Mixed Feelings – Basics: Scotch Whiskey

Posted in Mixed Feelings on 3. Juli 2009 by Herr Grau

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Scotch Whiskey: Ich vermute, es gibt nichts schwierigeres, als etwas verbindliches über Scotch zu sagen. Ich will trotzdem mal wieder meinen Buchstabensack schütteln und das ganze versuchen für den Otto-Normal-Trinker herunterzubrechen.

  1. Wir halten uns von Blends fern. Diese Dinger hat eine Eggsbechtenzunge aus verschiedenen Ursuppen zusammengefummelt. Wir trinken nur Single Malt Scotch. Da stammt alles aus der selben Destillerie, ist ein Vat genannter Blend aus eigenen Fässern.
  2. Wir halten uns von Whiskeys fern, die zu durchsichtig aussehen. Sie sind mit 98%iger Wahrscheinlichkeit unterlagert.
  3. Scotch kommt generell in zwei Arten: Getorft und nicht getorft. Getroft heißt, dass das Malz über einem Torffeuer gedarrt wurde und daher ein ziemlich spezielles Aroma in das Produkt bringt. Natürlich sind Abstufungen so möglich wie gängig. Die Insel Islay ist relativ bekannt für torfige Whiskeys. Größtenteils. Mal wieder.
  4. Scotch kommt in verschiedenen Altersklassen. Als Richtschnur ist recht einfach zu sagen, dass je älter, desto doller. Leider ist auch Alter keine Garantie für einen guten Whiskey. Man muss also das Alter auf die Marke beziehen.
  5. Das Fass ist entscheidend. Es ist gängig, den Stoff erst mal in normalen Eichenfässern zu lagern. Diese kommen leider in verschiedenen „Toastungen“, also verschieden stark ausgebrannt. Um das ganze noch weiter zu vereinfachen, lagert man den Malt auch gerne noch mal in Sherry-, Marsala- oder Weinfässern nach.
  6. Das alles ist zum Glück vollkommen irrelevant, da mit Ausnahme des Penicillin und des Blood&Sand keine mir bekannten Cocktails Scotch Whiskey nutzen. Es geriete auch leicht zur Verschwendung, da der Stoff gut teuer ist. Wir merken uns:
  7. Scotch wird generell erst mal pur getrunken und auf keinen Fall mit Cola gemixt. Wir trinken Scotch nicht mit Eiswürfeln. Es ist erlaubt, manchmal notwendig, ihn mit stillem Wasser zu verdünnen.

Markenempfehlungen:

Laphroigh 10yo oder Quarter Cask: Stark getorfter Whiskey. Leder, Stall, Torf, gut um herauszufinden, ob man das Aroma mag. Wenn ja, dann schaue man sich bei anderen Islay-Malts um und probiere möglicherwiese folgenden an:

Ardbeg: Torf, Baby.

Oban 14yo: Jaja, es ist ein Classic Malt, also ein Kommerzprodukt, blabla… Es ist ein verdammt leckerer Whiskey und bezahlbar ist er auch. Nichts besonderes, aber ein sehr elaboriertes, rundes und gefälliges Geschmacksbild. ICH hab ihn zu hause.

Aberlour a’bunadh: Das ist das Ding, um mal Sherryfasslagerung für sich auszuloten. Braucht Wasser, da mit 60% doch recht satt abgefüllt.

NICHT empfehlen kann ich:

Talisker, Bruichladdich 12yo, MacDuff 26yo, Dalwhinnie, Isle of Jura Superstition, Auchentoshan 12yo

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Scotch Whiskey: I guess there is nothing more complicated than saying something universally valid about scotch. I nevertheless take my shot, shake my hackisacki-letter-sack and try to come up with something useful for “average people”:

  1. We keep away from blends. These things are put together by so called “experts” from different, unidentifieable primordial soups. We only drink Single Malt Scotch. With that, everythings from the same distillery and from their own casks.
  2. We keep aways from whiskeys which look too clear. Very likely they are underaged.
  3. Scotch generly comes in two breeds: With or without peat. With peat means, that the malt was dried over a turf fire, which brings a very distinctive flavor to the product. Naturaly, to walk somewhere in between is as possible as it is done often. The Island of Islay is know for it’s peaty whiskeys. Well, most of them. As always.
  4. Scotch comes in several ages. As a guideline it’s safe to say that the older, the better. Unfortunaly age is no guaranty for quality. So you can only aply the age rule to the whiskeys of the same brand.
  5. The cask matters. It is common firstoff to age the stuff in normal oak casks. Those come in different levels of „toasting“, which means they were burned out more or less strongly. To oversimplefy everything even further they use old sherry, marsala oder wine casks to mature the whiskey in the end.
  6. Luckily all of this is completely ireelevant, because by the exeption of the Penicillin and the Blood&Sand I don’t know any other cocktail that features scotch. I would easily develop in wastage, because the stuff is rather expensive. We memorize:
  7. Scotch is generaly sipped in a pure fashion, we do never ever mix it with cola! We don’t drink scotch on ice. It is allowed, sometimes necessary, to dilute it with filtered water.

Recommended brands:

Laphroigh 10yo or Quarter Cask: Strongly peated whiskey. Leather, stables, smoke, a good thing to find out if you like the aroma. If so, you might want to consider other islay malts and perhaps try this one:

Ardbeg: Peat, peat, baby.

Oban 14yo: Yeah, I’ve heard it, it’s a “classic malt”, a commerce product, blablabla.  It’s a damn fine and tasty whiskey and affordable too. Nothing special, but a very elaborated, round and likeable flavor. I have got it at home.

Aberlour a’bunadh: That’s the one to try sherry cask matured whiskey for yourself. Needs quite a little water, because it’s bottled at 60%.

I can NOT recommend:

Talisker, Bruichladdich 12yo, MacDuff 26yo, Dalwhinnie, Isle of Jura Superstition, Auchentoshan 12yo

Mixed Feelings – Basics: Korn & Grappa

Posted in Mixed Feelings on 3. Juli 2009 by Herr Grau

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Korn: Mit Korn etwas anderes als Apfelkorn herzustellen, ist Selbstmord, denn im Prinzip schmeckt Korn scheiße. Korn muss aus Getreide hergestellt werden und mindestens 32% haben, ansonsten kann da im Prinzip alles drin sein. Doppelkorn ist zweimal gebrannt, Frühstückskorn einfach schön.

