfläche von 750m². Nun beinhaltet der Steg 5 Stockwerke, das macht also 750m²x5=3750m². Die oberste Etage, der Flansch, des Gebäudes nutzt wieder die gesamte Grundfläche aus, also 2500m². In der Summe haben wir also rund 6250m² Nutzfläche. Das sind nur etwa 42% der maximal möglichen Fläche. Ergo: Den Platz hätte man viel sinnvoller nutzen können. Es soll auch repräsentative Bauten geben, die annähernd kubisch sind.
Ein letzter Kommentar noch zu der Statik: Aufgrund der Form dürfen in die 6. Etage maximal etwa 300 Personen. Schon toll, wenn man bedenkt dass da oben 2 großzügig dimensionierte Konferenzräume sind.

3. Nicht einmal rudimentäre Funktionen erfüllt dieses Gebäude. Wer versucht, sich unter dem gigantischen Dach unterzustellen, wird unter Umständen nass. Nicht aufgrund heftiger Winde, sondern schlicht und ergreifend, weil das Gebäude nicht dicht ist. An 2 Stellen (Nach neuerlicher Reparatur nur noch an Einer. Yeeeah.) kommt das Pani einfach mal von der Decke gesifft. Und das auch nicht zu wenig.

4. Kurz nachdem die Universitätsangestellten ihre Büros bezogen hatten, klagte ein nicht unerheblicher Teil von ihnen über Atemwegsprobleme und Hautreizungen. Schuld hieran sollen diverse Ausdünstungen von Baumaterialien sein. Kann ja keiner ahnen.

5. Ein guter Grundgedanke des Super-C war, es mit Erdwärme (auch Geothermie genannt) zu beheizen. Dafür wurde bei Baubeginn ein 2,7km tiefes Loch gebohrt, um eine Erdwärmequelle zu erschließen. Dummerweise war plötzlich kein passendes Rohr mehr zu bekommen. Das ursprünglich vorgesehene Kunststoffrohr machte bei einem Versuch die Biege. Jetzt haben wir ein 2700m tiefes Loch in Aachen. Ist doch auch was.
PS: Irgendwann soll das aber mal funkionieren, heißt es vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

6. Mein letzter Kritikpunkt gilt einer Einrichtung im Erdgeschoss. Dort wurde direkt neben dem Bistro im Hauptgebäude und gegenüber von der Cafete im Karmán-Auditorium und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pontstraße, der Fressmeile Aachens, ein weiteres Café eingerichtet. Unterhalten wird dieses vom Studentenwerk Aachen. Erwähnt werden sollte hier, dass sämtliche Cafeterien des Studentenwerks defizitär sind und nur durch Subventionen am Leben gehalten werden können.
Naja, da kann ein weiteres Café ja kaum schaden.
Achja: Der Kaffee schmeckt mir mal so gar nicht da. Lavazza hin oder her: Bäh.

Mixed Feelings – Rum and Coco

Posted in Mixed Feelings on 8. Juli 2009 by Herr Grau

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David Wondrich, Autor von Imbibe! und Fachkraft Ressort Alkohol des Esquire Magazine, empfahl mit großer Begeisterung ein lokales karibisches Getränk aus Rum und Kokoswasser. Kokoswasser ist der Inhalt der noch grünen, s.g. Trinkkokosnuss. Es ist im Gegensatz zur Kokusmilch durchsichtig, wässerig und schmeckt nur etwas substanzieller als Wasser, leicht nussig und mit einem Hauch von Säure. Im Normalfall hat der Herr Wondrich einen ziemlich guten Geschmack, also hab ich mir vom Teegut eine Trinkkokosnuss besorgt, aufgemeißelt und habe losgelegt.

How To Rum&Coco:

1. Collinsglas mit Eiswürfeln füllen.

2. 1 Teil Rum zu 2 Teilen Kokoswasser eingießen

3. Rühren

4. Trinken

Genusspotential:

Ich war baff. Der Drink schmeckt echt mies. Der zarte Geschmack des Kokoswassers geht, im Nachhinein irgendwie verständlich, vollkommen im Rum unter. Was am Ende übrig bleibt, ist kalter, verdünnter Rum.

