Wir bauen uns einen High-End-Verstärker – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung – 2. Akt

Posted in Angewandte Wissenschaft, smile and look alive on 7. Dezember 2009 by Herr Grau

Dies ist der Folgeartikel zum 1. Akt, in dem ich zeigte, wie man einen SymAsym auf einer Platine aufbaut.

Ich hatte ja versprochen zu zeigen, wie die Amps aussehen, wenn sie fertig sind. Folgende Arbeiten mussten noch erledigt werden:

1. Gehäuse bauen – Dafür habe ich Lochbleche von ProKilo verwendet (der Verstärker ist 20x20x10 cm³ (BxTxH) groß). Diese habe ich mit einfachen Messingwinkeln und Uhu Endfest 300 verklebt bzw. verschraubt. Eigentlich sollte auch noch Holz an die drei Blechseiten des Verstärkers kommen, aber ich kann erstens im Moment nicht über die nötigen Werkzeuge verfügen und zweitens wollte ich mich dabei nach dem Farbwunsch des zukünftigen Besitzers richten.

2. Löcher im Kühlkörper bohren (2,5mm) und mit einem 3mm Gewinde versehen. Transistoren mit Wärmeleitpaste versehen und montieren.

3. Netzteil bauen – Trafos einschrauben, Schalter und Netzbuchse einbauen und mit der Primärseite des Trafos verbinden, Sekundärseite an Gleichrichter anschließen. Gleichrichter mit Elkos verbinden. Elkos mit Platine verbinden. (Plan für Netzteil hier)

4. Cinch-Eingangsbuchse und Polklemmenterminal (Ausgang) montieren und mit der Platine verbinden.

5. Ruhestrom einstellen – Das Potentiometer so einstellen, dass über einem der beiden 0,22Ohm-Widerstände 12mV anliegen.

6. Anschließen. Anschalten. Musik hören.

Ich habe von den Arbeiten keine Bilder, aber es gibt zumindest eine Aufnahme der fertigen Monoblöcke:

Das schließt dieses Kapitel ab. Ich hoffe, es war aufschlussreich.

Ein Heimexperiment

Posted in smile and look alive on 3. Dezember 2009 by Herr Grau

Einfach mal mit einem Fisherman’s Friend im Mund eine heiße Dusche nehmen.

…und zack: Brot

Posted in Essen & Trinken on 1. Dezember 2009 by Herr Grau

Wie ein Lauffeuer hat es sich über das Internetz verbreitet, das No-Knead-Bread, das Marc Bittner (NY Times) von der Sullivan Street Bakery in Hells Kitchen bekommen und der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Der Clou: Kneten fällt aus. Alles in allem braucht dieses Brot 5 Minuten Arbeit. Inklusive Abwaschen. Der Grund für seinen ernormen Erfolg ist neben der Einfachheit aber vor allem die Qualität des Ergebnisses: Kaum ein Bäcker schafft es, etwas vergleichbares herzustellen.

Man geht wie folgt vor:

Man schmeißt 400g Mehl in eine Rührschüssel, gibt 1 1/2 TL Salz und 1/4 TL Trockenhefe dazu und vermischt es kurz. Dann gießt man 320ml Wasser dazu. Das ganze wird grob vermengt, bis es einigermaßen homogen ist. Ein Knethaken eines Rührgeräts hat sich als ideal für diesen Zweck erwiesen. Sonst tut es aber auch eine Gabel. Dann wird die Rührschüssel mit einem feuchten Handtuch oder Klarsichtfolie abgedeckt und 18 Stunden stehen gelassen. Aktiver Arbeitsaufwand bis jetzt: 1-2 Minuten.

Am nächsten Tag bemehlt man seine Arbeitsfläche und bugsiert den zähflüssigen Klumpatsch mit einem Teigschaber darauf. Von allen Seiten gut mit Mehl beklopfen, sodass es nicht mehr klebt. Teig rechteckig ausziehen und wie einen Brief zusammen falten. Auf ein bemehltes oder mit Semmelbrösel bestreutes Handtuch legen, zudecken, noch einmal 2 Stunden gehen lassen. Das waren jetzt nochmal 1-2 Minuten Arbeit.