Grappa: Das Nationalgetränk Italiens. Genau.

Lasst mich kurz erklären, was Grappa ist, dann versteht sich mein Urteil leichter.

Grappa ist ein s.g. Tresterbrand, es werden also Obstabfälle aller Art in einem großen Topf gekocht und dann teilweise unter Zuckerzusatz vergoren, anschließend gebrannt.

Ich habe keine Worte für die Idee, als die tatsächliche Definition: Schnaps aus Abfall.

Die Grappafreunde mögen schreien und zetern, die Tatsache, dass man durch riesigen Aufwand ein trinkbares Getränk daraus gemacht hat, macht es nicht besser. Nimmt man einen von sich aus angenehmen Rohstoff, so ist das Produkt einfacher besser zu machen und auch absolut von höherem Genusspotential. Dieser Absatz steht hier aus rein pädagogischen Gründen.

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Korn: If you make something else with Korn than Apfelkorn, you’re basicaly commiting suicide, because on principle Korn doesn’t taste good. Korn has to be made from grain and have over 32% alcohol, others than that it could be anything. Doppelkorn is destilled twice, Frühstückskorn (breakfast korn) simply beautiful.

Grappa: Italy’s national beverage. Yeah right…

Let me explain very briefly what grappa is exactly, so my judgment is easier to understand.

Grappa is a so called pomace brandy, that means that fruit garbage of every origin is cooked up, fermented, partially with plied sugar, and then destilled.

I lack words for the idea but the real definition: Made from garbage.

The friends of grappa may scratch my eyes out, but the fact that you produce a drinkable beverage under extremely high efford doesn’t make this better. If you simply take a enjoyable basic ingredient, you can produce a tastier produce much more simply and have a higher absolute enjoyment potential, too. I only included grappa here for educational purposes.

Angewandte Wissenschaft – Kronkorken öffnen

Posted in Angewandte Wissenschaft on 2. Juli 2009 by hoegi

Ein freundliches Hallo hier aus dem ingenieurwissenschaftlichen Versuchsstätten der Firma Happy Industries & Co. KG.
Heute möchte ich euch (insbesondere denen die es einfach nicht hinbekommen) das Prinzip des Kronkorkenöffnens darstellen und erklären. Möglicherweise hilfts; wahrscheinlich aber auch nicht. Grobmotoriker bleiben halt Grobmotoriker, da helfen keine Anleitungen und Erläuterungen.

Zuallererst müssen wir uns klarwerden, wie ein Kronkorken überhaupt konzipiert ist und welches Ziel wir -abgesehen davon, dass wir an den Inhalt der Flasche wollen- überhaupt verfolgen müssen. Hier also eine äußerst schematische Darstellung des Sachverhaltes.

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(Die Grafiken in diesem Post wurden in stundenlanger Schweißarbeit von unserem 4-Mann-Designstudio entwickelt.)

Wie der Name vermuten lässt hat der Kronkorken also die Form einer Krone, welche an ihrem Rand 21 Zacken besitzt, die widerum den abgerundeten Abschluss des Flaschenhalses umschließen und so jegliche Bewegung und damit auch Öffnung des Kronkorkens selber verhindern. Dadurch, dass der Zackenring die Flasche komplett umschließt ist zum Einen die Bewegung in Querrichtung behindert, dadurch, dass die Zacken beim Verschließen um den Flaschenhals gebogen werden wird die Bewegung des Korkens in vertikaler Richtung behindert. Doch eben diese Bewegung ist unser Ziel!
Wie trennen wir nun also den Kronkorken von der Flasche? Im Groben und Ganzen gibt es 2 Prinzipien die es zu beherrschen gilt.
Auf der einen Seite haben wir die stationäre Variante die keinerlei Werkzeug vom Nutzer erfordert, jedoch brauchbare Gegenstände in der näheren Umgebung erfordert, auf der anderen Seite ist da die häufiger genutzte Variante, die zwar Werkzeug erfordert, jedoch quasi allenorts Anwendung finden kann.
Beschäftigen wir uns zuerst mit der stationären Variante. Zur Veranschaulichung wieder eine Grafik aus unserem 12-Mann-Designstudio aus der schwedischen Tundra:
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In orange gehalten erkennen wir wieder unser Corpus Delicti. Neu und wichtig für diesen Versuch sind zuerst die rot eingezeichneten Kästen.
Übersetzen wir dieses Bild in die Praxis: Zuerst müssen wir einen rot schraffierten Quader finden. Sollte keiner zur Hand sein tun es auch jegliche sonstige Gegenstände mit möglichst rechtwinkligen, harten Kanten. Ideal und oft in der Nähe: Der Bierkasten.
Nun setzen wir den Kronkorken an einer Seite auf die Kante auf und bringen mit einer Hand, einem Handballen oder (bei ausreichender Größe) mit einem Penis eine Flächenlast auf die andere Seite der Flasche auf. Da der Kronkorken aus weichem Metall besteht wird er sich im Folgenden verformen, weil das Material den aufgebrachten Kräften nicht entgegenwirken kann. Diese Verformung beinhaltet zuerst eine Durchbiegung der im Bild befindlichen rechten Seite des Kronkorkens in Richtung des blauen Pfeiles, welche widerum eine geringe Querausdehnung des Kronkorkens in der Mitte mit sich bringt. So wird der Kronkorken-Flaschen-Verbund gleich an drei Stellen gelöst und die Flasche öffnet sich. Leider werden die Kronkorken bei diesem Verfahren unnötig penetriert und verformen sich dauerhaft mäßig bis stark. Außerdem erzeugt dieses Verfahren beinahe keine Geräusche und so wird der Nutzer beim Öffnen der Flasche nicht akustisch stimuliert.
Also wenden wir uns dem zweiten Verfahren zu. Ich verspreche bessere Resultate!