Nicht zu empfehlen.

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David Wondrich, author of Imbibe! and writer on Mixology for Esquire Magazine, enthusiasticaly recommended a local caribbean beverage consisting of rum and coconut water. Coconut water is the content of the green, so called drinking coconut. In contrast to coconut milk, it is clear, watery and just marginally more substancial than water, providing a light nutty flavour and a very slight tartness. Usually Mister Wondrich has got a realy good taste, so I organized myself a green coconut and got it going.

How to Rum&Coco:

1. Fill collins glass with ice

2. Pour in one part rum to two parts coconut water

3. Stir

4. Drink

Enjoyabilitential:

I was supprised. The drink really sucks. The delicate flavor of the coconut water, pretty obviously in retrovision, get completely lost under the rum. What you end up with is cold, diluted rum.

No recommendation.

Mixed Feelings – Mojito

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Ach ja, der Mojito. Dem Ernst Hemmweg sein ganz persönlicher Lieblingscocktail. Neben dem Daiquirí natürlich. An und für sich sind sich die beiden Cocktailien auch recht ähnlich, doch während der Daiquirí sich mehr auf das Aroma der Limetten konzentriert, baut der Mojito mehr in Richtung leicht und frisch, indem er Minze implementiert und das ganze mit Mineralwasser verdünnt.

Es gibt eine Bewegung unter Cocktailbloggern, die dazu aufruft, nicht in einer geschäftigen Bar einen Mojito zu bestellen. Ich finde das Blödsinn. Ich möchte die Säfte für meine Cocktails am liebsten frisch gepresst sehen, ich will ihn gescheit kalt geshakt oder gerührt haben, da ist das 10 Sekunden Minze ausdrücken auch keine Überforderung, oder kurz: Ein Mojito braucht nicht kürzer oder länger, als jeder andere sorgfältig zubereitete Cocktail auch. Mit Ausnahme des Ramos Gin Fizz vielleicht… Ich halte es hier wie mit dem Restaurant, in dem das Essen zu lange braucht, „weil so viel los ist“. Wenn man mich mit solchem Bockmist konfrontiert, kann selbst ich friedlicher Mensch auch mal etwas zänkisch werden. Wenn ein Restaurant eine bestimmte Anzahl Menschen nicht in angemessener Zeit abfertigen kann, dann muss es sich mit weniger Kunden zufriedengeben und weniger Gedecke legen. So und nicht anders. Das selbe gilt für eine Bar.

Eigentlich wird der Mojito mit braunem Zucker zubereitet und teilweise wird crushed Ice verwendet. Ich finde beides unnötig. Crushed Ice zerstört die Carbonierung des Wassers (große Oberflächen und so), der kristalline Zucker macht nur das verhasste Knuspern im Mund.

How To Mojito:

1. 30ml simple Syrup in ein Collinsglas gießen

2. 30ml Limettensaft pressen und dazu schütten

3.  Nach Geschmack Minzeblätter hinein geben

4. Feinfühlig mit einem runden Holzstab (bitte keine gezackten Muddler) die Minze ausdrücken. Wir wollen sie nicht passieren, nur leicht drücken.

5. Mit Eiswürfeln auffüllen

6. Weißen Rum dazugeben, etwa 2/3 des Glases vollmachen

7. Kräftig rühren

8. Mit stark carboniertem Mineralwasser auffüllen

9. Trinken

Genusspotential:

Der Mojito ist lecker und erfrischend, vorrausgesetzt man mag Minze. Ich mache ihn eher mit sehr wenig Minze, sodass es nicht schmeckt, als lutschte man gerade das Innere eines After Eights aus. Aber suum cuique. Korrekt zubereitet handelt es sich um einen guten Drink für jede Gelegenheit, der entgegen der landläufigen Meinung flott gemacht ist und einem vor allem im Sommer viel Freude bereitet.

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Ah, well, the Mojito. Ernest Hemingway’s own personal super-favourite drink. Besides the Daiquirí of course. The two cocktails are actually very much alike, but whilst the Daiquirí focusses more on the lime flavour, the Mojito goes more down the light and fresh road, using mint and diluting everything with seltzer water.