30 Minuten vor Ende der Gehzeit wird der Ofen auf 250°C vorgeheizt. Darin stehen sollte ein Topf, der einen ofenfesten Deckel hat. Ofenfeste Glasformen sind gut, am besten aber gusseiserne Bräter. Nachdem Ofen und Topf verdammt heiß sind, Topf rausholen, Teigfladen reinplumsen lassen, Deckel druff und ab in den Ofen. Noch eine Minute schweißtreibende Arbeit. Puh.

30 Minuten später wird der Deckel abgenommen und die Temperatur auf 230° reduziert. Ich würde empfehlen, zu diesem Zeitpunkt auch Wasser auf den Ofenboden zu schmeißen und die Klappe dann ganz schnell zuzumachen. So wird die Kruste besser.

Weitere 15-20 Minuten später: Zack, Brot.

Also sieht das nicht mal lecker aus? Kruste schön knackig, Krume fluffig mit großen Löchern und großartigem Geschmack.

Try it. Wont take long.

German Heaven – Currywurst

Posted in Essen & Trinken, German Heaven on 29. November 2009 by Herr Grau

Ich weiß nicht mal, ob es in anderen Ländern Currywurst gibt. Eins steht aber auf jeden Fall fest: Erfunden wurde die Currywurst im Berlin der Nachkriegsjahre. Es ist ein bisschen wie mit der Erfindung des Rades, um deren Patentrechte ja auch immer noch ein heftiger Streit zwischen Diplom-Hausverwalter Heinrich-Erwin Kowastzki aus Gelsenkirchen, dem erfolgreichen Fantasyautor aus Englisch-Amerika Stephen Hawkins und Reinhold Messner in der Position des Erbverwalters seiner Vorfahren tobt: Keiner weiß genau, wer das erste mal Currypulver auf Ketchup auf Wurst gemacht hat. Selbst der CIA gibt sich in dieser Frage geschlagen. First Lieutenant John Henry Gray, offizieller Sprecher in Wurstfragen der amerikanischen Hitschmiede, gibt zu:

Wir können nur mit Sicherheit behaupten, etwa 60% der gesamten Wurst-Aktivität im Berlin der Jahre 1945-50 beweissicher dokumentiert zu haben. Es ist uns peinlich, durch diese lückenhafte Überwachung Zusammenarbeit mit den Bürgern die Aufklärung dieser historisch wichtigen Tatsache nicht mit ausreichend statistisch verwertbarem Material untermauern zu können. Wir arbeiten aber ernsthaft an diesem Missstand und sind zuversichtlich, sehr bald ein flächendeckendes Wurst-Monitoring garantieren zu können.

Wichtig ist an dieser Stelle aber vorderranging der kulturelle und kulinarische Wert einer guten Currywurst. Der arglose Endverbraucher wird aber einmal mehr von den Volksverblödungsdistributoren dem hochqualitativen Bildungsfernsehen im Stich gelassen in seinem Streben nicht weiter bestärkt. Wer einmal versucht hat, Tim Mälzers Currysauce nachzukochen, weiß um die rücksichtslose Protektoratspolitik der Imbissbudensyndikate. Auch im Internetz finden sich für dieses Kernstürk der Currywurst kaum brauchbare Rezepte.

Wir haben eins. (natürlich geklaut.)

Currysauce àla Admin (Grillsportverein):

2 Gläser Ketchup
1 TL Chilipulver
3 EL Worcestershire-Soße
3 EL Sojasauce
1 Glas Fleischbrühe
1 EL Paprika süß
und natürlich mindestens 2 EL Curry, abhängig
von der Schärfe des Pulvers.

Ketchup erwärmen, Brühe angießen. Gewürze einrühren. Warm werden lassen. Nicht zu sehr dran rumfuddeln, das Rezept funktioniert hervoragend.

Das ganze plantiert man auf dem Bratling seines Vertrauens – stilecht sind feine Brühwürste mit und ohne Darm. Ich mag sie ohne lieber, so wie Vaddi auch getan hat. Diverse Paraphernalia bieten ihr Dazugereichtwerden an, Fritten, Kroketten, Kartoffelsalat, und selbst sautiertes Sukuma Wiki.

Das ganze ergibt ein schnelles, enorm leckeres und natürlich kompromisslos gesundes Fair-Trade-Fitness-Essen. Ausprobieren lohnt sich. Manchmal auch direkt zweimal nacheinander.