Zur Veranschaulichung gibt es auch hier wieder eine Grafik von unserer Designagentur SVEN, welche mit 34 Mann an der Produktion dieser Bilder beteiligt war.
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Hier haben wir den Kronkorken abgeschnitten und betrachten nur eine Seite, denn wichtiger als unser orangefarbener kleiner Feind ist hier die rote Apparatur.
Das kleine freischwebende Dreieck rechts vom Kronkorken stellt ein kleines Auflager dar, der dicke Pfeil weiter rechts ist die aufzubringende Kraft (F).
Bei diesem Verfahren wird Nutzen gezogen aus so ziemlich dem einfachsten physikalischen Prinzip: Dem Prinzip des Hebels.
Wie unschwer zu erkennen ist, befindet sich der Kronkorken deutlich näher am Auflager als unsere Einwirkende Kraft. Nehmen wir an, der Abstand vom Kronkorken zum Auflager sei 1 cm, der Abstand vom Auflager zur Wirkungslinie der Kraft sei 10cm. Nach Adam Riese verzehnfacht sich unsere Kraft also in diesem System. In unserem stationären Öffnungsverfahren hatten wir keinerlei Hebelarm, hier war Kraft die den Korken geöffnet hat gleich der Kraft die wir auch in das System eingebracht haben.
Eben in der Multiplikation unserer Kraft mit zunehmendem Hebelarm liegt der Spaßfaktor dieser Öffnungsvariante. Je mehr Hebelarm, desto mehr Kraft, desto mehr „Bums!“.
In der Praxis sieht das ganze wie folgt aus: Das Auflager ist in der Regel unser Mittelhandknochen des Zeigefingers der bierflaschenhalsumklammernden Hand (Anmerkung der medizinischen Fachabteilung: Proximale Phalange des Digitus Index). Empfehlenswert ist bei Rechtshändern die linke Hand; die Kraft der rechten Hand benötigen wir nämlich jetzt.
Mit dieser Hand nehmen wir uns nun ein längliches, weitestgehend stabiles Instrumentarium. In Fachkreisen sind Feuerzeuge meist das Mittel der Wahl.
Wir umschließen also das Feuerzeug in diesem Falle möglichst fest und legen es wie in der Abbildung gezeigt zwischen Zackenrand und Finger. Die Praxis zeigt, dass das Hebelinstrumentarium auch zwecks Verlängerung des Hebelweges angewinkelt angelegt werden kann, sprich: Das freie Ende befindet sich oberhalb des Niveaus des Kronkorkens. Befinden wir uns in der gewünschten Stellung gilt die volle Konzentration der Bewegung der hebelnden Hand. Sie sollte sich möglichst schnell, stark und ruckartig nach unten bewegen, wohingegen der Rest des Systems idealerweise völlig starr bleibt. Der Kronkorken sollte sich nun geräusch- und effektvoll von seinem ehemaligen Wohnort entfernen. Bei richtiger Anwendung ist akustische wie auch optische Stimulation garantiert.
Betrachtet man den abgefeuerten Kronkorken genauer, wird man feststellen, dass dieser praktisch keine Verformungen aufweist.
Unsere 1-Mann starke Laborbesatzung versucht dieses Phänomen wie folgt zu begründen: „Da Metall ein in geringen Teilen elastisches Material ist, begibt sich das Projektil unmittelbar nach Entfernung vom Flaschenhals in seine Ausgangsform zurück, da die Kraft nur für den Bruchteil einer Sekunde auf das Objekt einwirkt und dann unmittelbar die Relaxation eintreten kann.“

Ich hoffe, wir konnten euch das Faszinosum des Flaschenöffnens etwas näher bringen. Wenn nicht, dann nicht.
Guten Durst wünscht
hoegi

Mixed Feelings – Basics: Bourbon & Rye

Posted in Mixed Feelings on 2. Juli 2009 by Herr Grau

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Bourbon und Rye Whiskey: Bourbon wird aus 51+% Mais hergestellt, Rye aus ebensoviel Roggen. Die Geschmacksnoten variieren deutlich, je nachdem, was oberhalb dieser 50% passiert. Der Kram wird gemälzt, eingemaischt und gerastet. Von hier an könnte man auch Bier daraus herstellen. Tut man aber nicht. Man macht Whiskey. Dafür schmeißt man einen Teil der alten Maische (Sour Mash) als Kultur und Gärstarter in den Topf und ab geht’s.

Fusel brennen und dann in ausgebrannte Weißeichefässer füllen. Warten. Trinken.

Die amerikanische Whiskeyindustrie hat durch die Prohibition enormen Schaden genommen. Viele wunderbare Traditionsmarken sind zugrunde gegangen, viele Rezepte verstorben. Die Rye-Industrie hat sich bis heute kaum erholt, es existieren nur eine Hand voll Marken, die noch Rye produzieren, der Absatz ist geradezu lächerlich.

Da der Amerikaner aber gerne säuft, hat sich der Bourbon einigermaßen wieder reinstalliert. Gerade die amerikanische Stein-und-Roll-Musik hat das güldene Nass neu popularisiert. Viele klassische Cocktails basieren auf Rye oder Bourbon, da die Amerikaner diese Mixgetränke praktisch im Alleingang erfunden haben.

Markenempfehlungen:

Bourbon:

Der Markt ist riesig, bietet aber einige saubere Lösungen für den unkomplizierten Konsumwilligen.

Maker’s Mark Red Seal: Astreiner Go-To-Bourbon. Funktioniert fast in allem gut bis sehr gut.

Knob Creek: Tut genau das selbe, ist aber teurer. Ich persönlich brauche ihn nicht, aber viele Leute halten ihn für den empfehlenswerten Whiskey überhaupt. Alleine seiner Präsenz wegen sollte man wissen, dass er gut ist.

Bulleit: Klasse Ding nach alter so-hat-Vaddi-schon-getan-Formel. Hoher Roggenanteil, daher etwas rye-mäßig würzig. Besonders schmuck in Cocktails, die man sowohl mit Bourbon, als auch mit Rye machen kann.