There is a movement in the cocktail blogger scene which demands that you shouldn’t order a Mojito in a busy bar. I think that is stupid. I’d like the juices for my drink freshly squeezed, I want it shaken or stirred until properly cold, so the additional 10 seconds for muddling the mint aren’t that big a deal nomore. Short & dirty: A Mojito doesn’t take shorter or longer than every other decently prepared cocktail. Excluding the Ramos Gin Fizz, I suppose… I am thinking of this in the same way as of the restaurant in which the food takes too long „because it’s so busy“. If you confront me with such horse crap, even I, being a very peaceful guy, can get a little crancy. If a restaurant can’t cope with that amount of customers, they have to reduce their tables. It’s that easy. The same goes for a bar.

The Mojito is usually prepared using brown sugar and crushed Ice. I believe both of it to be unnecessary. Crushed Ice destroyes the carbonation (great border surface…) and crystal sugar just gives you the possibilty of the special „crunsh factor“ that we all like so much. Not.

How To Mojito:

1. Pour 1 oz simple syrup into a Collins glass

2. Add 1 oz of freshly squeezed lime juice

3.  Put in your mint leaves, as much as you like

4. Gently squeeze the mint with a round wooden muddler. Please don’t use jagged muddlers. We don’t want to make a paste here! Be gentle, it doesn’t take long.

5. Fill up with ice cubes

6. Fill the glass two thirds of the way up with white rum

7. Stir well

8. Top of with highly carbonated water

9. Drink

Enjoyabilitential:

The Mojito is tasty and refreshing, given that you like mint. I make mine with very little mint, so it doesn’t taste like sucking out an After Eight. But suum cuique. Correctly prepared it is a great drink for every opportunity, which is, other than common talk suggests, made very quickly and a lot of fun, especially in the summer time.

Mixed Feelings – Ramos Gin Fizz

Posted in Mixed Feelings on 7. Juli 2009 by Herr Grau

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Aus dem New Orleans der vorletzten Jahrhundertwende stammt dieser von Henry Ramos entwickelte Drink. Bis zur amerikanischen Prohibition war das Rezept ein wohl gehütetes Geheimnis und ein wahrer Kassenschlager. Die Geschichte, dass der Barbesitzer zum Carneval 1913 zweiunddreißig „Shakerboys“ (damals noch kein gay getünchtes Wortgut) engagierte und trotzdem mit den Cocktails nicht nachkam, ist unter den Liebhabern des Drinks wohl bekannt. Die Zauberformel wurde von dem vernünftigen Ramos nach dem Alkoholverbot veröffentlicht, auf dass es nicht verloren ginge. Man kann diese Idee nur als großartig und humanistisch bezeichnen. Trotzdem geriet der Drink mehr und mehr in Vergessenheit und wurde erst in den letzten Jahren von den umtriebigen Cocktailenthusiasten wiederentdeckt.

Ich habe mein Rezept von Chris McMillan des Ritz-Carlton New Orleans übernommen. Viele im Internet kursierende Rezepte sind quatsch, zu sauer oder enthalten zu wenig Sahne. Damit der Drink nicht nur durchschnittlich, sondern großartig wird, muss die Zubereitung sehr genau stimmen. Salmonellen werden übrigens durch den Alkohol zuverlässig abgetötet. Ursprünglich verlangt das Rezept 12 Minuten shaken. Ich shake etwa eine Minute vor, nach der Eiszugabe shake ich so lange, bis das Shakerglas zu kalt zum Halten wird. Den Metallteil greife ich durch ein Küchenhandtuch. Eine Zugabe einiger Tropfen Vanilleextrakt, wie es Herr McMillan praktiziert, steht bei mir in Ermangelung des Substrats noch aus.