German Heaven – Mettbrötchen

Posted in Essen & Trinken, German Heaven on 28. November 2009 by Herr Grau

Ich möchte diese exzellente Kategorie mit einem Beitrag eröffnen, der mir sehr am Herzen liegt. Es geht darum, die wunderbaren Seiten der ja teils unerträglichen urdeutschen Art zu zeigen. Dinge, die hier erfunden wurden, hier hin gehören oder die es nur hier gibt. Und was wäre dafür besser geeignet als das Mettbrötchen?

Gerade durch mein Studium mit Leuten aus anderen Ländern ist mir klar geworden, wie viel wir daran haben, dass wir Deutschen die Wunder des Metts früh entschlüsselt und unserem nationalen Gedächtnis zugeeignet haben. Viele dieser armen Seelen kennen die Genüsse gar nicht, die ihnen ihrer Unkenntnis wegen verschlossen bleiben. Deshalb will ich hier die Montage eines korrekt assemblierten Mettbrötchens demonstrieren. Richtig zubereitet ist es eine einfach anzufertigende Delikatesse, die sich auch vor dem gourmetsianischen Niveau eines getrüffelten Weinberg-Schneckerichs im flambierten Aprikosenespuma nicht verstecken braucht. Bei erneutem Lesen meines Satzes dämmert mir, dass es dessen kulinarischen Wert sogar um Welten ausstechen dürfte.

Also, frisch ans Werk!

Schritt 1:

Ein Weizenbrötchen seiner Wahl vorbereiten.

Schritt 1.2 (optional):

Sich ärgern, was Aldi für unterirdisch grausame Aufbackbrötchen für den arglosen Konsumenten bereitstellt.

Schritt 2:

Jetzt kommt’s drauf an! Gutes Mett ist von nöten. Also entweder den Metzger seines Vertrauens konsultieren oder aber zum Geheimtipp, dem Tip-Schinkenmett von Real greifen.

Absolut essentiell ist das Brötchen/Mett-Verhältnis. Unser allseits beliebter Universalexperte Professor Felicius A. Grau des Instituts für Ontoidetik der Universität Uppsala erklärt:

Was uns hier begegnet, ist ein klassisches Sättigungsproblem, bei dem das System ‚Brötchen‘ möglichst nah an seine optimale Sättigung gebracht werden muss. Sinkt die Sättigung auf unter 80%, so überwiegt die hygroskopische Wirkung des Krumenmaterials, bei zu hoher Sättigung kommt es zu einem Interferrenzproblem an dem Palatenkomplex und schließlich sogar zur Trennung von Metteinheiten vom Gesamtkontinuum Speise. Der Genuss als Funktion der Sättigung beschreibt dabei eine, oft nach ihrem Erstbeschreiber Freddi Gauß benannte, glockenförmige Kurve.

Damit der ahnungslose Heimanwender nicht völlig im Regen steht, haben wir eine kleine Fotoserie zusammengestellt.

FALSCH:

BESSER, ABER AUCH FALSCH:

Fehlt noch Schritt 3:

Mett kräftig mit frisch gemalenem schwarzen Pfeffer .. pfeffern und mit gediegenen Zwiebelringen garnieren und schon ist das Ergebnis

RICHTIG:

(Achtung! Das Mett geht dezeptiv in die Tiefe des Brötchens weiter! Es ist mitnichten dünn.)

Wunderbar! Guten Appetit.


Mixed Feelings – Mixology Monday XLIII

Posted in Mixed Feelings on 26. Oktober 2009 by Herr Grau

This month Vidiot is hosting the Mixology Monday and, being the bad boy that he is, chose „Vermouth“ as the topic.

Well, it’s not easy writing about it. See, when you enter the world of mixology, you have to deal with a few big problems. One of them is the Martini-problem. There is a party of little Churchills and Trapper John McIntyrs, who successfuly banned Vermouth from their Martinis. Over the years, the Martini changed in their direction from a fifty-fifty ratio to nowadays usual 1:5. To the young cocktail apprentice it has to seem that this is the right way to go. Only if you dig deeper, you find that it isn’t a necessarily a sign of good taste to only vaporize a few molecules of vermouth in the direction of your stem glass and finaly you discover those, who demand that a fifty-fifty is the real way to do it. The one or the other way, taking on an oppinion will offend someone and this time it’s actualy a group of people who know their mixology. I hold it with prussian Kaiser Friedrich II.: „Jeder nach seiner Façon…“

Nevertheless: Vermouth can be used in non-homeopathic dosages and still don’t ruin the drink.

Watch.

Sour Rosemary

This is a little variation of the Sweet Martini I just created for the occasion.