Rye:

Rittenhouse Bonded 100 Proof: Leider fängt Rye bei “teuer” an und wird dann nicht mehr angenehmer. Der Rittenhouse ist gerade noch erträglich teuer und damit eigentlich der die einzig vernünftige Variante.

Sazerac Rye, Thomas Handy, Van Winkle: Tolle Schnäpser, leider alle grauenhaft teuer. Wenn man einen angeboten bekommt, nicht nein sagen.

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Bourbon and Rye Whiskey: Bourbon is made 51+% from corn, rye from 51+% … well, rye. The flavours differ noteably depending on what make everything but. The whole thing is malted, mashed and lead through the rests. From thereone your could as easy brew a good beer but we don’t do that now. We’ve come here to make wiskey. In order to do that, you throw in a part of your old so called “sour mash” as culture and fermentation starter in the pot and off we go.

Burn the suff and fill it into toasted white oak casks. Wait. Drink.

The american whiskey industry has taken an enormous amount of damage due prohibition. Many traditional brands died, many recipes were lost. The rye industry still hasn’t recovered from that blow till our very day, there are only a hand full destillerys who still make rye, the sales are ludicrous.

But because the American likes a good blow too, the bourbon managed to reinstall itself pretty well, not at least due to the help of hard rock music which dramaticly repopularized the beverage.

Many classic cocktails are based on bourbon and rye because the Americans basically invented all of them.

Recommended brands:

Bourbon:

The market is quite big, but still offers some clean solutions for the uncomplicated consumer.

Maker’s Mark Red Seal: Damn straight go-to-bourbon. Works in basically everything very well or better.

Knob Creek: Does the exact same thing, but is more expensive. I personaly don’t need it, but many people believe it to be very recommendable, so at least because of it’s presence one should know that it’s fine stuff.

Bulleit: Awesome thingy after a real grandpa recipe. High rye content, so it’s a little more ryelike spicy. Very good choice in cocktails in which you could both use rye or bourbon.

Rye:

Rittenhouse Bonded 100 Proof: At least in Europe, the market for rye starts at “expensive” and doen’t get nicer from there. Rittenhouse is borderline sufferable priced and that way the only realistic choice.

Sazerac Rye, Thomas Handy, Van Winkle: Amazing liquors, but unfortunaly awefully expensive. If someone offers you one, don’t decline…

Mixed Feelings – Basics: Rum

Posted in Mixed Feelings on 2. Juli 2009 by Herr Grau

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Rum: Bei der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr fällt ein zäher Sirup an, mit dem man Tapeten ankleben, feindliche Schiffe festsetzen oder eine mittelschwere Umweltkatastrophe vor Madagaskar hervorrufen könnte. Das Zeug heißt „Molasse“. Die Verwendung in Wasserpfeifentabak und Desserts reichte einfach nicht aus, um die Unmengen loszuwerden, die damals anfielen, also entschied man sich folgerichtig den Kram zu vergären und zu brennen. Wie Grappa und Vodka handelt es sich eigentlich um einen Müllschnaps, der damals auch nur von den härtesten Stahleierträgern getrunken werden konnte. Diese hatten bevorzugt einen Goldring im Ohr und kämpften hauptberuflich mit der See und ihren Tücken, daher kommt die Assoziation. Aber die Geschichte ist lang und voller nutzlosem Faktenwissen und wen es interessiert, der kann es auch nachlesen. Wichtig ist:

Irgendwann kam wieder mal jemand auf den Trichter, dass man mit ein paar geschickten Handgriffen aus Molasse auch ein gescheites Grundnahrungsmittel brennen kann. Damit war der Grundstein für den südamerikanischen Nationalfusel gelegt, den Rum, den man tatsächlich trinken konnte. Bacardi hat sich hier unsterblich gemacht, ist aber mit der Zeit genauso besser geworden wie Anita Ekberg. Mit Ausnahme des Bacardi 8 Jahre und 151 Overproof gilt: Finger weg.

Rum kommt ebenfalls als weiße, ungereifte, und goldene, gelagerte Variante. Der Weiße ist mehr ein runder, frischer Schnaps, wobei der goldene etwas wärmer und seriöser schmeckt, ich finde immer mehr nach Winter und Weihnachten.

Rum ist eine ziemliche Wissenschaft und ich bin kein Experte. Aber ich bin in der Lage wichtige Tipps mit an die Hand zu geben:

Markenempfehlungen:

Weiße Rums:

Appleton White: Mein Standard für weißen Rum.

Brugal Blanco: Einen Tick teurer und einen Tick angenehmer im Geschmack als der Appleton.

Havanna Club 3 Jahre: Einige Leute halten es für essentiell, dass man in cubanischen Drinks auch cubanischen Rum benutzt. Er schmeckt etwas anders, etwas würziger. Wer das mag: HC3. Ich brauche ihn trotzdem nicht dringend.

Golden Rums:

Ich will nur zwei, drei Anreize geben, was man sich erst mal gefahrlos in die Bar stellen kann und im Zweifel stets die richtige Idee ist:

Appleton Estate V/X: Ein wunderbarer Einstieg für erträgliches Geld in die Welt des goldenen Rums. Mein Stockrum.

Appleton Extra: Fein, lecker, großartig, bezahlbar. Immer eine fantastische Idee.

Mount Gay Extra Old: Kenne ich nur vom Hörensagen, ist aber mit Sicherheit auch immer eine sichere Wette.

Eine Empfehlung für einen goldenen Rum ist wie eine Empfehlung für Whiskey zu geben: Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, da die Geschmacksnoten schon erheblich auseinander gehen. Wer sich damit befassen will, der guckt mal beim RumDood.