How To RamosGinFizz:

1. 45ml Gin in einen Shakerbecher gießen

2. Ein Eiweiß hinzugeben

3. 15ml Limettensaft und 15ml Zitronensaft frisch pressen und zugeben

4. 30ml simple Syrup dazu (ich nehme etwas mehr, 35-40ml)

5. 2 bis 3 Tropfen Orangenblütenwasser zugeben

6. 60ml Sahne dazu gießen

7. Kräftig shaken

8. Eis zugeben

9. Noch viel kräftiger shaken

10. In ein großes Collins-Glas strainen und mit sehr stark carboniertem Sprudel auffüllen

11.  Vorsichtig kurz umrühren

12. Trinken

Genusspotential:

Na, das ist mal ein unglaublich leckerer Trunk. Fluffig, samtig, weich, leicht citrussig-süßlich mit leckeren Gin-Noten, ohne dabei alkoholisch oder zu wacholderig zu schmecken. Und trotz einiger Sahne leicht und erfrischend. Kurz: Einer meiner absoluten Lieblingsdrinks. Interessanterweise mag ich nicht unbedingt mehrere nacheinander.  Ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Aber einer? Immer.

Der Aufwand ist recht hoch, aber der fleißige Arbeiter wird mit einem der weltbesten Cocktails belohnt.

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This drink hails from the New Orleans of the next to last turn of century. It was a well protected secret of it’s inventor Henry Ramos until the prohibition and it was a real blockbuster. The story, that for the carnival 1913 Ramos hired thirtytwo “shakerboys” (in these days it hadn’t had gay connotations yet) and still couldn’t keep up with the demand, is well known with those, who love this drink. The magic formula was published by the wise Mr. Ramos when prohibition hit so it wouldn’t get lost. You only can appreciate this move with all your heart, call it grand and humanistic. Nevertheless the popularity of the drink decreased dramatically over the years and has just very recently been rediscovered by cocktail enthusiasts.

I got me my recipe from Chris McMillan of the Ritz-Carlton New Orleans. Many recipes published in the internet are plain wrong, too tart or contain to little cream. To redeem the drink from being average and sublimate it into being totally awesome, the preparation and measures have to be very precise. Salmonella, by the way, are killed reliably by the alcohol. Originaly the recipe calls for 12 mintutes of shaking. I shake the mixture dry for about a minute and continue shaking after adding the ice until the glass is too cold to touch. The metal part of the shaker I grab through a kitchen towel. Mr. McMillan adds a few drops of vanilla extract, which I’m definitely going to try, but I currently lack of the desired substract.

How To RamosGinFizz:

1. Pour 1 ½ oz gin into shaker

2. Add one egg white

3. ½ oz lime- and ½ oz lemonjuice – freshly squeezed! – go in there too

4. Add 1 oz of simple syrup (I use a hint more, about 1 ¼ oz)

5. Put in 2 or 3 drops orange flower water

6. Get 2 oz of heavy cream in there

7. Shake viciously

8. Add ice

9. Shake even stronger

10. Strain into a collins glass and top off with a bit of highly carbonated seltzer water

11. Stir briefly and careful

12. Drink

Enjoyabilitential:

Well, if this isn’t an incredibly tasty beverage! Fluffy, velvety, soft, with a light citrus-sweet touch and yummy gin flavor without tasting alcoholic or having the juniper taking over. And despite the cream it’s very light and refreshing. In short form: One of my favourite drinks. Quite interesting that I don’t necessarily like too many of them in a row. I can’t quite put my finger on it why. But one? Always.

The effort is quite high, but the brave little worker will be rewarded with one of the world’s best cocktails.

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Posted in smile and look alive on 6. Juli 2009 by The Tool

So. Nach einer den anderen Schreiberlingen sicherlich unverschämt lang anmutenden Zeit, habe ich es nun auch geschafft mich hier anzumelden.
Ich werde es in nächster Zeit wohl eher nicht schaffen dieses Blog mit erhellenden Erkenntnissen über Fastfoodketten, wertige Alkoholii oder Kritik am hiesigen Bildungssystem zu füllen.
Auch an dem mehr oder weniger gut verbrämten Penislängenvergleich in Form naturwissenschaftlicher Prosa zwischen dem Ingenieur und dem Dr. werde ich wohl nicht teilnehmen.

Für die nächsten 3 Wochen muss das hier ausreichen:

1.) Die Mensa der Uni Köln macht Fastfood überflüssig
2.) Jever und Budweiser abwechselnd
4.) „Es ist kein Studium, wenn es nicht wehtut.“ (G. F.)
3.) Mines bigger.