(You can find all the basics about the Martini Cocktail here)

How To:

Prechill a mixing glass and a cocktail glass

Gently muddle the needles of one rosmary sprig with 2 oz good gin (I’m using Plymouth Navy Strength for my Martinis)

Let sit for ~ 15 minutes

Clear out mixing glass, fine strain gin into it

Add a dash of Orange Bitters, 1 oz of Sweet Vermouth and 1/4 oz freshly squeezed lemon juice

Stir with ice until stunningly cold

Strain into chilled cocktail glass

Enjoy

Result

A very nice variant of my favourite Martini. The beautiful amber color catches the eye and doesn’t disappoint you, since the drink is realy tasty and has this certain Je Ne Sais Qua (excuse the french..) at the end of the sip that I intended: You get this little bit of tartness and rosmary when the drink leaves the palate. Recommended.

Wir bauen uns einen High-End-Verstärker – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung – 1. Akt

Posted in Angewandte Wissenschaft, smile and look alive on 14. Oktober 2009 by Herr Grau

Meine Herangehensweise an viele Dinge ist die eines waschechten DIYers (DIY = Do It Yourself).

Einrichtungsgegenstände, Möbel, Computer, Hifi-Geräte – es liegt nicht nur daran, dass ich konstant über meinen Verhältnissen lebe und deswegen sparen muss, wo ich kann, ohne auch nur einen Deut Abstriche an der Qualität zu machen bereit zu sein, ich empfinde es als großartig, etwas mit seinen eigenen Händen erschaffen zu haben. Mit Recht ist der Erschaffer stolz auf sein Werk und stellt sich so bewusst abseits des Prahlers, dessen einziger Verdienst der Kauf ist.

Einmalig, günstig und hochqualitativ? Mach es Dir selbst.

Gerade im Hifi-Bereich lässt sich richtig Geld sparen. Wer sich ein gutes Paar Boxen selber baut, braucht sich über dieses Thema nie wieder Gedanken zu machen. Ein Design z.B. von Udo Wohlgemuth mit Eton-Chassies wird selbst von pekuniär weit fünfstelligen Modellen des Fertigmarktes kaum übertroffen werden – denn die Chassies und Bauteile werden ab einem bestimmten Punkt nicht mehr besser. Und wie viele zehntausend Euro man investieren kann und will für das bisschen Mehr Design, für unter Wasser von Zen-Mönchen mit dem privaten Gourmet-Deluxe-Wachsvorat ausgestorbener Bienenköniginnen blank gewichstes Holz, das bleibt dann am Ende Geschmackssache.

Auch bei Verstärkern kann man mächtig Geld retten. Gute Bauteile und ein solides Schaltungsdesign an der Hand, lässt sich für etwa 150€ ein Verstärker realisieren, der sich auch vor zehnmal so teuren Exemplaren nicht zu verstecken braucht. So einen Verstärker wollen wir heute bauen. Ich möchte hiermit eine Anleitung an die Hand geben, mit der jeder, der zwei Dräte zusammenlöten kann, einen hervoragenden Verstärker bauen kann. Kein Fachgesabbel – bzw. nur so viel wie nötig. Ich setze lediglich die Fähigkeiten zu Lesen und etwa 14cm weit zu denken, sowie das Vorhandensein eines Lötkolbens samt Lötzinn und eines Multimeters voraus. Kochrezept in Reinkultur.

Was zum SymAsym zu sagen ist, findet sich gebündelt hier. In aller Kürze: Es handelt sich um ein Monoblockdesign einer ClassAB-Endstufe mit etwa 100W pro Kanal an 4Ohm bzw. 60W an 8Ohm. Monoblock heißt, dass eine vollständige Kanaltrennung stattfindet. Rechter und linker Kanal bekommen jeweils einen kompletten eigenen Verstärker mit eigenem Netzteil. Das ist High-End, denn besser geht es nicht. So machen es auch die ganz Großen. Wenn man eine Festhalle beschallen will, muss man die Sache natürlich etwas anders angehen, aber für das heimische Wohnzimmer ist 100W selbst an Lautsprechern mit schlechtem Wirkungsgrad mehr als genug.

Also los.