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Rum: Prdoucing refined sugar from sugar cane you end up with a sticky sirup, with which your can glue wallpaper to the wall, make your enemys battle ships unable to manouver or cause a semigiant environmental crisis at the coast of  Madagaskar. The stuff is called “molasses” and the use in shisha tabacco and deserts didn’t realy catch up with the massive amounts that were produced in south America, so they correctly decided to ferment and destill the crap. Like vodka and grappa it actualy originated as a garbage destillate which in those days could only be drunk by Those-who-had-iron-guts, who preferedly had a golden ring in their ear and professionally fought with the sea and its harms, so there is where this association comes from. But it’s long and complicated history took a turn when – again – somebody figured out the moves how to make something from molasses that could actually pass as a valid basic nutriant. This was the headstone for the south American national beverage and it makes Bacardi a living legend, which though has aged most equally to Anita Ekberg. The Bacardi 8 yo is alright, the 151 Oerproof ain’t bad, but from the rest you should keep away from.

Rum also comes as a white unaged and a golden aged version. The white one is more simple, fresh spirit whilst the golden one is somewhat warmer and more serious, always reminding me of winter and Christmas somehow.

Rum is a real science and I by far am no expert. But I am capable of giving a few hints:

Recommended brands:

White rums:

Appleton White: My standard for white rum.

Brugal Blanco: A little bit more expensive and a tiny bit smoother in taste as the Appleton.

Havanna Club 3 Jahre: Some people believe it to be essential to use a Cuban rum in Cuban drinks. Tastes a little different, a little more spicy. If you like that: HC3. I don’t need it. If you’re living in the US and can’t get your hands on this, don’t substitute with Bacardi, just forget about it.

Golden rums:

I only want to present a few ideas what you can put in your bar without any risks. Those who are without doubt always a good idea:

Appleton Estate V/X: A wonderful introduction in the world of golden rum for a very sufferable amount of money.

Appleton Extra: Fine, tasty, gorgeous, affordable. Always a fantastic idea.

Mount Gay Extra Old: I only know it from reading about it, but I would bet with closed eyes, that it’s an awesome rum.

To give recommendations for gold rum is like recommending scotch: It basically is a hopeless efford, because the tastes differ immensely. Everyone who is interested is better off with the RumDood.

Mixed Feelings – Basics: Tequila

Posted in Mixed Feelings on 2. Juli 2009 by Herr Grau

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Tequila: Tequila ist ein Destillat aus vergorenen Agaven, genauer den blauen Weberagaven, die man nach langer Experimentiererei als die einzige Agave identifiziert hat, aus der sich lecker Schnäppschen machen lässt. Dieser Findungsprozess verlief wohl recht ähnlich wie die Sozialisation der Kartoffel in Europa…

Agaven sind Kaktuspflanzen, die 7 Jahre bis zur Reife brauchen. Weil der durchschnittliche Mittelamerikaner in etwa so vorrausschauend wirtschaftet, wie der durchschnittliche Nordamerikaner und man sich nun auch nicht gegen alle klimatischen Eventualitäten absichern kann, pendelt die Verfügbarkeit der schmackhaften Bollen zwischen viel zu viel und viel zu wenig. Sehr deutsch eigentlich.

Nach der Mexikanischen-Verordnung-Für-Wann-Man-Tequila-Tequila-Nennen-Darf, darf man Tequila Tequila nennen, wenn ein Minimum von 51% des Fusels aus Agaven hergestellt worden ist. Der Rest darf mit Lückenfüllern bestückt werden, was bei bezahlbaren Produkten auch gern und viel gemacht wird. Premiumbrände zeichnen sich durch die Angabe „100% Agave“ aus. Da sie nicht mit Neutralbränden aufgefüllt wurden, schmecken sie etwas charaktervoller und intensiver.

Es gibt darüber hinaus „Golden Tequilas“. Hier wird dann Zuckercouleur, Bullenpisse oder was man sonst gerade zur Hand hat zugesetzt, um eine goldene Farbe zu erzeugen. Einzige Effekte: Es sieht golden aus und kostet mehr. Finger wech.

Die goldene Farbe soll einen gelagerten Tequila vortäuschen. Der klare Brand kann in Fässern gelagert werden und heißt dann „reposado“ (min. 2 monate gelagert) bzw. „añejo“ (min. 1 Jahr). Wenn man Tequila gerne so sippt, dann mag sich das anbieten, für das Mischen halte ich das für Overkill. Tatsächlich ist Tequila zwar der Rohstoff für den beliebtesten Cocktail der Welt, den Magarita, aber ansonsten relativ gesehen die unwichtigste Spirituose in der Bar. Dem Tequila-Liebhaber stehen hier besonders viele Experimentiermöglichkeiten offen.

Markenempfehlungen:

Morelos: Ich habe ihn inzwischen bei Trinkgut, Teegut und Edeka entdecken können, im günstigsten Fall für 7,99€. Der Tequila schmeckt super, rund, mild und ist bei mir ständig mit mehreren Flaschen vorhanden. Er ist nicht super-premium, aber absolut erstaunlich gut. Nicht nur für den Preis.

José Cuervo: Ein profundes Produkt guter Verfügbarkeit, aber teurer. Ich habe nie die Notwendigkeit verspürt, noch einmal eine Flasche zu kaufen, nachdem ich Morelos entdeckt hatte.

1921: Der Schritt nach oben. Feines Tröpfchen für die Zeiten, in denen der Schotter etwas lockerer sitzt, aber definitiv eine gute Investition. Auch für einen großartigen Cocktail nicht zu schade.

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Tequila: Tequila is a destillate from fermented agaves, the blue weber agaves to be exact. They found those to be the only once which you can produce an yummy liquor from. The process of this discovery is said to have happend quite equaly to the european socialization of the potatoe…

Agaves are cactus plant which need about 7 year until mature. And because the average middle american is about as economicaly competent as the average north american, we stumble from having too much to having far to little agaves in a very regular pattern. Pretty german actualy…

The mexican-decree-of-when-tequila-is-allowed-to-be-called-tequila states that tequila may be called tequila if it contains at least 51% alcohol made from agaves. The rest is allowed to be filled with whatever you have in your backyard, an option which is put to good use in affordable products. Premium brands set themselves apart from the others by the declaration „100% Agave”. Because they are not filled with neutral spirits they taste more intense and more characteristic.

Besides that there it “golden tequila“. It’s just plain old tequila which they add sugar couleur to. Only effects: Looks golden and costs more. Keep away.