Schritt 1

Alle hier aufgeführten Teile bei Reichelt zusammensuchen. Trafo gibt es bei Kessler Elektronik (Artikelnr. TRT 225VA 2X24V). Dazu kommen noch zwei Cinch-Buchsen und vier Bananensteckerbuchsen. Woher man die nimmt, ist egal. Außerdem sollte man sich noch zwei Lochrasterplatinen im Euroformat und zwei Kühlkörer bei Reichelt mitbestellen. Und wenn man will noch zwei LEDs (mit Vorwiderstand -> Google), Schalter und Kaltgerätebuchsen mit Sicherungshalter. Achso, eine Rolle 0,6er Silberdraht nicht vergessen. Jetzt aber los.

Schritt 2

Wenn man alles richtig gemacht hat, liegen jetzt Bauteile im Wert von etwa 50€ plus zwei Trafos für je 40€ vor einem auf dem Tisch.


Den Kram ordnet man nach Widerständen, Kondensatoren, Transistoren und anderem Zeug:

Den Besteckungsplan für die besagte Euro-Lochrasterplatine von CNet gibt es leider nicht mehr. Wir müssen uns leider dieser Tage wieder mit dem Schaltplan behelfen: http://www.lf-pro.net/mbittner/Sym5_Webpage/Images/Symasym5_2_eagle.GIF

Allem voran steht der Entschluss, die Transistoren nicht zu matchen. Das ist zwar etwas schluderig, spart aber irre viel Arbeit. Wenn man den Verstärker eines Tages mal richtig High-Beendigen will, dann kann man es auch immer noch nachholen. Wie man das macht, steht auch hier.

Schritt 3

Jetzt kommt also die Fleißkärtchenarbeit, nämlich das Bestecken der Platine mit den angegebenen Bauteilen. Die Bauteile werden eingesteckt, eingelötet und verbunden. Ich habe das etappenweise gemacht, würde aber in Zukunft eher alle Bauteile zuerst einlöten und die Verbindungen später machen.

Hier einige Bilder aus dem Verlauf:


Bei dieser Arbeit ist vor allem darauf zu achten, die Elektrolytkondensatoren richtig herum zu polen. Normalerweise ist das Minus fett darauf makiert. Die Transistoren müssen auch dringend richtig herum gesteckt werden, genau wie auf dem Besteckungsschema angegeben. Kreuzende Leiterbahnen werden mit Kupferlackdraht ausgeführt, einem mit Lack isolierten Draht.

Die externen Lötpunkte sind dort wie folgt bezeichnet:

IN = Eingangssignal, das ist der Pimmel vom Cinchstecker

IGND = Erde des Eingangssignals, das ist der Metallring um den Cinchstecker

OUT = Positiver Pol des Lautsprechers, das rote Lautsprecherkabel, ein eigener Anschluss

OUT_GND = Negativer Pol des Lautsprechers, das schwarze Lautsprecherkabel, auch ein eigener Anschluss

V+ = Positive Netzteilspannung

V- = Negative Netzteilspannung

VGND = Erde des Netzteils

Ich habe diese Eingänge erstmal einfach als Lötfahnen ausgeführt, ebenfalls die Anschlüsse für das Potentiometer.

Die Bauteile für das Netzteil haben mich noch nicht alle erreicht, ebenfalls nicht die Teile für das Gehäuse. Aber die Verstärker selbst sind fertig. Das ganze hat mich drei Nachmittage gekostet. Geübte Elektroniker dürften mit einem oder zwei hinkommen, Ungeübte müssen vermutlich einen Nachmittag mehr einkalkulieren.

So sehen die fertigen Platinen aus:

So Kinder, das war der erste Akt.

Im nächsten Teil werde ich den fertigen Verstärker mit eigenem Gehäuse und vollständigem Netzteil zeigen.

UPDATE: Hier geht es zur Abschlussbetrachtung

Anmerkung: Für den völlig Unbedarften habe ich noch ein Video bei Youtube rausgesucht, das zeigt, wie Löten funktioniert:

How To Solder – Video

Probleme des Lebens #7

Posted in Probleme des Lebens on 14. September 2009 by Herr Grau

Warum muss immer ich mit Leuten Zeit zubringen, die Sätze wie den folgenden sagen?

„Mir sans aus Donauwörth – des liegt an der Donau!“

Brüssel sehen… und saufen.

Posted in Essen & Trinken, Getestet, smile and look alive on 10. September 2009 by hoegi

For herrgrau writing every one of his cocktail reviews bilingual, I decided to make this one a bilingual post too. Drinking is international.
—Scroll down for english version—

Äußerst verspätet und daher auch nur mit geringsten Erinnerungen an die diversen Geschmackserlebnisse kommt hier ein kurzer kulinarischer Bericht aus der selbsternannten Biermetropole Brüssel.