The golden color is supposed to pretend that it’s an aged tequila. The clear spirit can be stored in casks and is than called “reposado” (aged for at least 2 months) or „añejo“ (min. 1 year). If you like sipping your tequila, this might be an option, but for mixing purpose I believe this to be overkill. Tequila indeed is the basic spirit for the most popular cocktail in the world, the margarita, but others than that it is relatively the most unimportant basic spirit in a bar. The tequila afficionado has a lot of possibiltys to experiment in this field.

Recommended brands:

Morelos: I have actualy found this costing 7,99. The tequila tastes great, round, mild and so I always stock several bottles. It’s not super premium, but supprisingly good. Not only considering the prize…

José Cuervo: A profound product with good availability, but more expensive. I never found myself in need to buy another bottle after I discovered Morelos.

1921: On step upwards. Gooood liquor for those times when the money hanges a little more loose, but definitely a fine investment. Not too precious, but worth making a really great cocktail of.

Mixed Feelings – Basics: Gin

Posted in Mixed Feelings on 1. Juli 2009 by Herr Grau

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Gin: Gin ist die wichtigste Spirituose in der Bar, da könnt ihr zetern wie ihr wollt. Ich dachte lange, ich sei bescheuert, weil ich Gin lecker finde. Setzt man sich mit dem Thema auseinander, wird schnell klar, dass ich ausnahmensweise kein bisschen wirr bin. Nicht umsonst sagt ein westfälisches Sprichwort: „Wacholder macht schöne Kinder.“

Wat issenu Gin?

Im Gegensatz zu seinem Vorfahren, dem „Jenever“ aus Holland, der wie auch der deutsche „Wacholder“ einen „charaktervollen“ Kornbrand (dessen leckerer Geschmack ursprünglich der Grund für den Wacholdereinsatz als Überdeckungsmaßnahme war) als Grundlage hat, ist Gin ein Neutralalkohol, der mit Wacholder aromatisiert wurde. So einfach ist das.

Ob der Wacholder in den Sprit eingelegt wird und dann irgendwann gebrannt wird, ob er in der Maische mitgebrannt wird oder ob er in den Dampf gehängt wird – das Resultat ist immer ein klarer Schnaps, der nach Wacholder duftet und schmeckt. Verschiedenste Zugaben, so genannte „Botanicals“ (und darunter versteht man von der Zitronenschale über Gurken bis zu Rosenblätter und Tee alles), werden gerne zugegeben, um das Geschmacksprofil zu charakterisieren, abzurunden oder abzusäubern. Ich halte ein bisschen für OK, aber habe einiges gegen den neuen Trend, denn:

Gin ist der neue Vodka. Nachdem der Vodka mit den Edelmarken genug ruiniert worden ist, sodass einige Barbesitzer diesen aus Trotz gar nicht mehr benutzen, wendet sich die Industrie jetzt dem Gin zu. Die Beobachtung, dass viele Leute die distinktive Wacholdernote nicht mögen, hat zu der großartigen Idee geführt, diese einfach bis zur Unkenntlichkeit in den Hintergrund zu rücken und das Hauptgeschmacksprofil mit den Botanicals zu formen.

Ich schreie einfach mal laut „Bullshit!“

Jeder soll es hören.

Markenhinweise:

Bombay Sapphire / Greenall’s – Der Sapphire ist ein bekannter, klassischer Gin, mit einem angenehmen, runden Geschmacksprofil. Leider ist er auf 40% reduziert worden, womit man ihn meiner Meinung nach nicht kaufen muss. Die Variante mit 47% ist aber noch zu bekommen, diese ist empfehlenswert. Bombay wird bei Greenall’s destilliert, der – man sehe und staune – recht ähnlich schmeckt, aber wesentlich weniger kostet. Damit ist Greenall’s die Empfehlung für den fleißigen Trinker, der nicht zufällig zu viel Geld herumliegen hat, in der 40%-Version ein echtes Schnäppchen.

Plymouth Gin: Wir kümmern uns auch hier um den Plymouth in „Export Strength“, also 47%. Der gute Plymouth ist einer meiner Favoriten. Wenn ich mich dazu bringen kann, einen kleinen grauen Schein mehr zu investieren, dann gönne ich mir die 1L-Flasche Export Strength Plymouth. Runder Wacholder, schicke Zitrusnötchen.

Beefeater: Der Gin, der Queen Mum zu zehnmilliardenjährigem Leben verholfen hat. Es ist der Gin der Queen! Was soll man dazu noch sagen?!

Tanqueray: Astreiner Gin. Man halte sich von den neuen Produkten des Hauses fern, wenn man nicht genau recherchiert hat, dass sie in dem angepeilten Drink gut funktionieren.

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Gin: Gin is the most important spirit in every bar, shout and cry all you want. For a long time I thought I’d be crazy, because I realy liked Gin. Turns out, that if you research on the matter, that in this special case I’m not nuts at all for a change.

So what exactly is gin?

Other than it’s ancestor „jenever“, which like the German „wacholder“ is based on a very „characterful“ grain destillat (this character was the original reason to use juniper for masking purposes), gin is a neutral spirit which is aromatised with juniper. It’s that simple.

If you infuse the spirit with juniper first and the distill it or if you put the junper in the mash while you burn or if you hang them into the steam – result is always the same: A clear liquid, that smells and tastes like juniper. Different additions, so called „botanicals“ (and that could be anything from lime peel to cucumber, rose pedals and tea) are implemented to characterize, clear and shapen the taste profile. A few botanicals I think are alright, but I have a whole lot against the newest trend, because:

Gin is said to be the new vodka. After they ruined the vodka with their premium fetishism, so by pure defiance some bar owners have banned it from their menu, now the industry turns towards the gin. The observation that many people don’t like the distinct juniper flavor has led to the brilliant idea to push down the juniper once and for all to work out the main taste profile of the liquor through the botanicals.

I’m shouting „BULLSHIT!“ and I’m shouting loud.

Everyone is supposed to hear it.

Recommended brands:

Bombay Sapphire / Greenall’s – The Sapphire is a very popular, classic gin with a delightful, round flavor profile. To my dislike they reduced the alcohol content to 40% which in my oppionion makes it something that you don’t need to buy no more. With a little efford, the 47% variant is still available and is to be recommended. Bombay is destilled at Greenall’s, which, observe and learn, tastes quite similar, but costs quite a lot less. This considered, Greenall’s is the recommendation for the brave drinker who just hasn’t a pile of money sitting around to set fire on. The 40% variant is a real real bargain.

Plymouth Gin: We only care about the Plymouth in the so called „Export Strength“, which means 47%. Good ol’ Plymouth is one of my alltime favorites. Whenever I can convince myself that I can spare a little bank note, I grant myself one 1L-bottle Export Strength Plymouth Gin. Rich juniper, a chic citrus smell and smooth taste.

Beefeater: The gin that gave Queen Mum a ten million year life span. It’s the Queen’s gin for crying out loud! What else is there to say?!

Tanqueray: Damn good gin. Just keep away from the newer products of them unless you absolutely know that the recipe of yours calls for them.

Fast-Food-Check

Posted in Getestet on 30. Juni 2009 by hoegi

Die ersten 18 bis 19 Jahre des durchschnittlichen menschlichen Lebens in unseren Breitengraden verlaufen mit Ausnahme von einigen mehr oder weniger intensiven Schwankungen relativ unspektakulär. Man wird geboren, man wird in den Kindergarten gesteckt, man wird eingeschult, man besucht eine weiterführende Schule (idealerweise sollte es das Gymnasium sein) und dann hat man Abitur.
Diese gesamte Zeitspanne wird im Regelfall von einigen Konstanten begleitet die man eigentlich nicht missen möchte.
Zu nennen wären hier: Die Wäsche ist gewaschen, der Kühlschrank ist immer voll (mehr oder minder), man vergisst keine Geburtstage, man wird im Krankheitsfall gepflegt und am Allerwichtigsten: Mittags steht immer Essen auf dem Tisch.
(Der geneigte Leser wird an dieser Stelle feststellen: Eigentlich dreht sich alles nur um die Services einer Hausfrau oder einer Haushälterin.)

Doch was passiert, wenn man in die große weite Welt hinauszieht und sich all diese Dinge nicht mehr von selbst erledigen? Im Falle völliger persönlicher Inkompetenz verkommt man, die Bude müllt zu und nach rund 4 Monaten wird man verwest in der eigenen Wohnung aufgefunden.
Selbstverständlich kommt man seinen neu erworbenen Pflichten natürlich weitestgehend nach und so gesellen sich zu den Aufgaben die das Leben so mit sich bringt (Uni, Behördenkrams, das Leben an sich) noch die gesammelten Haushaltsaufgaben. Widerwillig werden sie sporadisch erledigt, doch auf die Dauer gesehen wünscht man sich schon, diese Arbeiten outsourcen zu können. Leider liegt eine Haushälterin meist nicht im Budget eines Studenten und so beschränkt sich die outsourceabilty (ein schönes Wort btw) aufs Essen.
Persönlich koche ich recht gern, doch der damit verbundene Aufwand steht nicht immer im Verhältnis zum Ertrag und so ergibt es sich, dass ich mich gelegentlich in Fresstempeln wiederfinde um mich dann schlussendlich zu fragen: Warum bin ich überhaupt hier?

Dieser Frage komme ich im Nachfolgenden weitestgehend nach, indem ich die 5 größten deutschen Fast-Food-Ketten aus meiner Sicht bewerte.
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There is no such thing as Solidarität

Posted in smile and look alive on 30. Juni 2009 by Herr Grau

Für mich hieß Solidarität bis jetzt 50Cent-Ablasssurrogat-Buttons am Revers, die einem bei einem bestimmten Menschenschlag einen zusätzlichen Profilierungspunkt eingebracht haben. Für Deutschland hieß Solidarität bis dato, dass man viel Geld auf den Tisch haut, um geographisch begrenzt blühende Landschaften zu schaffen oder dass wir immer noch Abends eine Kerze für Elsass-Lothringen ins Fenster stellen.

Frau Merkel teilte uns medienbreit nach dem 11. September mit: „Solidarität heißt, im Zweifel zu allem bereit zu sein.“  Eine Definition, bei der Schillers

„Daß er sein bös Gelüsten nicht vollbracht,
Hat Gott und meine gute Axt verhütet.“

einem direkt als Aufforderung erscheinen mag.

Aber nichts überstürzen: Worum geht es mir hier eigentlich?

Es fängt damit an, dass einige Landesregierungen beschließen, 500€ sei pro Semester ja nun wirklich nicht zu viel verlangt, und damit de facto die Zugangsfreiheit der Bildung vernichten.

Das Argument, wer wirklich wolle, könne das schon irgendwie bestreiten, schmeckt zumindest an dem Abend ein bisschen fahl, wo man das erste mal vom Strich wiederkommt, um sein Studium bezahlen zu können. Meine Universität befand die Situation für günstig, direkt auch noch von allen ca. 30.000 Studenten einen Verwaltungskostenaufschlag von 75€ zu erheben. Das viele Geld muss ja verwaltet werden. Das kennt man von zuhause: Wenn  einem jemand 15 Millionen Euro schenkt, dann kann man sich davon nicht einen einzigen Tretroller kaufen, bevor man nicht 2,25 Millionen Euro Verwaltungsgebühr bekommen hat.

So weit, so nachvollziehbar.

Da gab es aber eine weitere Position, die mich ein wenig stutzig machte. Bei 500€ Bruttosemesterbeitrag werden tatsächlich 694,29€ von meinem unter der Belastung knarzenden Konto abgebucht. Eine große Position ist das Semesterticket, das verpflichtend ist.

Wer hier studieren will, der muss pro Semester 62,29€ an eine dubiose Organisation bezahlen, die sich aus Gründen von höherer Natur für mich verantwortlich fühlt, um am Ende nicht mal den öffentlichen Personennahverkehr nutzen zu dürfen. Das stieß mir dann doch etwas sauer auf und ich habe mal recherchiert, ob ich mir das tatsächlich gefallen lassen muss, denn das macht mal fast 1000€, die ich für eine Leistung bezahle, die ich nicht nutze.