Fangen wir mit einem Exoten an. Das „Bellevue Extra Kriek“ erinnert höchstens entfernt an Bier im klassischen Sinne. Im Zuge des Brauprozesses werden diesem Bier Kirschen zugefügt, die sich fast gänzlich lösen und dem Bier eine dunkelrote Trübe verpassen.
Geschmacklich erinnert das Bier stark an eine frische Kirschlimonade; der Bieraspekt ist nur wenig bis gar nicht vorhanden, dennoch schmeckte mir das Bier vom Fass außerordentlich gut. In Deutschland ist das Bier gelegentlich auch in Flaschen erhältlich, aber es schmeckt so nicht annähernd so gut, wie frisch vom Fass.

Rodenbach. Wenn ich diesen Namen höre, bekomme ich leichten Brechreiz. Auf der Bierkarte (ja, soetwas gibt es in Brüssel) las sich die Beschreibung lecker: Es handele sich um eine Mischung aus „frischem“ Bier und 6 Monate (glaube ich) in Eichen- (oder Buchen?)fässern gelagerten und gereiftem Bier. Da ich für solche Experimente offen bin/war bestellte ich also ein Rodenbach.
Das Bier schmeckte nach Verwesung. Ich bildete mir ein, dass das einfach nur schlecht schmeckt weil ich zuvor das Kirschbier hatte… Weit gefehlt. Auch die nächsten Schlücke gestalteten sich als ekelig. Mit jedem Schluck wurde der Brechreiz größer. Eine fürchterliche Erfahrung. Ob ich das Bier wirklich getrunken habe, erfahrt ihr weiter unten.

Das Primus-Bier ist ein sehr unspektakuläres aber gut trinkbares Bier. Ich meine mich erinnern zu können, dass es sehr süffig und mild war. Daher gut trinkbar. Für den Rest des Abends war dies das Bier der Wahl für die gesamte Runde.

Leffe ist das berühmteste Bier Belgiens und entstammt der größten Brauerei des Landes. Da Leffe ein Kloster ist/war, schmeckt das Bier so, wie die meisten Klosterbiere schmecken. Es hat eine leichte pilsige Frische mit einem stark hefigen, vollmundigen Abgang. Wer etwas handfestes trinken möchte, ist mit Leffe gut beraten.
Btw: Dieses Glas hat in dem Restaurant 6,50€ gekostet! Kein Wunder, dass auf der Karte keine Preise standen.

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Bellevue Extra Kriek

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Rodenbach

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Primus

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Leffe

Pretty late and for that reason only with vague memories: My small report of a more or less tasteful journey to the wannabe-beer-capital Brussels.

Let´s start with the most exotic beer. The „Bellevue Extra Kriek“ only reminded me barely of beer as we know it. In the process of brewery, cherries are added and dissolve nearly completely in the beer, which leads to a crimson-like color.
It tastes mostly like a fresh cherry lemonade, than everything else. Despite that, I liked that „beer“ a lot. Sometimes you can buy that stuff bottled, but it tastes not as half as good as when it comes directly from the tap.

Rodenbach. Hearing this name, first thing I´d like to do is to vomit. The beer menu (yep, there really is a beer menu in Belgium) made me wanna try that one for it´s description. Rodenbach would be a mixture from fresh and mature beer. It was more mature than I could even imagine but at that point I just didn´t know yet. The beer tasted like rotten food. Maybe even worse. Every sip made me want to puke even more. I would not even make my nemesis drink that stuff. If I really succeded in finishing that piece of hell? Scroll down for an answer.

The primus beer is a very unspectacular but nonetheless well drinkable beer. I think that I remember that it was really smooth and süffig (look it up, theres no comparable word in english except for „quaffable“…) For the rest of the evening this beer was our first choice.

Leffe is the most famous beer of Belgium and it stams from the largest brewery of the country. For Leffe is/was an abbey, the beer tastes like you want an abbey-beer to taste. With a hint of lager in the first place, and a wheat-beerish finish. If you want a real mouthful of beer: Take this one.
By the way: This beer cost us 6,50€!

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Geschafft. I did it.

Probleme des Lebens #6

Posted in Probleme des Lebens on 6. September 2009 by hoegi

Brabbelnde Chinesen.