Die Antwort war interessant:

Ja, ich muss. „Warum?“ könnte man da fragen, „Was interessiert es mich, ob irgendwelche Leute, die nur in der selben Stadt wie ich vielleicht Arboristik studieren, kostenlos an die Nordsee fahren können?“ Man könnte es mit dem großen Percival Cox halten „I’m so sorry, I set fire to a big pile of money just this morning!”

Seit wann schert sich denn hier irgendwer um die Studenten?

Es ist gut zu erfahren, dass es das wunderbare bayrische Landesgericht gibt, das entschieden hat: 60€ pro Semester sind ein angemessener, üblicher Solidarbeitrag für einen Studenten und daher nicht anfechtbar.

Ich habe lange über diesen wunderbaren Term nachgedacht. Ein „angemessener Solidarbeitrag“. Ein „üblicher Solidarbeitrag“. Ich habe über das Wort „Solidarität“ meditiert und bin zu dem Schluss gekommen:

There is no such thing.

Solidarität bezeichnet laut Duden den unbedingten Zusammenhalt in Anbetracht eines gemeinsamen Ziels. Bei der Solidarität handelt sich daher um einen sozialen Wert, einen persönlichen Wert, nicht aber um eine Pflicht. Unsere Pflicht ist, sicherzustellen, dass keiner auf offener Straße von einem Klavier überfahren wird. Dass wenn jemandem der Arm abfällt, dass er nicht verhungern muss. Das ist unsere Pflicht. Nicht unsere Pflicht ist, in die selbe Richtung zu gucken, auf das selbe Ziel zu streben. Ich laufe doch nur mit meinen Kommilitonen in eine Richtung, schneller sogar als jene, damit ich irgendwann wieder hinter ihnen auftauchen und sie jagen kann (frei nach Pispers). Ich habe bei Leibe nicht das selbe Ziel.

Es gibt keinen „üblichen“ Solidarbeitrag, denn es gibt nichts derartiges und damit keinen Vergleich für „Üblichkeit“. Ich werde nirgendwo sonst gezwungen, habe nicht mal die Möglichkeit, für meine sozial benachteiligten Mitstudenten Geld anzubringen.

Und sind 120€ im Jahr wirklich als „angemessen“ zu bezeichnen? Ich kenne Leute, für die ist 120€ im Jahr das Gesamtkapital für Freizeitausgaben, ohne den ihre Selbstverwirklichung durch Kaufrausch einfach nicht funktioniert.

Nein, es ist doch hinten und vorne Blödsinn, der Gedanke hinkt genau wie die Definition. Es sind alles vorgeschobene Gründe, um dies zu kaschieren:

Wir müssen sicherstellen, dass nach wie vor alle Studenten kostenlos zum Strich kommen können, damit sie ihr Studiengebühren bezahlen können, sonst bricht letztendlich unser gesamtes Bildungskonzept in sich zusammen.

Mixed Feelings – Basics: Vodka

Posted in Mixed Feelings on 30. Juni 2009 by Herr Grau

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Vodka: Vodka (russ: „Wässerchen“) ist eine Spirituose, die traditionell aus einem Gemisch aus Kartoffeln, Getreide, saurer Milch und Ochsenscheiße vom Fachmann in alten Heizungen destilliert wird. Wie alle Drecksschnäpse (siehe Grappa, Rum) sind sie irgendwann von Samaritern mit Brennblasen im Schuppen so weit verfeinert worden, dass sie irgendwann sogar auf den kleinen Totenkopf mit dem „T*“ verzichten konnten, sprich dass sie von Normalsterblichen getrunken werden konnten, ohne dabei beim Erstkonsum grauenhafte Schäden anzurichten.

Die Firma Smirnoff machte den Vodka Mitte des 20ten Jahrhunderts in USA populär. Was in Amerika cool ist, ist recht bald dann auch überall sonst en vogue, die Folge war die Schöpfung einer unglaublichen Masse von Nobelmarken, die ihren Fusel zu exorbitanten Preisen an den Bessergestellten zu promoten versuchten.

Dass die Krone der Vodka-Schöpfung ein Neutralalkohol ist, der aus jeder beliebigen zuckerhaltigen Masse hergestellt und dann gereinigt wird und der mit einen halbwegs sauberen Wasser auf Trinkstärke verdünnt wird, wird jetzt langsam erst entdeckt.

Vodka ist daher die am günstigsten herzustellende Spirituose und bereits zwischen 8 und 10€ sind Varianten zu bekommen, die von höherpreisigen nicht mehr zu unterscheiden sind.

Merke: Vodka ist gut, wenn er nach möglichst wenig schmeckt.

Markentipps: Smirnoff, Finnlandia, Moskovskaya, Stolichnaya, Parliament, Russian Standard, Absolut

Wer einen hiesigen Hersteller unterstützen will, kauft Nordhäuser Eisvodka

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Vodka: Vodka (russ: cuddly little water) is a spirit that traditionaly is created of potatoes,  grain, sour milk and horse shit, skilfully destilled in an old radiator. Like with all garbage liquors (→ Rum, Grappa) at some point some genius with a still in the basement figuered out how to refine it, so a normal human would be able to drink it without suffering major intestinal damage.

Smirnoff introduced the vodka in the middle of the 20th century to the wide US public. And since everything that’s cool in the US soon becomes en vogue everywhere else, a shire mass of noble premium products were created, featuring exorbitant prices, aiming for the upper class. The purpose and ambition of the perfect vodka is to taste like nothing, so it basically is just neutral spirit watered down with not-too-dirty H²O to drinking strength, which is just starting to be discovered.

Vodka is the cheapest high quality liquor to produce, because you can create it from everything that has sugar in it. In the range of 8 to 12$ you will get a vodka which you can not discriminate from the high price stuff.

Remember: Vodka is good, when has as little flavour as possible.

Recommended Brands: Smirnoff, Finnlandia, Moskovskaya, Stolichnaya, Parliament, Russian Standard, Absolut

If you want to support a gorgeous german destillery, buy Nordhäuser Eisvodka.